News

Michael Umeh: „Werden starken Endspurt abliefern“

07.03.2012

Michael Umeh ist eine von zwei Nachverpflichtungen, welche die New Yorker Phantoms in dieser Saison getätigt haben. Der smarte und wurfstarke Shooting Guard aus Houston (USA) kam aus dem warmen Spanien und hat sich mittlerweile gut in Braunschweig eingelebt. Am Freitag, den 9. März (Tip-Off: 19.30 Uhr), trifft er auf seinen ehemaligen Verein LTi Giessen 46ers. Genau der richtige Zeitpunkt also, um Michael zu einem Interview zu bitten...


Michael Umeh ist eine von zwei Nachverpflichtungen, welche die New Yorker Phantoms in dieser Saison getätigt haben. Der smarte und wurfstarke Shooting Guard aus Houston (USA) kam aus dem warmen Spanien und hat sich mittlerweile gut in Braunschweig eingelebt. Am Freitag, den 9. März (Tip-Off: 19.30 Uhr), trifft er auf seinen ehemaligen Verein LTi Giessen 46ers. Genau der richtige Zeitpunkt also, um Michael zu einem Interview zu bitten...   

Hallo Michael, Du bist seit Mitte Dezember in Braunschweig. Wie fühlst Du dich hier nach diesen drei Monaten?
Michael Umeh: Ich fühle mich wirklich gut und vor allem auch wohl. Ich bin zwar gelegentlich noch damit beschäftigt, mich hier und da an das Team und die Systeme zu gewöhnen, aber es läuft  wirklich sehr gut. 

Was meinst Du mit der Aussage, Dich immer noch ein wenig an die Mannschaft gewöhnen zu müssen?
Michael Umeh: Oh, das klingt nach etwas Schlimmen. Aber so ist das gar nicht gemeint (lacht). Ganz im Gegenteil. Denn es sind nur Kleinigkeiten, von denen ich spreche, die aber auch normal sind, wenn man innerhalb einer Saison von einer Mannschaft zu einer anderen wechselt. Jedes Team arbeitet und funktioniert anders. Und daran muss man sich eben gewöhnen, wie die Systeme, die Stärken der Kollegen etc.

Gibt es etwas an Braunschweig, das Dir bislang besonders gut gefällt?
Michael Umeh: Braunschweig ist wesentlich größer als die Städte, in denen ich zuvor gespielt habe. Und das ist schon ein großes Plus. Meine Freundin und ich haben hier die Möglichkeit, mehr Dinge zu unternehmen oder auch auszugehen. Zudem findet meine Freundin die Schloss-Arkaden wirklich toll. Das ist ein Ort, an dem wir uns häufiger aufhalten.

In Deinem zweiten Spiel, das Du für die New Yorker Phantoms bestritten hast, musstest Du gleich gegen Deinen ehemaligen Verein LTi Giessen 46ers ran. Jetzt trefft ihr am Freitag zu Hause wieder auf die 46ers. Weckt diese Partie bei Dir besondere Emotionen?
Michael Umeh: Ich muss schon gestehen, dass es etwas Besonderes war, als wir in Gießen spielten. Da war ich gespannt und habe mich auf die alten und bekannten Gesichter, die Fans und ehemalige Kollegen wie Maurice Jeffers gefreut. Aber jetzt spielen wir ja zu Hause gegen die 46ers und da werden solche Emotionen sicherlich nicht aufkommen. In diesem Spiel am Freitag geht es nur darum, zu gewinnen.

Stehst Du noch in Kontakt zu Spielern, die Du aus Deiner Zeit in Gießen kennst?
Michael Umeh: Ja, auf jeden Fall. Ich habe noch Kontakt zu Maurice (Jeffers), der aktuell leider verletzt ist. Ich weiß nicht, ob er Freitag hier sein wird. Aber wenn ja, dann freue ich mich, ihn wieder zu sehen. Er ist ein guter Spieler und ich hoffe für ihn, dass seine Verletzung bald überstanden ist. Zudem habe ich noch Kontakt zu Ricky Hickman, der jetzt in Italien spielt und dort einen wirklich super Job macht. Aber auch Obie Trotter ist einer meiner ehemaligen Teamkollegen, mit denen ich immer mal wieder spreche und höre, wie es ihnen so ergeht.

Was glaubst Du, wie die LTi 46ers am Freitag hier auftreten werden? Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass sie aktuell Tabellenfünfzehnter sind und noch um den Klassenerhalt bangen müssen.
Michael Umeh: Für sie zählt jetzt jeder Sieg. Und ich bin mir sicher, dass sie dafür auch alles geben werden. Ich erwarte, dass sie hier mit einer ähnlichen Energie auftreten werden, wie im Hinspiel. Und wir werden erneut alles dafür tun müssen, um sie zu stoppen und nicht ins Laufen kommen zu lassen. Ich erwarte also ein schwieriges Spiel – wie jedes, das jetzt kommt. 

Du hast eben gesagt, dass für die Gießener jeder Sieg zählt. Das Gleiche gilt aber auch in gewisser Hinsicht für Euch. Was hast Du Dir vorgenommen, damit Ihr in den kommenden fünf Spielen vielleicht so etwas wie eine Siegesserie starten könnt und den Playoffs somit einen großen Schritt näher kommt? 
Michael Umeh: Es gibt keine speziellen Dinge, die ich versuchen werde, umzusetzen. Vielmehr geht es für mich darum, viel Energie auf das Spielfeld zu bringen, eine gute Verteidigungsleistung abzurufen und die Spieltaktik umzusetzen. Zudem arbeite ich an mehr Konstanz in meinem eigenen Spiel. Generell werde ich das tun, was die Coaches von mir verlangen und was nötig ist, um die Spiele zu gewinnen. Aber ich bin mir grundsätzlich sehr sicher, dass wir die Saison stark abschließen werden.

Was macht Dich da derart sicher?
Michael Umeh: Auch wenn wir in den vergangenen Wochen nicht immer glücklich ausgesehen haben, so haben wir dennoch eine sehr starke Mannschaft, die in der Lage ist, jeden Gegner zu schlagen. Wir hatten in Ulm eine große Chance und haben dort leider eine 13-Punkte-Führung verspielt. Aber wir wissen, dass wir hätten siegen können. Wir müssen jetzt insgesamt nur etwas beständiger werden, damit wir solche Spiele auch für uns entscheiden. Aber wir haben Spieler im Team, die genau wissen, was jetzt zu tun ist. Und das macht mich auch so sicher, dass wir einen starken Endspurt abliefern werden.

Interview: Fabienne Buhl


DatenschutzImpressum