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Mer losse de Punkt’ en Kölle

06.01.2008

  Köln 99ers - New Yorker Phantoms  
  71:65 (17:22, 18:13, 14:12, 22:18)  
   

Den New Yorker Phantoms war am Samstagabend nur wenig nach rheinischem Frohsinn zumute. Denn sie waren die gut 350 Kilometer in die Domstadt gereist, um von dort zwei Meisterschaftspunkte zu entführen. Doch die Köln 99ers hatten andere Pläne und durchkreuzten damit die der niedersächsischen Gäste.


 

Köln 99ers - New Yorker Phantoms

 

 

71:65 (17:22, 18:13, 14:12, 22:18)

 

 

 

Den New Yorker Phantoms war am Samstagabend nur wenig nach rheinischem Frohsinn zumute. Denn sie waren die gut 350 Kilometer in die Domstadt gereist, um von dort zwei Meisterschaftspunkte zu entführen. Doch die Köln 99ers hatten andere Pläne und durchkreuzten damit die der niedersächsischen Gäste. Der Start ins Jahr 2008 verlief mit der 65:71-Niederlage der von Emir Mutapcic trainierten Trupp etwas holprig, doch sollte dieser kleine Rückschlag nur zusätzliche Motivation sein, um sich in den kommenden Wochen noch stärker auf die guten Vorsätze „Konstanz“ und „Teamplay“ zu fokussieren.


Dabei hatte die Partie so gut angefangen. Als kleinen Gruß aus der ehemaligen Heimat blockte Andrew Drevo beim ersten Kölner Angriff Ex-Braunschweiger Milko Bjelica, um die Phantoms im direkten Gegenzug in Führung zu bringen. Die Mannen von Coach Sasa Obradovic ließen sich davon jedoch nicht allzu sehr beeindrucken und konterten postwendend, wodurch sich früh eine offene Begegnung entwickelte (7:6, 3. Minute). Erst als Drevo und Co. das offensive Geschehen stärker in die Zone legten konnten sie sich etwas absetzen (7:12, 5. Minute). Da die Phantoms am Brett hochprozentig abschlossen (9/11 im ersten Viertel) sollte die Differenz bis zum Ende des ersten Abschnitts halten (17:22).


Die Obradovic-Schützlinge zogen merklich die Defensiv-Schrauben an. Auch beim Rebound – bis dahin eine ausgeglichene Angelegenheit – sicherten sich die Hausherren leichte Vorteile. Allein in den zehn Minuten vor der Pause griffen sich die 99ers sechs Abpraller am offensiven Brett und eröffneten der Mannschaft zweite Wurfchancen. Zunächst schlug jedoch Braunschweig Kapital von einem guten Angriffsrhythmus. Immer wieder drangen die Außenspieler in die Zone ein und schlossen aus kurzer Entfernung ab, oder steckten auf die freiwerdenden Center durch (26:35, 15. Minute). Als Köln nach einer Auszeit die Räume am Brett dicht machte und Würfe aus der Distanz nicht zum Ziel fanden setzten die 99ers zu einem 9:0-Lauf an, welcher erst durch den Halbzeitpfiff gestoppt wurde (35:35).


Hatten die Rheinländer mit ihrer Verteidigung der Partie einen neuen Ton verliehen, so stießen die Gäste nach dem Seitenwechsel ins gleiche Horn. Einfache Zähler wurden zur Mangelware. Auch wenn Köln nach wie vor die Rebound-Hoheit innehatte: es blieb intensiv und eng (49:47).

Elf Dreierversuche hatte Braunschweig bis dahin erfolglos auf die Reise geschickt. Erst zu Beginn des Schlussabschnittes war es Domonic Jones, der für die Phantoms erstmals aus der Distanz traf und mit sieben Zählern in Folge für Wirbel in der Kölner Verteidigung sorgte (54:54, 33. Minute). Als nur wenig später Andrew Drevo ebenfalls von „Downtown“ einnetzte schien der Dreier-Bann gebrochen (58:57, 35. Minute). Ein Trugschluss, denn es war Köln vorbehalten die „Big Points“ zu machen, während Steven Wright nach einem Schlag auf den Hüftknochen vom Feld musste. Fünf schnelle Punkte von Immanuel McElroy – mit einem Dreier als Krönung – besorgten dann die Vorentscheidung für den bis dato Tabellenachten (71:62, 40. Minute). In den knapp 40 verbleibenden Sekunden erholte sich das Mutapcic-Team nicht mehr von diesem Schock, auch wenn Anthony Coleman ein letztes Mal von jenseits der 6,25m-Linie traf.

Die New Yorker Phantoms Braunschweig verlieren bei den Köln 99ers mit 65:71 und lassen zwei wichtige Meisterschaftspunkte in der Domstadt.

Für die Niederlage hatte Emir Mutapcic nach der Partie zwei entscheidende Faktoren ausgemacht. „Wir haben weniger Rebounds geholt und von außen keine Würfe getroffen. Das Spiel war lange Zeit offen, aber in den letzten drei Minuten war es eine Nuance, die uns den Sieg gekostet hat“, analysierte der Phantoms-Coach. Über die gesamte Distanz sammelte Braunschweig 30 Rebounds (Köln: 42) und traf lediglich drei von 20 Dreiern (Köln: 6/17). Mutapcic: „Insgesamt können wir jedoch zufrieden sein, wie wir gegen eine der besten deutschen Mannschaften gespielt haben. Die ersten 15 Minuten waren sogar sehr gut, ehe Köln seine wahre Klasse gezeigt hat und es bis ins letzte Viertel eng blieb.“


New Yorker Phantoms:

Wright (2), Levy (12), Allen (12), Visser (10), Drevo (9/1), Stückemann, Jones (15/1), Cain, Coleman (5/1)


Köln 99ers:

Nadjfeji (10/1), Bjelica (17/1), Bailey (4), Kesselj (2), Schwethelm, Sinanovic (2), McElroy (18/3), Nikagbatse (10/1), Idbihi (8)

 


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