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New Yorker Phantoms drehen Wahnsinnsspiel - 112:104-Sieg n.V.

13.03.2010

Die New Yorker Phantoms haben im Kampf um die Playoff ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Mit 112:104 (90:90, 47:42) nach Verlängerung gewann die Mannschaft von Sebastian Machowski den Nervenkrimi beim direkten Konkurrenten WALTER Tigers Tübingen. In der Paul-Horn Arena hatte Matchwinner Heiko Schaffartzik die Löwenstädter mit drei Dreiern in Serie in die Nachspielzeit gerettet.


Die New Yorker Phantoms haben im Kampf um die Playoff ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Mit 112:104 (90:90, 47:42) nach Verlängerung gewann die Mannschaft von Sebastian Machowski den Nervenkrimi beim direkten Konkurrenten WALTER Tigers Tübingen. In der Paul-Horn Arena hatte Matchwinner Heiko Schaffartzik die Löwenstädter mit drei Dreiern in Serie in die Nachspielzeit gerettet. Der Nationalspieler markierte 21 Punkte – genauso viele wie seine Teamkollegen Kevin Hamilton und Brandon Thomas. Für Tübingen machten Michael Jenkins (19) und Aleksandar Nadjfeji (17) die Zähler.


Erstmalig mit Marcus Goree in der Startaufstellung legten die Braunschweiger einen Blitzstart hin. Die Löwenstädter, bei denen der grippeerkrankte Kapitän Nils Mittmann die Reise in den Süden gar nicht erst angetreten hatte und Yassin Idbihi nach einer Netzhautverletzung mit Schutzbrille aufgelaufen war, spielten sich nach sieben Minuten dank des glänzend aufgelegten Brandon Thomas (bereits 10 Punkte im ersten Viertel) und des Woche für Woche gute Leistung abliefernden Jason Cain einen 16-Punktevorsprung heraus (11:27/8.).


Auch im zweiten Viertel hielten Schaffartzik & Co. die Zügel zunächst fest in der Hand und legten nach jedem WALTER Tigers-Korb einen nach. Doch die Gastgeber kamen anschließend angetrieben von Romeo Travis und Branislav Ratkovica Punkt um Punkt heran – nach einer Viertelstunde stand es nur noch 26:35 (15.). Vor allem Tübingens Bundesligaroutinier Nadjfeji machte den Löwenstädtern in dieser Phase das Leben schwer. Der Ex-Braunschweiger Steven Wright brachte die Baden-Württemberger kurz vor der Pause per Dreier und einem verwandelten Freiwurf sogar bedrohlich auf zwei Zähler heran (37:39/18.).


Die Partie blieb auch nach dem Seitentausch spannend. Der Euroleague-erfahrene Marcus Goree nahm das Heft nach der Pause für Braunschweig in die Hand, musste jedoch mit ansehen wie Tübingens Michael Jenkins zum 54:54 (25.) ausglich. Vor allem Heiko Schaffartzik und Kevin Hamilton hielten dagegen, doch Dane Watts Korbleger bedeutete anschließend die erste Führung der Hausherren (59:58/26.).


Das Team von Igor Perovic setzte sich angetrieben vom Heimpublikum zum Ende des dritten Viertels auf sechs Zähler ab. Sieben Minuten vor Schluss leuchtete bereits ein 76:65 (34.) auf der Anzeigetafel. Die Braunschweiger stemmten sich gegen die drohende Niederlage, kurz vor Schluss mussten auch noch nacheinander Idbihi (13 Rebounds), Cain und Goree mit dem fünften Foul vom Parkett. Heiko Schaffartzik gab die Antwort und traf drei Dreier in Folge – 1:34 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit stand es nur noch 87:85. Michael Hicks sorgte ebenfalls von jenseits der 6,25 Meter vom Korb entfernten Linie für den Ausgleich: beim Stande von 90:90 ging es in die Verlängerung.


In der Nachspielzeit nahm beim unter dem Korb völlig dezimierten Gästeteam vor allem Kevin Hamilton das Heft in die Hand. John Allen sorgte für die 99:93-Führung gegen die geschockten Gastgeber, auch der ins kalte Wasser geworfene Tony Granz markierte seinen ersten beiden Saisonpunkte. Thomas und Hamilton bewiesen am Ende Nervenstärke an der Linie – und der Sieg war perfekt.


Stimmen zum Spiel:

Sebastian Machowski: Als Trainer habe ich so ein Spiel noch nicht erlebt. Die Partie war an Spannung nicht zu überbieten. Mit der Zone der Tübinger sind wir nicht zu Recht gekommen und wir lagen plötzlich hinten. Glücklicherweise hat uns Heiko in die Verlängerung geworfen. Da haben wir ohne unsere Großen sehr clever gespielt. Gegen Ulm müssen wir aber nächstes Wochenende auch gewinnen, damit der heutige Sieg Gewicht hat.

Oliver Braun: Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Nach gutem Start haben wir den Faden verloren und uns wieder zurückgekämpft. Der Kampfgeist hat den Unterschied gemacht. Unsere kleine Formation in der Verlängerung hat gekämpft wie Berserker. Ein dickes Lob an die ganze Mannschaft.


New Yorker Phantoms: Hicks 3, Thomas 21, Allen 9, Schaffartzik 21, Cain 14 (8 Rebounds), Hamilton 21, Idbihi 12 (13 Rebounds), Granz 2, Goree 9


WALTER Tigers Tübingen: Ratkovica 17 (10 Assists), Wright 8, Nadjfeji 17, Thomas 5, Jenkins 19, Travis 15 (10 Rebounds), Watts 15 , Wiliams 8

 


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