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NBBL/JBBL: Gekämpft, aber doch verloren

10.12.2012

Die Nachwuchs-Mannschaften der Junior Phantoms (U19) und des Teams Braunschweig/Wolfenbüttel (U16) haben am Sonntag ihre Heimspiele verloren. Während das NBBL-Team von Hakim Attia nicht an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen konnte und denkbar knapp mit 87:89 nach Verlängerung gegen den Mitteldeutschen BC verlor, musste sich auch die durch diverse Ausfälle gebeutelte U16 mit 72:77 dem Team Berlin Nord beugen.


„Wenn wir gegen den MBC so gespielt hätten wie eine Woche zuvor gegen Jena, dann hätten wir die Partie vermutlich klar gewonnen“, sagt Jan Erdtmann, Co-Trainer der Junior Phantoms. Gut angefangen hatte das Team und über weite Strecken auch das Spiel dominiert. „Wir haben eigentlich bis kurz vor Ende immer vorne gelegen. Dann haben sich leider ein paar Unkonzentriertheiten eingeschlichen und wir haben unsere großen Spieler insgesamt nicht so ins Spiel gebracht, wie es nötig gewesen wäre.“

Und so passierte, was nicht passieren sollte: Anstatt den zweiten Sieg in Folge feiern zu können, kämpften sich die Gäste in die Verlängerung. Hier stand die Partie Spitz auf Knopf. Bei nur noch wenigen Sekunden auf der Spieluhr und Gleichstand schenkten die Braunschweiger Coaches ihrer Verteidigung das Vertrauen und entschieden, den Gegner nicht zu foulen und an die Freiwurflinie zu schicken. „Wir haben den Angriff zuvor auch stoppen können und wussten, dass wir dies noch einmal schaffen können. Außerdem hatte der MBC bis dahin über 70 Prozent von der Freiwurflinie getroffen, weshalb wir uns von einem Foul wenig hätten versprechen können“, so Erdtmann weiter.

Fast wäre diese Taktik belohnt worden. Denn fast wäre den Junior Phantoms wieder ein Ballgewinn geglückt. Doch die Gäste waren im Glück und anstelle eines Turnovers hielten sie den Ball fest und trafen ihn mit der letzten Sekunde zum 87:89 aus Braunschweiger Sicht. „Am Ende war das viel Pech. Aber dieses Spiel hätte eigentlich auch gar nicht in die Verlängerung gehen dürfen“, resümiert Erdtmann.

Mit einem Sieg aus sechs Spielen stehen die Junior Phantoms jetzt auf dem drittletzten Tabellenplatz der Gruppe Nord-Ost.

Junior Phantoms: Angerstein 25 (18 Rebounds), Meisner 15, Meier 14 (7 Assists), Kecker 12, Adams 9 (5 Ballgewinne), Wolters 6 (10 Rebounds), Herrmann 2, Barp 2, Vermum 2, Spathelf.

JBBL: Ausfälle von Leistungsträgern waren nicht zu kompensieren

„Wir können der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen“, sagte Trainer Frank Lagerpusch nach der 72:77-Niederlage gegen das Team Berlin Nord. „Wir haben gut gekämpft und Bjarne Rieß hat ein wirklich tolles Spiel gemacht. Aber abgesehen davon, dass uns seit Wochen ohnehin schon Spieler verletzungsbedingt fehlen, sind am Sonntag auch noch Andrej Pazin (Grippe) und Center Henrik Pusch (Bänderriss) ausgefallen“, so Lagerpusch weiter.

Aufgrund dieser beiden Ausfälle und dem von Lars Lagerpusch (Armbruch) fehlten der U16-Mannschaft allein drei Spieler aus der Startformation – das war einfach nicht zu kompensieren.

Dabei waren die Braunschweiger Nachwuchs-Basketballer immer dran und ließen sich nicht abschütteln. „Unsere Verteidigung hat dieses Mal sehr gut funktioniert. Wir haben den Gegner mit unserer Presse unter Druck gesetzt und Fehler forciert. So hätten wir das Spiel fast drehen können“, sagt Lagerpusch. Doch immer dann, wenn seine Mannschaft die Chance dazu hatte, versagten die jungen Nerven und der Gast behielt die Oberhand.

Durch diese Niederlage wird sich das Team Braunschweig/Wolfenbüttel auch darauf vorbereiten müssen, nicht in die zweite Gruppenphase einziehen zu können, sondern stattdessen in der Abstiegsrunde zu spielen. „Es ist zwar noch einiges möglich und unsere Konkurrenten haben auch für uns gespielt. Aber wir müssen dennoch realistisch bleiben“, so der JBBL-Trainer, für den erst einmal wichtig ist, dass die verletzten Spieler sich regenerieren und bald wieder zum Kader stoßen können.

Team BS/WF: Rieß 19, Dessaul 14 (7 Rebounds), Köninger 13 (4 Assists), Hosak 10, Nester 7, Everton 7, Dietrichs 2, Roleder, Vickendey.


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