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New Yorker Phantoms feiern Befreiungsschlag

09.02.2013

Es war ein wahrer Krimi, den die New Yorker Phantoms Braunschweig am heutigen Samstag, 9. Februar, für sich entschieden haben. Nach zuletzt sechs Niederlagen erkämpfte sich die Mannschaft von Cheftrainer Kostas Flevarakis dank toller Moral und viel Einsatz einen 84:81-Sieg (41:36) gegen den Tabellenachten TBB Trier. 3.419 Zuschauer in der Volkswagen Halle mussten bis zur letzten Sekunde einer sehr intensiven und spannenden Partie warten, ehe Phantoms-Spielmacher Jermaine Anderson mit einem Wahnsinns-Dreier für den Befreiungsschlag und ausgelassenen Jubel seiner Mannschaft sorgte. Harding Nana war mit 17 Punkten bester Braunschweiger Punktesammler. Neuzugang Courtney Pigram feierte mit 13 Zählern ein starkes Debüt.


Kostas Flevarakis schickte wie zuletzt in Bamberg Jermaine Anderson, Robert Kulawick, Immanuel McElroy, Harding Nana und Nick Schneiders als Startformation ins Spiel. Nachdem die Braunschweiger zunächst durch einen Dreier von „Kulle“ (Kulawick) in Führung gegangen waren, konnten sich die Gäste in den darauf folgenden zwei Minuten einen 3:7-Vorsprung erspielen (3. Minute). Angetrieben von einem gut kreierenden Jermaine Anderson kämpften sich die Phantoms-Basketballer durch eine schnelle und gute Ballbewegung wieder heran. Daraus schlug zuerst Nana Kapital, bevor Immanuel McElroy einen Dreier versenkte und das Spiel zum 8:7 drehte (4. Minute). Bis zum Ende dieses Viertels sollte die Partie weiterhin ausgeglichen verlaufen und knappe Führungen wechselten immer wieder hin und her. Ein Korbleger von Triers Jermaine Bucknor stellte das 20:23 nach zehn Minuten her.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts brachte sich Neuzugang Courtney Pigram ins Spiel und verwandelte unter dem Jubel des Publikums seinen ersten Dreier im Phantoms-Trikot zum 23:23. Die Partie war nach wie vor eng, woran auch ein technisches Foul gegen Kostas Flevarakis nichts änderte. Erst als der bissige und engagierte Courtney Pigram fünf Punkte in Folge markierte und Lubos Barton eiskalt einen Dreier nachlegte, stand es plötzlich 38:30 für die Braunschweiger Korbjäger (16. Minute). Zwar konnte die TBB den Phantoms-Vorsprung noch reduzieren, dennoch gingen Anderson & Co. beim Stand von 41:36 in die Halbzeitpause.

Die Gäste kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und holten die Fünf-Punkte-Führung der New Yorker Phantoms schnell auf. Die Braunschweiger Korbjäger ließen den Trierern jetzt teilweise zu viel Platz und hatten Schwierigkeiten mit der guten Verteidigung des Gegners, weshalb sie nur schwer zum Abschluss fanden. Die Folge: Ein Korbleger von Nate Linhart sorgte wieder für einen knappen Rückstand von 43:44 (23. Minute). Abgesehen von einem Freiwurf blieben McElroy & Co. in den nächsten drei Angriffen erfolglos. Dies nutzten die Gäste und setzten sich nach einem Dreier von Stewart auf 44:51 ab (27. Minute). Obwohl der Mannschaft von Kostas Flevarakis nun ihre Verunsicherung anzumerken war und sich kleine Fehler häuften, steckte sie nicht den Kopf in den Sand. Stück für Stück arbeitete sie sich wieder näher heran und konnte in der 29. Minute zum 54:57 verkürzen. In das letzte Viertel sollte es jedoch nach einem schwierigen Korbleger von Dennis Schröder, bei dem auch noch gefoult wurde, mit 58:62 gehen.

Auf beiden Seiten bot sich jetzt eine sehr intensive Partie, die voll im Zeichen von Kampf und Einsatz stand. Die Braunschweiger Korbjäger gaben kaum einen Ball verloren, konnten aber mehrfach stark behinderte Würfe nicht verwerten. Die TBB hingegen setzte immer wieder Nadelstiche durch sicher verwandelte Körbe und lag nach zwei Spielminuten wieder mit acht Punkten in Führung (59:67). Kostas Flevarakis stellte Nana auf die Center-Position und mit dieser kleineren Formation starteten die Phantoms-Basketballer eine Aufholjagd. Nach einem Zweier von Immanuel McElroy traf der nun starke Nana zwei Freiwürfe auf die Jermaine Anderson einen Dreier zum 66:69 folgen ließ (35. Minute). Das Publikum peitschte die Mannschaft nach vorne, doch noch konnten die Phantoms-Basketballer nicht vorbeiziehen. Erst drei Minuten vor Ende gelang Nana der Ausgleich zum 74:74, und exakt eine Minute später netzte Courtney Pigram zum befreienden 77:74 ein. Bis 47 Sekunden vor Spielende blieben die Braunschweiger knapp vorne, ehe Jarrett Howell seinen einzigen Treffer an diesem Abend zum 81:81 versenkte. Die Anspannung in der Halle war förmlich zu greifen, als Jermaine Anderson bei noch 14 Sekunden auf der Spieluhr den Ball zum finalen Angriff nach vorne brachte. Der Spielmacher suchte nach Anspieloptionen, wurde aber gut abgeschirmt und von der Zone ferngehalten. Als nur noch eine Sekunde auf der Uhr stand, drückte er ab und traf unter dem Jubel seiner Mannschaft zum 84:81-Sieg.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Es war ein intensives Spiel, das beide Teams unbedingt gewinnen wollten. Wir haben zuletzt einige Spiele verloren, was psychologisch gesehen schwer war. Wir haben hinzukommend einige neue Spieler im Team, die sich noch einfinden mussten. Dennoch haben wir in der ersten Halbzeit das Spiel gut kontrolliert. Im dritten Viertel haben wir allerdings etwas nachgelassen, aber das Spiel am Ende doch für uns entscheiden können, worüber ich sehr glücklich bin.

Henrik Rödl (TBB Trier): Das war heute für beide ein sehr wichtiges Spiel und bis zur letzten Minute ein Krimi. Der Wurf von Anderson hat die Partie dann aber am Ende für Braunschweig entschieden. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich insgesamt zufrieden. Zumal wir in der zweiten Halbzeit besser das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten.

New Yorker Phantoms: Kulawick 4, Mittmann, Nana 17 (9 Rebounds), Schneiders 3, Pigram 13, Anderson 12 (6 Assists), Boateng 5 (6 Rebounds), Schröder 6, Land 4, McElroy 13 (6 Rebounds), Barton 7 (11 Rebounds).

TBB Trier: Linhart 18 (11 Rebounds), Saibou 3, Doreth 7, Howell 3 (5 Assists), Seiferth 15 (7 Rebounds), Mönninghoff 2, Harper 7, Stewart 9, Chikoko 8, Bucknor 9.


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