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New Yorker Phantoms beenden Saison mit Offensiv-Feuerwerk

27.04.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig, die ohne die verletzten Eric Boateng (Außenbandriss), Jermaine Anderson (Adduktoren) und Nick Schneiders (Knochenhautentzündung Mittelfuß) angetreten waren, haben die Beko BBL-Saison 2012/13 mit einem Offensiv-Feuerwerk beendet. Mit 104:75 (55:34) haben sie die Eisbären Bremerhaven vor 4.912 Zuschauern förmlich aus der Volkswagen Halle geschossen und die Saison durch den Sieg und die gleichzeitigen Niederlagen von Bayreuth und dem Mitteldeutschen BC als Dreizehnter beendet. Bei den New Yorker Phantoms punkteten sechs Spieler zweistellig. Topscorer war Lubos Barton, der mit 27 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double erzielte. Für die Eisbären Bremerhaven, die auf Stanley Burrell (Rücken) und Jacob Burtschi (Ellenbogen-Operation) verzichten mussten, traf Stefan Jackson mit 16 Punkten am häufigsten.


Die New Yorker Phantoms legten los wie die Feuerwehr. Auf fünf Punkte des in die Startformation gerückten Erik Land folgte ein Dreier von Lubos Barton zum 8:0 (2. Minute). Zwar fanden die Gäste von der Küste angeführt von Spielmacher Terrell Everett allmählich besser ins Spiel und kamen auf 11:7 ran. Aber Kapitän Nils Mittmann riss den Ball an sich, lief von „Coast-to-Coast“ und netzte ein. Diese Aktion riss sein Team mit, das defensiv sehr gut stand und sich offensiv immer wieder tolle Möglichkeiten erspielte. Nach fünf Punkten von Courtney Pigram in Folge waren die New Yorker Phantoms den Eisbären wieder auf 22:10 enteilt (9. Minute). In den zweiten Spielabschnitt sollte es mit 24:13 gehen.

Die Mannschaft von Kostas Flevarakis blieb auch in den zweiten zehn Minuten heiß. Auf zwei Punkte von Immanuel McElroy ließ Robert „Kulle“ Kulawick einen Dreier folgen, ehe Howard Sant-Roos mit einem spektakulären Reverse-Dunking das Publikum begeisterte. Als dann auch noch Erik Land seinen Gegenspieler Scott Morrison unter dem Korb vernaschte, stand es 33:15 (12. Minute). Jeder Phantoms-Akteur fügte sich nahtlos in das schnelle und unterhaltsame Spiel ein – so auch Lucas Gertz, der zu seinen ersten Beko BBL-Minuten in dieser Saison auf dem Parkett kam. Und weil das Spiel einfach flutschte hatten sich die Braunschweiger Korbjäger nach 15 Minuten auch völlig verdient eine 20-Punkte-Führung erspielt (38:18). Diesen Vorsprung hielten Barton & Co. bis zur Halbzeitpause, in die sie unter enthusiastischem Jubel der Zuschauer beim Stand von 55:34 gingen.

Mit zwei Punkten von Erik Land starteten die New Yorker Phantoms in die zweite Spielhälfte. Doch eine Reihe von Braunschweiger Ballverlusten brachte die Eisbären wieder zurück ins Spiel. Die konnten zwölf Punkte in Folge zum 57:46 markieren (24. Minute). Aber die Flevarakis-Mannschaft sammelte sich, formierte sich wieder besser in der Verteidigung und konnte den Vorsprung vor allem Dank des stark aufdrehenden Lubos Barton (zehn Punkte in diesem Viertel) halten. Lediglich einmal in diesem Abschnitt kamen die Eisbären auf unter zehn Punkte heran (66:57, 17. Minute), doch mit einem souveränen 77:60 ging es in das letzte Viertel.

Die Braunschweiger Korbjäger gaben zu keinem Zeitpunkt nach, sondern spielten weiterhin so beherzt wie zuvor. Nahezu jeder Wurf rauschte durch die Reuse, ob von Howard Sant-Roos, Lubos Barton, Nils Mittmann oder Immanuel McElroy. Nach vier Minuten hatten sich die New Yorker Phantoms uneinholbar auf 90:64 abgesetzt (35. Minute). Zwar reagierte Gäste-Coach Douglas Spradley noch einmal mit einer Auszeit, aber die verpuffte angesichts der starken Braunschweiger Leistung. Lucas Gertz war es drei Minuten vor Ende des Spiels vorbehalten, mit einem Dreier die 100 Punkte für sein Team vollzumachen (37. Minute), das unter anhaltendem Jubel der Zuschauer einen starken 104:75-Sieg zum Saisonabschluss feierte.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Wir hatten eine sehr merkwürdige Woche, nachdem wir wussten, dass wir nicht mehr absteigen können. Wir hatten viele Verletzte und konnten nicht richtig trainieren. Die Mannschaft hat heute eine tolle Leistung gezeigt und ich bedanke mich bei allen für die Unterstützung.

Douglas Spradley (Eisbären Bremerhaven): Die Phantoms waren das bessere Team heute. Es war eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen für uns und wir sind einigermaßen zufrieden, dass wir das Level halten konnten. Ein besonderer Dank geht an die Fans, die immer zu uns halten und uns den Rücken gestärkt haben.

 

New Yorker Phantoms: Kulawick 6, Mittmann 16 (9 Rebounds, 4 Assists), Schneiders n.e. , Pigram 12, Anderson n.e., Sant-Roos 14 (3 Assists), Schröder n.e., Gertz 5, Land 11 (6 Rebounds), McElroy 13 (6 Assists), Barton 27 (12 Rebounds).

Eisbären Bremerhaven: Burrell n.e., Waleszkowski 3, Canty 2, Zwiener 5, El Domiaty 4, Everett 14 (4 Assists), Morrison 13 (5 Rebounds), Jackson 16 (5 Rebounds), Harris 4, Raffington 2, Bazoumana 5, Drevo 7 (6 Rebounds).


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