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Löwen verlieren deutlich in Bamberg – Sonntag nächstes Spiel in Tübingen

22.04.2016

Für die Basketball Löwen Braunschweig gab es am Freitag, 22. April, nichts beim Tabellenführer Brose Baskets in Bamberg zu holen, sie verloren deutlich mit 66:92 (28:55). Nachdem das Team von Headcoach Raoul Korner beim Comeback von Josh Gasser zur Halbzeit bereits deutlich gegen die überlegenen Bamberger zurücklag, wollten die Löwen laut Raoul Korner „in der zweiten Spielhälfte Schadensbegrenzung betreiben“ – was ihnen auch gelang. Dabei gab der Löwen-Trainer seinen Bankspielern viel Spielzeit, die sie gut nutzten. Vor allem Robin Amaize stach heraus und wurde Braunschweiger Topscorer mit 12 Punkten. Auf Bamberger Seite war Daniel Theis mit 13 Zählern am erfolgreichsten. Bereits am Sonntag, 24. April, treten die Löwen zu ihrer nächsten Auswärtspartie an. Dann treffen sie um 19 Uhr in Tübingen auf die WALTER Tigers.


Die Löwen, bei denen Jermaine Anderson für den ins Team zurückgekehrten Josh Gasser aussetzte, machten zu Beginn viel Druck auf Bambergs Aufbau und klauten dem Gegner mehrmals den Ball. Doch an der Anzeigetafel wollte sich das nicht in Form von Punkten bemerkbar machen, weil die Abschlüsse bei den Löwen zu selten passten. Anders sah das beim Tabellenführer aus. Der ließ sich trotz der anfänglichen Unsicherheiten im Spielaufbau nicht beirren und traf mit fortlaufender Spieldauer immer mehr nach Belieben (79 Prozent aus dem Feld). Beim Rückstand von 4:16 nahm Raoul Korner eine Auszeit, woraufhin den Löwen auch ein, zwei Stopps gelangen. Eigene Punkte blieben aber dennoch Mangelware, wenngleich Sid-Marlon Theis und Amin Stevens in den letzten Sekunden des ersten Viertels zum 12:26 aus Löwen-Sicht trafen.

Raoul Korner ließ seine Bankspieler jetzt viel zum Einsatz kommen. Und so war es Martin Bogdanov vorbehalten, fünf Zähler für die Löwen zu erzielen. Der Löwen-Spielmacher war in dieser Phase einer der Wenigen, der traf. Doch grundsätzlich taten sich die Braunschweiger weiterhin schwer, gegen die Bamberger Verteidigung zu Punkten zu kommen. Die Gastgeber hingegen blieben überlegen und nutzten die Fehler und das Doppeln der Löwen in der Verteidigung immer wieder erfolgreich aus. Zwangsläufig geriet das Korner-Team in einen immer höheren und sehr deutlichen Rückstand, steckte aber nicht auf. Vor allem Robin Amaize und Amin Stevens sorgten in der Endphase vor der Pause noch für Punkte und stellten das 28:55 zur Halbzeit her.

Die Löwen begannen das dritte Viertel wieder mit ihrer Startformation und gestalteten die ersten Minuten dieses Spielabschnitts ausgeglichen. Nach fünf Minuten hatten beide Teams jeweils acht Punkte erzielt, allerdings kassierte Derek Needham auch das vierte Foul und musste erst einmal wieder auf die Bank. Das tat dem nun besseren Löwen-Rhythmus aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Denn das Korner-Team agierte hinten wie vorne bissiger wie auch entschlossener und nutzte nun auch seine durch die Defensive erarbeiteten Chancen. Die Löwen kamen in diesem Viertel auf 23 Punkte, während die Brose Baskets nur 17 Zähler markierten. Dementsprechend ging es mit einem Rückstand von 51:72 in die letzten zehn Minuten.

Nachdem Bambergs Headcoach Andrea Trinchieri in der Viertelpause seinen Unmut zum Ausdruck gebracht hatte, machte seine Mannschaft zurück auf dem Parkett mehr Druck und zog wieder weiter davon. Beim Stand von 55:86 griff Raoul Korner zur Auszeit, um seiner deutschen Garde, die jetzt mit Josh Gasser auf dem Feld stand, noch einmal Mut einzuimpfen. Daraufhin erzielte der US-Amerikaner in seinem Comeback auch seine ersten zwei Punkte in dieser Partie, auf die Robin Amaize weitere folgen ließ. Amaize war auf Braunschweiger Seite einer der großen Aktivposten in dieser Begegnung und zog auch zum Ende hin ein ums andere Mal erfolgreich zum Korb. An der deutlichen Niederlage konnte seine gute Vorstellung aber nichts ändern.

Die Viertel im Überblick: 26:12, 29:16, 17:23, 20:15.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch zum hochverdienten Sieg. Es war ein wenig so, wie wenn man mit einem Dreirad gegen einen Formel 1 Renner antritt. Das Spiel geriet etwas auf die schiefe Ebene und Bamberg war klar überlegen. Sie haben sehr gut getroffen und wir hinten zu viele Fehler gemacht. In der zweiten Hälfte wollten wir Schadensbegrenzung betreiben, es war klar, dass wir die Partie nicht mehr hoch gewinnen würden. Also haben wir Kräfte geschont und eine tiefe Rotation gespielt. Ich wollte etwas von meinen jungen deutschen Spielern sehen und sie haben eine gute Leistung gezeigt. Wir haben bis zum Ende gekämpft und konnten die zweite Halbzeit gewinnen, auch wenn Bamberg natürlich nachgelassen hat. Wir haben gekämpft und nicht aufgesteckt.

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): Große Anerkennung für Braunschweig und welchen Basketball sie mit ihren Möglichkeiten spielen. Sie spielen eine solide Saison. Wir haben eine tiefe Rotation benutzt und wollten jeden in einen guten Rhythmus bringen. In der ersten Hälfte ist uns das gut gelungen, in der zweiten Halbzeit haben wir diesen Rhythmus etwas verloren, aber letztendlich unseren Job gemacht.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz,Nash 6 (6 Rebounds), Bogdanov 8, Theis 3, Needham 8, Stevens 11, Grant 4, Amaize 12 (5 Assists), Adler 4, Gasser 2, Simon 2, Frease 6.

Brose Baskets: Melli 12 (6 Rebounds), Zisis 11 (4 Assists), Nikolic 3, Staiger 3, Theis 13 (6 Rebounds), Strelnieks 8 (4 Assists), Obst, Harris 12, Miller 12, Heckmann 5, Idbihi 3, Radosevic 10.

Boxscore zum Spiel


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