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Mit der Tradition brechen

20.12.2007

Samstag, 22.12.2007, 19:00 Uhr: New Yorker Phantoms – Giessen 46ers

Allerorten steigt die Aufregung. Immerhin weihnachtet es doch mittlerweile sehr, der 24. Dezember, der Heilige Abend, ist schon fast zum greifen nah. Was wohl in diesem Jahr unter dem immergrünen Nadelbaum liegen wird? Diese Frage kann am kommenden Wochenende noch nicht beantwortet werden - und das soll sie auch nicht.


Samstag, 22.12.2007, 19:00 Uhr: New Yorker Phantoms – Giessen 46ers


Allerorten steigt die Aufregung. Immerhin weihnachtet es doch mittlerweile sehr, der 24. Dezember, der Heilige Abend, ist schon fast zum greifen nah. Was wohl in diesem Jahr unter dem immergrünen Nadelbaum liegen wird? Diese Frage kann am kommenden Wochenende noch nicht beantwortet werden - und das soll sie auch nicht. Immerhin steht noch der 14. Spieltag in der Basketball Bundesliga an. Entsprechend fordert Emir Mutapcic, Headcoach der New Yorker Phantoms, absolute Konzentration auf die anstehende Aufgabe, die Partie gegen die Giessen 46ers, das dienstälteste Mitglied der BBL.


Der Traditionsverein geht in seine mittlerweile 41. Erstligasaison. Nach den ersten sieben Spieltagen sah es ganz danach aus, als ob der Club nach dem knappen Klassenerhalt 2006/07 über den Sommer hinweg die Trendwende geschafft hätte. Abgesehen von einer kleinen Auswärtsschwäche heimsten die 46ers drei Siege bei vier Niederlagen ein. Doch dann kam der Einbruch. Eine Schlappe reihte sich an die nächste, und schneller als er schauen konnte, hatte Coach Thorsten Leibenath hintereinander fünf gelbe Spielberichtsbögen überreicht bekommen. Den letzten davon in Bonn, nach einer klaren 71:91-Niederlage auf dem Hardtberg. Am vergangenen Wochenende waren es die Großwildkatzen aus Tübingen, welche die Trotzreaktion der Hessen zu spüren bekamen. Den 90:50-Sieg als Blowout zu beschreiben, kommt der Realität nicht im Geringsten nah. Das, was dieses Giessener Team mit seinen Gästen anstellte, glich einer Demonstration der Stärke in Reinform. Da wurde auf hohem Niveau verteidigt, am offensiven Ende gab es keine Gefangenen und bereits zur Hälfte (43:18) war der König der Tiere herb vom Thron gerissen worden. Die Leibenath-Truppe hatte sich in einen Rausch gespielt. Erst nach dem dritten Viertel (67:29) ließen die Gastgeber die Zügel etwas schleifen, was am Endresultat freilich wenig änderte. Ein Spiel mit „Wir senden ein Zeichen an die Liga“-Charakter, welches in Braunschweig kritisch beobachtet und zur Kenntnis genommen wurde. Sollten die Phantoms nicht gewarnt gewesen sein: Jetzt sind sie es!


Was die Gäste auszeichnet, ist ein ausgeglichener Kader, bei dem fast jeder Spieler den Ausgang einer Partie entscheiden kann. Die Punkteverteilung der einzelnen Akteure liegt eng beieinander. Topscorer Rouven Roessler führt die teaminterne Rangliste mit 15,2 Zählern pro Partie an, gefolgt vom ebenfalls durchschnittlich zweistellig punktenden Trio um Michael Umeh (11, 5 PpS), Corey Rouse (10,3 PpS) und Patrick Sparks (10,1 PpS). Dahinter kommen mit Ed Nelson (9,9 PpS) und Routinier Gerrit Terdenge (9,6 PpS) zwei weitere 46er, die offensiv Akzente setzen können.


Die Hauptaufgabe für Phantoms-Trainer Emir Mutapcic lag in dieser Trainingswoche darauf, den Fokus auf das Spiel zu richten, nicht auf Weihnachten oder die wohlverdiente Winterpause seiner Spieler. „An die Feiertage dürfen wir keinen Gedanken verschwenden“, so Mutapcic. „Wir beschäftigen uns nur mit unserer aktuellen Aufgabe, und die besteht aus den 46ers.“ Aufgrund der Tabellensituation gehen die Braunschweiger als Favorit in die Partie. Diese Rolle gilt es auszufüllen, aber auch an ihr zu wachsen. Mutapcic: „Es ist an uns, diesen Status zu legitimieren. Das geht nur, wenn wir über 40 Minuten konzentriert verteidigen und Druck auf Giessen ausüben. Die 46ers können im Gegensatz zu uns ohne Druck auflaufen – also müssen wir ihn erzeugen.“

 


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