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„New Yorker Phantoms bis zur letzten Sekunde anfeuern“

23.04.2010

Die Fanauswärtsfahrten genießen längst Kultstatus. Saftige Sandwiches, hausgemachte Buletten und reichlich Kaffee sind im Gepäckabteil des Kleinbusses stets dabei. Über 10.000 Kilometer hat die eingeschweißte Reisegruppe des Fanclub Basketball Supporters Braunschweig bereits in der Saison 2009/10 mit Kleinbussen auf Deutschlands Autobahnen zurückgelegt.


Die Fanauswärtsfahrten genießen längst Kultstatus. Saftige Sandwiches, hausgemachte Buletten und reichlich Kaffee sind im Gepäckabteil des Kleinbusses stets dabei. Über 10.000 Kilometer hat die eingeschweißte Reisegruppe des Fanclub Basketball Supporters Braunschweig bereits in der Saison 2009/10 mit Kleinbussen auf Deutschlands Autobahnen zurückgelegt. Einige Fanklubmitglieder haben auch in dieser Spielzeit noch kein Auswärtsspiel ihres Basketballvereins New Yorker Phantoms verpasst. Der Braunschweiger Basketballfanklub kündigte an, auch am Sonntag, 25. April, beim Heimspiel gegen Phoenix Hagen wieder für Stimmung in der heimischen Volkswagen Halle (17 Uhr) zu sorgen, um ihre Lieblingsmannschaft in die Playoffs zu peitschen.


Gegenüber newyorkerphantoms.de erzählen die Klubmitglieder Oliver Scholz (1. Vorsitzender Fanclub Basketball Supporters Braunschweig), Fabienne Buhl und Justus Engelland über ihre Gedanken zum immens wichtigen Spiel gegen Hagen und über die große Chance, durch einen Heimerfolg mit einem Bein in der Runde der letzten Acht zu stehen.


newyorkerphantoms.de: Keine Frage, Ihr seid auch bei der unglücklichen 85:95-Hinspielniederlage am 2. Weihnachtstag in Hagen dabei gewesen. Was würdet Ihr unseren Spielern als Tipps für Sonntag unters Kopfkissen legen und worauf muss man achten, damit diesmal am Ende ein Sieg herausspringt?

Fabienne Buhl: Unsere Mannschaft muss vor allem unter den Körben mächtig aufpassen. Am Brett besitzen die Hagener mit Jonathan Kale und John Turek gefährliche Spieler. Aber auch Aufbau Michael Jordan muss die Phantoms-Abwehr in den Griff bekommen. Auf jeden Fall gilt es, von der ersten Sekunde an hellwach zu sein, anders als in Bamberg. Allerdings besitzt Hagen nur fünf richtige Profis. Allein von der Tiefe der Reservebank stellt sich nicht die Frage, wer am Sonntag gewinnt.

Oliver Scholz: Auch ich bin der Meinung, dass Hagen einen klar schwächeren Kader besitzt. Im Angriff müssen wir die Optionen unter dem Korb suchen, um den gegnerischen Centern Fouls anzuheften. Die wichtigste Marschroute ist jedoch, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dann wird am Ende auch ein Sieg herausspringen.

Justus Engelland: Alle Spieler müssen von der ersten Minute an konzentriert zu Werke gehen und dürfen schon gar nicht denken, das sei ja nur der Abstiegskandidat aus Hagen. Natürlich sind wir im Vergleich zum Hinspiel mit Nate Fox und Michael Hicks sowie dem nachverpflichteten Marcus Goree stärker geworden. Ein großer Fehler wäre es auch, bereits auf das Frankfurtspiel zu gucken.


Ihr seid dafür bekannt, im Fanblock in der Kurve für Stimmung zu sorgen und unsere Spieler bis zur letzten Sekunde anzufeuern. Was würdet Ihr Braunschweigs Fans für Sonntag mit auf den Weg geben?

FB: Natürlich, dass alle Zuschauer in der Volkswagen Halle unsere Mannschaft die gesamten 40 Minuten unterstützen. Zum Beispiel mit Defense-Defense-Anfeuerungen. In unserem Fanblock zelebrieren wir nur bei vergebenen Freiwürfen des Gegners mit einem hochgehaltenen Arm immer den Ruf: „Nanananana, weg, weg, weg, weg...“. Ich wünsche mir, dass der Funke auch auf die anderen, hoffentlich wieder über 5000 Fans überspringt.

JE: Auch ich erhoffe mir von der ersten Minute bedingungslose Unterstützung. Nicht nur aus dem Fanblock sondern von allen Zuschauerrängen der Volkswagen Halle. Ich finde es Klasse, dass immer mehr Leute mitziehen.


Habt Ihr schon Aktivitäten für diesen Sonntag geplant?

FB: Wir haben uns noch nichts Konkretes vorgenommen. Für Frankfurt ist aber schon einiges in Arbeit. Es wird aber noch nicht verraten was. Organisatorisch haben wir mit der Fanreise nach Frankfurt mit den Bussen einiges zu tun.


Was sollte Phantoms-Trainer Sebastian Machowski Eurer Meinung nach seinen Spielern bei der letzten Teambesprechung vor dem Tip-Off gegen Hagen mit auf den Weg geben?

FB: Er sollte den Spielern in seiner letzten Ansprache noch einmal mächtig Dampf machen. Jeder Einzelne muss wissen, um was es bei diesem Spiel geht. Schließlich können wir mit einem Sieg den Grundstein für die erste Playoffteilnahme seit sieben Jahren legen.

JE: Es ist eine einmalige Chance, nach den vielen Jahren der Abstinenz wieder in die Playoffs der 1. Bundesliga einzuziehen. Noch nicht viele Akteure des aktuellen Kaders haben zuvor im Achtelfinale des deutschen Basketballs gestanden. Für dieses Ziel kämpfen alle Teammitglieder das ganze Jahr. Es sind nur noch zwei Schritte.

OS: Sebastian sollte den Spielern noch mal das Vertrauen aussprechen. Für viele ist es das vielleicht wichtigste Spiel der Karriere. Hagen, das ist jetzt der einzige Gegner. Alles andere kommt später.


Ich weiß, dass Ihr alle mehrere Spieler habt, die Euch im Saisonverlauf auf besondere Weise beeindruckt haben. Nennt uns bitte nur einen und sagt warum?

FB: Jason Cain hat sich in dieser Saison noch einmal enorm spielerisch weiterentwickelt. Und ich glaube, dass er noch viel mehr Potenzial besitzt. Ich hoffe, dass er auch ein viertes Jahr in Braunschweig bleibt.

JE: Nate Fox ist auf dem Feld ein richtiger Bär, an dem kein Gegenspieler so leicht vorbeikommt. Doch abseits des Spielfeldes ist er ein lustiger, netter Typ, mit dem man gerne mal einen Kaffee trinken geht.

OS (lacht): Ich trage ja nicht umsonst ein Kevin Hamilton Trikot. Er spielt geniale Pässe, kann aber auch ein Spiel entscheiden.

 


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