News

Center und Kapitän Kyle Visser durfte sich an seinem Geburtstag gleich über drei Dinge freuen: 1. den Sieg, 2. ein Geburtstagsständchen der Fans und 3. seine eigenen 20 Punkte. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Mit starker Trefferquote zum 88:80-Sieg über medi bayreuth

19.10.2014

Es hätte kein besseres Geburtstagsgeschenk für den Basketball Löwen Braunschweig-Kapitän Kyle Visser geben können: Er und sein Team haben am heutigen Sonntag, 19. Oktober, mit 88:80 (49:33) medi bayreuth bezwungen. 2248 Zuschauer in der Volkswagen Halle sahen dabei eine starke erste Braunschweiger Halbzeit, in der die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner hochprozentig traf und sich einen 20-Punkte-Vorsprung erspielte. In der zweiten Halbzeit wurde die Begegnung noch einmal eng. Allerdings trafen die Braunschweiger Korbjäger in der entscheidenden Phase wieder ihre Würfe und konnten so das Spiel für sich entscheiden. Insgesamt versenkten Trent Lockett & Co. 54 Prozent ihrer Dreier. Beste Löwen-Punktesammler waren Dru Joyce mit 23 und Kyle Visser mit 20 Zählern.


Mit einem krachenden Dunking erzielte Tim Abromaitis die ersten Braunschweiger Punkte in dieser Partie, die in den Anfangsminuten einem offenen Schlagabtausch glich. Während die Basketball Löwen Center und Geburtstagskind Kyle Visser immer wieder gut in Szene setzten, waren die Bayreuther eher aus der Distanz erfolgreich. Aber auch Löwen-Guard Nicolai Simon zeigte sein Wurfhändchen und netzte einen Dreier zum 12:10 ein (6. Minute). Diese Punkte waren der Beginn eines 10:0-Laufs. Und als Trent Lockett kurz darauf zum Korb zog und den Ball trotz unsportlich gepfiffenen Fouls versenkte, waren die Löwen-Basketballer nach einem Freiwurf auf 22:12 enteilt (9. Minute). Mit dieser Zehn-Punkte-Führung, einer hohen Trefferquote aus dem Feld (64 Prozent) und beim Stand von 27:17 ging es in das zweite Viertel.

Hier machte die Korner-Mannschaft so fokussiert weiter, wie zuvor. Offensiv lief der Ball gut und defensiv verteidigten Immanuel McElroy & Co. stark, so dass die Gäste nur schwer gute Wurfoptionen fanden. Folgerichtig bauten die Basketball Löwen nach Punkten des jetzt aufdrehenden Dru Joyce ihren Vorsprung auf 36:21 aus (13. Minute). Die Braunschweiger diktierten das Geschehen, während Bayreuth sich an der Zonenverteidigung der Löwen die Zähne ausbiss und durch zu viele Ballverluste sowie schlechte Würfe keinen Rhythmus fand. Als der starke Dru Joyce einen weiteren Dreier durch die Reuse warf, waren er und sein Team auf 45:25 davongezogen (18. Minute). Zwar konnte medi bayreuth bis zur Halbzeitpause etwas vom Vorsprung abknabbern, jedoch verließen die Basketball Löwen das Spielfeld immer noch mit einer komfortablen Führung von 49:33.

Mit Beginn des dritten Viertels ließ das Korner-Team in Sachen Intensität nicht nach. Allerdings fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten nach zwei Drei-Punkte-Spielen auf 54:43 verkürzen (24. Minute). Ein Dreier von Immanuel McElroy, ein erfolgreicher Mitteldistanzwurf von Derrick Allen und ein Freiwurf von Trent Lockett stellten zunächst wieder klare Verhältnisse her (60:45). Dennoch blieb es dabei: medi bayreuth wirkte in dieser Phase deutlich griffiger als in der ersten Halbzeit. Und weil die hohe Trefferquote der Basketball Löwen aus den Vierteln zuvor nun etwas sank, kamen die Gäste Stück für Stück heran (64:59). Ein Dreier von Nicolai Simon kurz vor Ende des Viertels kam genau zur rechten Zeit, und somit ging es mit 67:61 in den letzten Spielabschnitt.

Der Sechs-Punkte-Vorsprung der Basketball Löwen war nach zwei Minuten dahingeschmolzen und die Gäste sogar in Führung gegangen (67:68, 32. Minute). Doch auch wenn es der Korner-Mannschaft jetzt an der Sicherheit in ihren Aktionen aus der ersten Halbzeit fehlte, so holten sie sich mit einer guten Verteidigung etwas Selbstvertrauen zurück und drehten das Spiel nach Punkten durch Kyle Visser und Dru Joyce wieder (72:68, 33. Minute). Diese knappe Führung konnten Lockett und Kollegen für einige Minuten halten, obwohl Kyle Visser mit vier Fouls auf der Bank saß. Doch die Bayreuther spielten jetzt viel über ihre athletischen Big Men und konnten auf diese Weise den 76:76-Ausgleich herstellen. Die Basketball Löwen behielten aber die Nerven und spielten erneut eine Führung heraus (80:76, 39. Minute). Die ließen sie sich bis zum Schlusspfiff nicht mehr nehmen, warfen sicher von der Freiwurflinie und brachten so den 88:80-Sieg nach Hause.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Danke für die Glückwünsche. Auch unsere Mannschaft hat zwei Gesichter gezeigt. Wir haben die erste Halbzeit dominiert und kontrolliert. Wir sind aber nicht so aus der Kabine gekommen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir hatten zu Beginn des dritten Viertels gleich Ballverluste und damit schlich sich Verunsicherung ein. Wir haben uns in ein Loch begeben, jedoch war der Vorsprung zum Glück so groß, dass es am Ende noch reichte. Bayreuth hat viel in die Aufholjagd investiert. Und wir wissen, dass das Kraft kostet. Ich denke, am Ende hat Bayreuth ein Quäntchen Energie gefehlt. In dieser Phase haben wir jedoch gut rotiert und wichtige Würfe getroffen.

Michael Koch (medi bayreuth): Zunächst einmal meinen Glückwunsch an Raoul Korner und sein Team zum unterm Strich wohl verdienten Sieg. Wir haben heute zwei Gesichter gezeigt. In der ersten Halbzeit waren wir sehr verschlafen, sind aber in der zweiten Halbzeit deutlich aggressiver und cleverer gewesen. Leider haben wir in einer wichtigen Phase wieder den Faden verloren. Wir haben da erneut unsere Würfe nach außen verlagert und die fielen nicht rein. Auf diese Weise haben wir schlussendlich das Spiel abgegeben.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Visser 20 (7 Rebounds), Joyce 23 (4 Assists), Allen 7, Pluskota, Abromaitis 15 (6 Rebounds, 4 Assists), Adler n.e., McElroy 3 (5 Assists), Lockett 14 (6 Rebounds), Simon 6.

medi bayreuth: Brembly 8 (5 Rebounds), Palyza 3, Bailey 8, McCrea 16 (8 Rebounds), Bowman 15, Zeis, Schmitz, Heyden, Hughes 17 (4 Assists), Burrell 13 (6 Rebounds).


DatenschutzImpressum