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James Florence und Kollegen sind zurück in der Erfolgsspur. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Nerven- und Dreierstärke sichern 77:66-Sieg über Bonn

07.12.2013

Der Dezember hat mit einem Sieg für die New Yorker Phantoms Braunschweig begonnen. Vor 3.004 Zuschauern in der Volkswagen Halle und beim Debüt von Neuzugang Kenny Kadji bezwangen sie am Samstagabend den Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn mit 77:66 (37:40). Nachdem die Braunschweiger Korbjäger zwischenzeitlich schon mit elf Punkten zurücklagen, konnten sie im letzten Viertel mit einer starken Zonenverteidigung und Treffsicherheit aus der Distanz (48 Prozent Dreierquote) die Partie zu ihren Gunsten drehen und den sechsten Sieg in dieser Saison einfahren. Beste Phantoms-Punktesammler waren Isaiah Swann mit 23 und James Florence mit 16 Zählern. Aaron Doornekamp legte eine Double-Double von zwölf Zählern und zehn Rebounds auf. Auf Bonner Seite stach Tony Gaffney mit 14 Punkten hervor.


Die Partie ging munter los. Zuerst netzten die Bonner ein, ehe Immanuel McElroy per Korbleger und Aaron Doornekamp per Dreier das 5:2 erzielten (2. Minute). Beide Teams gingen in dieser Anfangsphase sehr hohes Tempo, was die Braunschweiger Korbjäger zu ihrem Vorteil nutzten und die Führung auf 15:9 ausbauten (6. Minute). Aber auch defensiv standen Visser & Co. sehr gut und hatten bis zu diesem Zeitpunkt lediglich zwei Punkte der Baskets-Innenspieler zugelassen. Bonn-Coach Mathias Fischer nahm eine Auszeit – und auf die folgten fünf Zähler der Gäste in Folge zum 15:14. Zu diesem Zeitpunkt stand auch schon Neuzugang Kenny Kadji erstmals auf dem Parkett und deutete bereits seine sehr gute Athletik an. Dennoch verlief die Begegnung nach wie vor weiter eng. Bis zum Viertelende konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. James Florence sorgte per Korbleger jedoch für das 24:21 nach zehn Minuten.

Die ersten Punkte im zweiten Viertel gehörten den Gästen. Die profitierten von unnötigen Braunschweiger Ballverlusten und markierten acht Zähler in Folge zum 24:29 (14. Minute). Die Phantoms-Basketballer hingegen blieben in diesen ersten vier Minuten punktlos, was auch einer stärker werdenden Bonner Verteidigung geschuldet war. Center Kyle Visser fand jedoch eine Lücke und sorgte mit einem Dreipunkte-Spiel (Korbleger mit Foul) für das 27:29. Im weiteren Verlauf dieses Viertels blieben die New Yorker Phantoms aber weiterhin im Rückstand. Zwar konnten sie immer wieder etwas von der Bonner Führung abknabbern und waren kurz vor der Halbzeit nach einem Mitteldistanzwurf im Zurückfallen von Isaiah Swann auf 37:38 dran (19. Minute). Allerdings verpassten Florence und Kollegen es, die gebotenen Chancen zur eigenen Führung zu nutzen. Und so sorgte Bonns Tony Gaffney mit zwei Punkten für den 37:40-Halbzeitstand.

Der Start ins dritte Viertel war für die Phantoms-Basketballer alles andere als gut: Nach zwei Punkten von Bonn-Center Kurt Looby wurde ein technisches Foul gegen Isaiah Swann verhängt, das die Gäste zu weiteren vier Punkten verwerteten (22. Minute), ehe sie nochmals zwei Zählern nachlegten (37:48). Auf Braunschweiger Seite dauerte es wie schon zu Beginn des zweiten Viertels erneut vier Minuten, bis die ersten Punkte fielen. James Florence traf mit Ablauf der Shotclock einen Dreier und ließ nach einem Ballgewinn zwei weitere Punkte folgen. Das war der Startschuss für einen 10:0-Lauf zum 47:48 (27. Minute). Jetzt war die Partie wieder eng, doch zeigte sich ein Spiegelbild der ersten Halbzeit. Die Bonner blieben knapp vorne, und wann immer die New Yorker Phantoms herankamen, hatten sie eine passende Antwort parat. Dementsprechend ging es auch mit einem Fünf-Punkte-Rückstand (52:57) in den vierten Spielabschnitt.

