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Mit neuem Selbstvertrauen gegen die LTi GIESSEN 46ers

29.11.2012

Zum elften Spieltag der Beko Basketball Bundesliga empfangen die New Yorker Phantoms am Samstag, 1. Dezember, die LTi GIESSEN 46ers in der Volkswagen Halle (Tip-Off: 19.30 Uhr) und verfolgen dabei eine klare Mission: „Wir haben in dieser Saison meistens sehr gut gegen die Teams gespielt, die einen höheren Etat als wir haben und damit auch der Favorit in den Begegnungen waren. Doch nun müssen wir auch in den Spielen eine konstante und gute Leistung zeigen, in denen wir leicht favorisiert sind“, sagt Co-Trainer Kostas Papazoglou mit Blick auf die Partie gegen den aktuellen Tabellenletzten.


Der Triumph vom letzten Wochenende beim FC Bayern München könnte dabei helfen, denn der Sieg war laut Kostas Papazoglou wichtig für die Psyche und das Selbstvertrauen. Nach mehreren Spielen, in denen die Mannschaft am Ende leistungsmäßig abgefallen ist, ist dies in München nicht passiert. „Wir konnten unser Niveau halten und haben gesehen, dass so auch ein Sieg gegen ein Top-Team möglich ist“, sagte der Co-Trainer. Doch einen ausschweifenden Jubel anlässlich dieses Sieges habe es nicht gegeben. Stattdessen habe man bereits eine Stunde nach dem Spiel über den nächsten Gegner aus Gießen gesprochen und frühzeitig angefangen, die wichtige Samstagspartie in den Mittelpunkt zu rücken. Nicht ohne Grund: Zum einen soll eine weitere Niederlage gegen ein schlechter platziertes Team vermieden werden. Und zum anderen haben die LTi GIESSEN 46ers am letzten Spieltag gezeigt, wozu sie im Stande sind. Nach acht Niederlagen in Folge gelang den Hessen mit einem 88:79-Sieg über die Telekom Baskets Bonn der Befreiungsschlag. Und das ausgerechnet nachdem ihr zweitbester Punktesammler Jimmy Baxter (14,6 Punkte pro Spiel) bis auf weiteres suspendiert wurde.

„Wir können nicht beurteilen, inwieweit die Gießener Mannschaft durch die Beurlaubung von Jimmy Baxter eventuell noch enger zusammen gerückt ist. Aber wir erwarten auf jeden Fall ein Team, das nach dem Sieg über Bonn mit Selbstvertrauen hier anreisen wird“, sagt Kostas Papazoglou. Unbestritten sei zudem, dass das Team von LTi 46ers-Trainer Mathias Fischer auch ohne Jimmy Baxter über eine starke Offensive verfügt. Und damit ist allen voran der Topscorer Ryan Brooks gemeint. Der Guard erzielt 16,9 Punkte im Schnitt bei einer beachtlich hohen Trefferquote aus dem Feld: 60,2 Prozent seiner Zwei-Punkte-Würfe und 50 Prozent seiner Dreier finden ins Ziel. Aber auch Power Forward LaQuan Prowell legt 13,6 Punkte und 4,8 Rebounds pro Spiel auf und beeindruckte am letzten Spieltag mit seiner Saisonbestmarke von 22 erzielten Punkten.

Hinter Prowell kommen der erfahrene Center Elvir Ovcina und Dijuan Harris jeweils auf 9,8 Zähler im Schnitt. Der Gießener Spielmacher agierte gegen Bonn sehr stark und erzielte nach fünf schwächeren Partien 21 Punkte, die er noch mit sechs Assists toppte. „Harris ist vielleicht der schnellste und explosivste Spieler der Liga. Neben Brooks und Prowell werden wir auf ihn besonders aufpassen müssen und versuchen, seine schnelle Transition wie auch Kreativität zu unterbinden“, warnt Kostas Papazoglou, der mit Blick auf Samstag betont: „Wir hatten eine intensive und sehr konzentrierte Trainingswoche. Wir haben gemerkt, dass durch den Sieg in München so etwas wie ein „Push“ durch die Mannschaft gegangen ist. Jeder war bereit, sehr viel zu investieren und ist absolut fokussiert auf das Spiel gegen Gießen.“

Doch trotz der insgesamt positiven Stimmung bleibt ein Wermutstropfen: Cheftrainer Kostas Flevarakis konnte in der Vorbereitung auf das Spiel erneut nicht aus dem Vollen schöpfen. Topscorer Casey Mitchell ist grippal angeschlagen, Harding Nana laborierte an einer leichten Kniegelenkprellung, konnte aber nach einer kurzzeitigen Trainingspause am heutigen Donnerstag wieder schmerzadaptiert das Training aufnehmen, während Nils Mittmann (Zerrung des Leistennervs) bislang noch gar nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte. Zwar macht der Kapitän der New Yorker Phantoms täglich Genesungsfortschritte, aber hinter seinem Einsatz am Samstag steht dennoch ein großes Fragezeichen. Ebenfalls etwas eingeschränkt trainieren muss Doppellizenzspieler Howard Sant-Roos, der im Training umgeknickt war.

Als Vorgeschmack auf die Partie sollte man sich den November-Rückblick ansehen - und schön bis zum Ende gucken...

 


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