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„Mir ist wichtig, dass mein Team als Einheit funktioniert“

26.05.2012

Kostas Flevarakis wurde gestern als neuer Trainer der New Yorker Phantoms vorgestellt. Gut aufgelegt, aufgeschlossen wirkend und humorvoll präsentierte sich der einen Tag zuvor 43 Jahre alt gewordenen Grieche auf der Pressekonferenz und beantwortete wohlwollend die an ihn gerichteten Fragen. newyorkerphantoms.de hat die Antworten von Kostas Flevarakis notiert. Er gewährt einen Einblick in seine Basketball-Philosophie, seine Ziele und erklärt, weshalb er sich für ein Engagement in Braunschweig entschieden hat. Der Trainer wurde gefragt...


Kostas Flevarakis wurde gestern als neuer Trainer der New Yorker Phantoms vorgestellt. Gut aufgelegt, aufgeschlossen wirkend und humorvoll präsentierte sich der einen Tag zuvor 43 Jahre alt gewordenen Grieche auf der Pressekonferenz und beantwortete wohlwollend die an ihn gerichteten Fragen. newyorkerphantoms.de hat die Antworten von Kostas Flevarakis notiert. Er gewährt einen Einblick in seine Basketball-Philosophie, seine Ziele und erklärt, weshalb er sich für ein Engagement in Braunschweig entschieden hat. Der Trainer wurde gefragt...

...ob er schon etwas von Braunschweig gesehen und seinen Geburtstag (24. Mai) ein bisschen gefeiert hat?

Ich bin am Donnerstag angekommen und hatte seitdem viele Termine. Leider konnte ich aufgrund dessen noch nicht viel von der Stadt sehen, aber das werde ich nachholen. Meinen Geburtstag habe ich demzufolge auch nicht richtig feiern können, zumal ich auch ohne meine Familie angereist bin. Aber wir werden meinen Geburtstag einfach nachträglich etwas feiern, wenn ich wieder zurück in Griechenland bin. Und wenn ich hier erfolgreich arbeiten sollte und meine Ziele erreichen kann, dann wird quasi jeder Tag wie ein Geburtstag sein (lacht).

… warum er sich für Braunschweig entschieden hat?

Mir lagen viele Angebote vor, weniger aus Griechenland sondern mehr aus anderen europäischen Ländern. Aber Oliver Braun hat mir sehr viel Interesse entgegengebracht und mir das Gefühl gegeben, mich unbedingt verpflichten zu wollen. Zudem habe ich feststellen können, dass Oliver Braun viel Basketballverstand und -kompetenz besitzt. Er war selber einmal Spieler und weiß, worauf es ankommt. Das bedeutet mir viel. Zusätzlich hat mich einfach überzeugt, was ich hier gesehen habe. Die Organisation und der Verein erwecken auf mich einen sehr guten Eindruck und es sind gute Strukturen vorhanden. Aber natürlich hat mich auch ein Engagement in der deutschen Liga gereizt. Ich halte die Beko BBL für eine sehr interessante Liga mit viel Entwicklungspotenzial. Für mich ist es daher auch eine positive Herausforderung, ein Teil dieser Entwicklung sein zu können.

…. welche Ziele er in der kommenden Saison verfolgt?

Sportlich muss das Ziel natürlich lauten, auch in der kommenden Spielzeit wieder die Playoffs zu erreichen. Ich werde versuchen, das Maximum aus der Mannschaft rauszuholen, damit dies erneut möglich sein wird. Was mich persönlich anbelangt liegt mein Ziel darin, eine Mannschaft zu formen, in der jeder für jeden kämpft und alle an einem Strang ziehen. Was man zum Erfolg benötigt, ist ein gemeinsamer Spirit. Und wenn es mir gelingen sollte, aus dem Team eine Art Familie zu bilden, dann werden das gute Voraussetzungen für eben diesen Erfolg sein. Mein Ziel muss laut: trainieren, kämpfen und siegen. Gelingt das, werde ich zufrieden sein.

… wie er seine Basketballphilosophie beschreiben würde? 

Wie gesagt: mir ist wichtig, dass mein Team als Einheit funktioniert. Wir müssen vor allen Dingen zusammen spielen und kämpfen und gemeinsam für den Erfolg arbeiten. Neben einem guten Mannschaftsspiel ist mir aber auch eine funktionierende Verteidigung sehr wichtig, denn die gewinnt Spiele. Wichtig für meine Philosophie sind auch Charaktere, die an sich und den Erfolg glauben. Ich mag solche Typen einfach und weiß aus der Erfahrung, dass sie immer alles für den Gesamterfolg geben werden.

… worin er den Unterschied zwischen dem griechischen und deutschen Basketball festmacht?

Ich würde sagen, dass der griechische Basketball etwas langsamer ist und eher auf Taktik basiert, während hier in Deutschland mehr die Athletik und Tempo-Spiele im Vordergrund stehen. Der Ball läuft hier schneller und es geht wesentlich mehr hoch und runter. Aber ich habe ja schon in Ländern außerhalb Griechenlands trainiert, weshalb mir diese Spielweise, wie sie hier in Deutschland praktiziert wird, keinesfalls fremd ist.

… ob er vorher schon einmal von Braunschweig gehört hat?

Braunschweig ist mir wahrhaftig nicht komplett fremd gewesen. Allerdings war es mir eher durch den Fußball ein Begriff (lacht). Aber in Hannover leben auch Verwandte von mir, so dass ich Braunschweig auch dadurch schon kannte. Gesehen hatte ich die Stadt vorher allerdings noch nicht.

… ob seine Familie (Frau und zwei Töchter) mit nach Deutschland kommen wird? 

Wir arbeiten derzeit daran, dass dies klappt. Und ich wünsche mir das natürlich auch. Der Verein ist aktuell dabei, dafür alles in die Wege zu leiten und ist auf der Suche nach Schulplätzen für meine Kinder. Die Chancen stehen also recht gut, dass ich in der kommenden Saison auch meine Familie um mich herum haben werde.

Von Fabienne Buhl


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