Das Spiel war jetzt hart umkämpft, aber mit dem Momentum auf Braunschweiger Seite. Die Phantoms-Basketballer ackerten um jeden Ball und hatten sich nach vier Punkten durch Isaiah Swann und Robert Kulawick sowie den ersten Zählern von Kenny Kadji die 58:57-Führung zurückerobert (34. Minute). Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Bonner noch ohne Korberfolg geblieben. Doch auf die ersten Gästepunkte in diesem Viertel durch Ryan Brooks sollten sogleich zwei weitere zum 58:61 folgen. Dennoch war jetzt Musik im Spiel. Denn Isaiah Swann zeigte keine Nerven, versenkte einen Dreier und James Florence tat selbiges: 64:61 bei noch knapp vier Minuten Spielzeit. Und während sich die Bonner jetzt mit der Phantoms-Zonenverteidigung schwer taten, netzte auch Aaron Doornekamp von jenseits der 6,75-Meterlinie ein. Zwei Mal in Folge traf der Forward und hatte damit das 70:65 besorgt (39. Minute). Diese vier Dreier hintereinander hatten den Telekom Baskets den Schneid abgekauft. Die Bonner erzielten bis zum Ende nur noch einen Punkt, während Immanuel McElroy und Isaiah Swann sich an der Freiwurflinie keine Blöße gaben und so den Sieg am Ende sicher nach Hause brachten.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Das war heute ein extrem wichtiger Sieg nach einer schwierigen Phase, die wir in den letzten Wochen durchlaufen haben. Der Sieg war wichtig für unser Selbstvertrauen. Mitte des dritten Viertels sah es nicht danach aus, dass wir das Spiel gewinnen könnten. Aber wir haben Charakter bewiesen und sind mit Einzelaktionen zurückgekommen, an denen sich dann die gesamte Mannschaft aufgerichtet hat. Wir haben am Ende wichtige Würfe getroffen und gute Rebounds geholt. Dabei möchte ich Aaron Doornekamp hervorheben, der in der Schlussphase hinten wie vorne einen sehr guten Job gemacht hat. Aber wir haben als ganzes Team vor allem im letzten Viertel defensiv sehr gut agiert und mit schwierigen verwandelten Würfen den Sieg eingefahren. Sicherlich muss man auch die Doppelbelastung von Bonn berücksichtigten, die am Ende etwas müde wirkten.

Mathias Fischer (Telekom Baskets Bonn): Herzlichen Glückwunsch an Braunschweig. Sie haben eine gute Partie gespielt und wichtige Würfe getroffen, die uns das Genick gebrochen haben. Wir hatten das Spiel eigentlich gut unter Kontrolle und zwischenzeitlich mit elf Punkten geführt. Allerdings haben wir gegen Ende unsere Systeme gegen die Zonenverteidigung schlecht durchlaufen und uns so selbst den Rhythmus genommen. So kam eins zum anderen und deshalb hat Braunschweig den Sieg auch verdient.

New Yorker Phantoms: Swann 23 (8 Rebounds), Kulawick 2, Zazai, Visser 13 (7 Rebounds), Florence 16 (4 Assists), Doornekamp 12 (10 Rebounds), Johnson n.e., Pluskota n.e., Wenzel n.e., Wessels n.e., McElroy 9 (4 Assists), Kadji 2.

Telekom Baskets Bonn: McCray 5, Looby 9 (6 Rebounds), Veikalas 10, Brooks 13, Mangold 3, Jordan 5 (6 Assists), Wolf n.e., Koch n.e., Gaffney 14 (7 Rebounds), Wachalski, McLean 7 (6 Rebounds).


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