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Nächster Doppelpack: „Do-or-die“-Derby in Göttingen + Heimspiel gegen Trier

22.04.2015

Nachdem die Basketball Löwen Braunschweig schon am vergangenen Wochenende zwei Mal ran mussten, steht ihnen nun Ähnliches bevor: Am Freitag, 24. April (20 Uhr), treten sie bei der BG Göttingen an, ehe sie am Sonntag, 26. April (17 Uhr, Volkswagen Halle), zu Hause TBB Trier empfangen. Das Niedersachsen-Derby in Göttingen ist allerdings von besonderer Brisanz und Spannung geprägt – denn es ist quasi ein „Do-or-die“-Spiel im Playoff-Rennen. Der Grund: Die „Veilchen“ stehen derzeit auf Platz neun und damit einen Rang über den Basketball Löwen, bei jedoch gleicher Bilanz an Siegen und Niederlagen (beide 30:32). Der Tabellenachte MHP RIESEN Ludwigsburg liegt auf Platz acht mit einem Punktekonto von 32:32 und trifft am letzten Spieltag noch auf Göttingen. Damit ist klar: Das Team von Löwen-Trainer Raoul Korner muss bei den Südniedersachsen gewinnen, wenn es sich die Playoff-Chancen erhalten will.


„Wir müssen aber keinen Hehl daraus machen, dass es alles andere als einfach sein wird, gegen Göttingen zu gewinnen. Das haben in dieser Saison schon ganz andere Teams als wir zu spüren bekommen“, sagt Raoul Korner. Der Löwen-Headcoach spricht damit zum einen die eigene Hinrunden-Niederlage (79:81) und die Siege des Aufsteigers gegen den FC Bayern München an, der gleich zwei Mal bezwungen wurde. Meint damit zum anderen aber ebenso die Erfolge der „Veilchen“ gegen die EWE Baskets, die Artland Dragons, die FRAPORT SKYLINERS und die knappen Niederlagen zu Hause gegen ALBA BERLIN (81:86) und die Brose Baskets (86:93).

Ausschlaggebend für die starken Göttinger Auftritte ist laut Raoul Korner das Trio um Spielmacher Khalid El-Amin, Small Forward Alex Ruoff und Power Forward Raymar Morgan. „Alle drei gehören auf ihren Positionen zu den Top-Akteuren in dieser Saison und führen die BG an“, so der Löwen-Trainer weiter. Das liest sich auch in den Statistiken ab: Morgan ist Topscorer der Veilchen und kommt in 22 Spielminuten im Schnitt auf 16 Punkte und 5,9 Rebounds. Der vielseitige Ruoff legt 14,8 Punkte, vier Rebounds und 5,2 Assists auf, während Routinier El-Amin auf 14,4 Zähler sowie 4,9 Assists kommt. Eine weitere Stärke neben ihrer Produktivität ist, dass sie das Spiel der BG sehr variabel machen, da alle drei auf mehr als nur einer Position spielen können. Dies trifft auch auf weitere Spieler in der 10er-Rotation von Trainer Johan Roijakkers zu, wie zum Beispiel auf Power Forward Harper Kamp (10,1 Punkte), der auch als Center spielen kann oder Small Forward David Godbold (8,1 Punkte, 4,4 Rebounds), der ebenso auf der Guard-Position Akzente setzt.

Dennoch gilt das Hauptaugenmerk dem genannten Trio um El-Amin, Ruoff und Morgan. Und Raoul Korner ist davon überzeugt eine gute Siegchance zu haben, „wenn es uns gelingen sollte, zwei von ihnen zu kontrollieren.“ Sicherlich stellt dies eine große Herausforderung dar, doch soll dies mit den Fans im Rücken gelingen. Insgesamt machen sich am Freitag etwa 200 Löwen-Anhänger auf den Weg nach Göttingen, um ihr Team in diesem Entscheidungsspiel zu unterstützen. Etwa die Hälfte davon reisen mit zwei von den Löwen-Partnern Volkswagen Financial Services AG und PSD Bank Braunschweig eG gesponserten Reisebussen an.

Am Sonntag Heimspiel gegen TBB Trier

Die volle Unterstützung der Fans ist allerdings auch zwei Tage später gefragt. Am Sonntag empfangen die Basketball Löwen vor heimischer Kulisse die TBB Trier, die in den vergangenen Wochen sehr turbulente Zeiten erlebte. Nachdem der Club einen Insolvenzantrag stellen musste, wurden ihm vom Lizenzligaausschuss zwei Punkte wegen des Verstoßes gegen das Lizenzstatut und vier Punkte wegen der Einreichung des Insolvenzantrages abgezogen. Damit sind die Gäste auf den 17. Tabellenplatz abgerutscht und kämpfen seitdem um den Klassenerhalt. Wenn sie am Sonntag in der Volkswagen Halle antreten, könnten sie bereits als Absteiger feststehen, sofern sie ihre Partie am Freitag gegen ratiopharm ulm verlieren sollten. „Wir wissen jetzt nicht, in welcher Situation Trier dann sein wird und wie sie auftreten werden. Wir rechnen aber mit einem großen Kampf. Daher müssen wir uns in der kurzen Vorbereitung auf diese Partie vollends auf uns besinnen und wollen mit voller Konzentration in das Spiel gehen“, macht Raoul Korner deutlich.

Die Trierer haben zuletzt auswärts bei Phoenix Hagen (70:77) gewonnen, und sich damit die Hoffnung auf den Nicht-Abstieg bewahrt. Sie haben seit der Bekanntgabe über die beantragte Insolvenz und die fast unmögliche Mission Klassenerhalt nicht aufgegeben – auch nicht nachdem ihr Leistungsträger und Center Vitalis Chikoko (12,3 Punkte, 5,2 Rebounds) vor wenigen Wochen nach Italien in die Serie A gewechselt ist. Außer ihm hat aber sonst kein weiterer Spieler den Club verlassen. Das heißt Topscorer Ricky Harris (13 Punkte) ist ebenso noch an Bord wie Forward Jermaine Bucknor (10 Punkte/4,5 Rebounds) und der ehemalige Braunschweiger Jermaine Anderson (9,7). Die beiden letztgenannten bilden nicht nur die wurfstarke kanadische Achse (Bucknor trifft 46 Prozent Dreier, Anderson 40,6 Prozent), sondern geben dem zweitjüngsten Team der Liga als Routiniers Führung auf dem Parkett.

Tickets für das Heimspiel gegen TBB Trier sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über die Ticket-Hotline unter 0531-7017288 und online im Ticket-Shop erhältlich.


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