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New Yorker Phantoms übernehmen Patenschaft für Gedenktafel

30.08.2011

Vertreter der Stadt Braunschweig, der Bürgerstiftung und der New Yorker Phantoms haben heute die Persönlichkeitstafel für August Hermann (14.09.1835 bis 20.02.1906) vor dessen früherem Wohnhaus, heute Campestraße 7, enthüllt. Friedrich August Wilhelm Theodor Hermann war als Turninspektor tätig und neben Konrad Koch mitverantwortlich für die Durchführung des ersten Fußballspieles in Deutschland im Jahr 1874.


Vertreter der Stadt Braunschweig, der Bürgerstiftung und der New Yorker Phantoms haben heute die Persönlichkeitstafel für August Hermann (14.09.1835 bis 20.02.1906) vor dessen früherem Wohnhaus, heute Campestraße 7, enthüllt. Friedrich August Wilhelm Theodor Hermann war als Turninspektor tätig und neben Konrad Koch mitverantwortlich für die Durchführung des ersten Fußballspieles in Deutschland im Jahr 1874.

Geehrt wurde Hermann als Wegbereiter mehrerer heute sehr populärer Sportarten. Neben dem Fußball als Mannschaftsspiel geht insbesondere die Einführung des Basketballspiels auf seine Initiative zurück. Als Lehrer des Martino-Katharineums, ab 1887 als Turninspektor und später als Vorsitzender des Deutschen Turnlehrervereins hat er maßgeblichen Anteil an der Etablierung des Turnunterrichtes für Jungen und Mädchen als notwendiger Ergänzung zum Lehrplan in Schulen.

Seine Bemühungen um das Turnen galten dabei nicht nur dem Schulsport, sondern auch der Förderung des Breitensportes. So gründete er 1873 den Einbahnverein und schuf mit den „Sedan-Wettkämpfen“ ein Forum für sportliche Wettkämpfe auch für Vereine. Neben seinen Tätigkeiten als „Turnvater“ Braunschweigs verfasste er auch Gedichte in plattdeutscher Sprache und war Mitglied in mehreren gesellschaftlichen Vereinigungen wie dem Künstlerklub „Feuchter Pinsel“ oder der „Buerschaft von Kreyenfelde“, seinem Wohngebiet.

„Wir begrüßen die Aufstellung der Ehrentafel für den Turninspektor und Basketball-Pionier August Hermann und unterstützen die Erinnerung an ihn und damit auch an Braunschweig als Wiege des Basketballsports in Deutschland. Hier in der Campestraße, wo Hermann fast dreißig Jahre lebte und wirkte, ist genau der richtige Ort für eine derartige Tafel", sagte Norbert Rüscher, kaufmännischer Geschäftsführer der New Yorker Phantoms, die spontan die finanzielle Patenschaft für die Persönlichkeitstafel übernommen hatten.

„Mit der Tafel für August Hermann konnten bisher 35 Persönlichkeitstafeln dank der Unterstützung durch die Bürgerstiftung und des finanziellen Engagements von Sponsoren realisiert werden. Dieses Engagement zeigt das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Geschichte ihrer Stadt und ihrer herausragenden Vertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen“, betonte Bianca Winter, Leiterin des Fachbereiches Kultur der Stadt Braunschweig.

Mit Ausführungen zur Person würdigte Kurt Hoffmeister, ausgewiesener Kenner der Braunschweiger Sportgeschichte, August Hermann: „Er war der erste ausgebildete Turnlehrer Braunschweigs. Durch seine umfangreiche Tätigkeit in Schule und Verein kann er für sich in Anspruch nehmen der „Turnvater“ Braunschweigs zu sein. Er war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine volkstümliche und stadtbekannte Persönlichkeit. Seine Verdienste um die Stadt Braunschweig sind so groß, dass er niemals in Vergessenheit geraten sollte.“

Hintergrund: Für das Jahr 2011 sind bereits drei Tafeln am Landesmuseum (Campe, Vieweg, Knapp) und vor kurzem eine Tafel für Dr. Heinrich Jasper umgesetzt worden. Die Anbringung von einer weiteren Persönlichkeitstafel für den Maler Götz Freiherr von Seckendorff am 17. September ist geplant. Auch 2012 werden vier neue Tafeln die Anerkennung der Leistungen verstorbener Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger unterstreichen, historische Bezüge zu Orten mit Personen der Stadtgeschichte herstellen und zur Vermittlung eines positiven Stadtbildes, der Charakteristik und der Bedeutung Braunschweigs an auswärtige Gäste beitragen.


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