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Matchball zum Klassenerhalt

12.04.2013

In ihrem vorletzten Auswärtsspiel der Saison 2012/13 treffen die New Yorker Phantoms Braunschweig auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, den aktuellen Tabellensiebzehnten Neckar RIESEN Ludwigsburg. Die Begegnung am morgigen Samstag, 13. April (19.30 Uhr), in der MHP-Arena ist für die Braunschweiger Korbjäger nach ihrem Überraschungscoup über ALBA BERLIN (84:80) gleichbedeutend mit dem ersten Matchball zum Klassenerhalt.


„Der Sieg über ALBA BERLIN war enorm wichtig für die Mannschaft und unsere aktuelle Situation. Dass wir das Spiel gewonnen haben, hat noch einmal Kräfte freigesetzt, die wir am Samstag in Ludwigsburg auf jeden Fall benötigen werden. Alle Spieler sind hungrig auf einen Sieg und haben das auch in den vergangenen Trainingseinheiten gezeigt“, sagt New Yorker Phantoms-Headcoach Kostas Flevarakis.

Besondere Motivation für Kapitän Nils Mittmann & Co. dürfte dabei sein, dass ein Sieg bei den RIESEN gleichbedeutend mit dem Braunschweiger Klassenerhalt wäre. Da sich die Situation für die Ludwigsburger bei einer Niederlage hingegen richtig schwierig gestaltet, und sie dann nur noch theoretische Chancen auf den Ligaverbleib hätten, sind die New Yorker Phantoms auf einen harten Kampf und ein Höchstmaß an Gegenwehr der RIESEN eingestellt.

Wie schwierig es selbst ungeachtet der beschriebenen Situation jedoch mit einem Sieg für die Braunschweiger Korbjäger in der MHP-Arena werden wird, zeigt ein Rückblick auf das Hinspiel. Das haben die New Yorker Phantoms zwei Tage vor Heilig Abend knapp mit 77:75 in der Volkswagen Halle gewonnen, obwohl sie zur Halbzeit bereits mit 13 Punkten zurücklagen. Der frisch gekürte „beste deutsche Nachwuchsspieler“ und „Most Improved Player“ der Beko BBL-Saison 2012/13 Dennis Schröder avancierte damals mit 20 Punkten zum Braunschweiger Topscorer, sein Gegenüber Kammron Taylor kam ebenfalls auf 20 Zähler. Taylor ist mittlerweile nicht mehr im Kader der Neckar RIESEN vertreten, selbiges gilt auch für Center David Weaver. Beide mussten gehen nachdem John Patrick (ehemals Göttingen und Würzburg) im Januar Steven Key abgelöst und den Posten des Headcoach übernommen hatte. Patrick durfte damals noch einmal einkaufen gehen und hat Forward Marqus Blakely, Big Man Eric Coleman und Guard Lawrence Westbrook verpflichtet. Da Westbrook nach nur vier Spielen über Kniebeschwerden klagte wurde kurz vor Ablauf der Transferperiode noch Spielmacher Derrick Zimmerman unter Vertrag genommen.

Blakely, Coleman und Zimmerman gehören mit zu den wichtigsten Stützen im RIESEN-Team. Während Coleman (12 Punkte/5,7 Rebounds) und Blakely (11,8 Punkte/6 Rebounds) zusammen mit Center John Turek (14 Punkte/6,1 Rebounds) und Scharfschütze Lucca Staiger (11,6 Punkte) das Quartett der Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute bilden, steuert Zimmerman 8,7 Punkte, 4,9 gefangene Abprallern und 4,3 Assists pro Spiel bei und demonstriert damit seine Allround-Fähigkeiten. Die Guards Joshua Jackson (9,6 Punkte, 42 Prozent Dreier) und Wayne Bernard (7,7 Punkte) sind weitere wichtige Spieler im System von John Patrick.

Die Ludwigsburger haben genauso wie die New Yorker Phantoms von den letzten fünf Spielen nur eins gewonnen, bewiesen jedoch beim 82:75-Sieg über die Artland Dragons ihre Heimstärke. Zudem waren sie bei ihren letzten Niederlagen in Berlin, Oldenburg und Hagen lange Zeit gut im Spiel, ehe sie am Ende den Kürzeren zogen. In den vergangenen drei Spielen war die Offensiv-Reboundstärke der RIESEN besonders auffällig. Knapp 16 Abpraller am gegnerischen Brett sammelten sie ein. „Neben ihrer guten Verteidigung ist das definitiv ein weiterer Aspekt, dem wir in der Vorbereitung auf das Spiel besondere Beachtung geschenkt haben. Sie haben einen sehr athletischen und physisch starken Frontcourt, den wir kontrollieren müssen. Im Spiel gegen Berlin ist uns das sehr gut gelungen. Und eines unserer Ziele wird darin bestehen, das morgen in ähnlicher Manier zu tun“, sagt Kostas Flevarakis, der sich heute Morgen um 10 Uhr zusammen mit der Mannschaft auf den langen Weg nach Ludwigsburg begeben hat.


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