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Tim Abromaitis war auch im letzten Saisonspiel Topscorer für die Basketball Löwen. Foto: Ingo Hoffmann

Löwen siegen und beenden Saison auf neuntem Platz

30.04.2015

Mit einem deutlichen und souveränen 87:66 (42:38) haben die Basketball Löwen Braunschweig ihre letzte Partie am heutigen Donnerstag (30. April) gegen Phoenix Hagen gewonnen und die Saison damit auf dem guten neunten Platz beendet. In der ersten Halbzeit tat sich das Team von Löwen-Trainer Raoul Korner noch etwas schwer, sich vor 2364 Zuschauern in der Volkswagen Halle vom Gegner abzusetzen. Doch mit Beginn der zweiten Spielhälfte kontrollierten die Löwen-Basketballer zunehmend mehr das Geschehen und boten auch spektakuläre Aktionen für's Auge. Vier Spieler punkteten bei den Braunschweigern, die erneut ohne den verletzten Trent Lockett spielten (Handgelenkprobleme), zweitstellig. Tim Abromaitis avancierte dabei einmal zum Topscorer mit 23 Punkten. Für die Gäste war Dino Gregory mit 16 Zählern am erfolgreichsten.


Die Partie begann nicht wie das Offensiv-Feuerwerk, was einige vielleicht erwartet hatten. Beide Teams brauchten etwas Anlaufzeit, bis sie in Fahrt kamen. Doch nach fast drei gespielten Minuten nahm das Spiel Tempo auf und wurde zu einem offenen Schlagabtausch. Während die Löwen-Basketballer vielfach Kyle Visser unter dem Korb suchten, waren die Hagener vor allem aus der Mitteldistanz erfolgreich. Es war dann allerdings Tim Abromaitis per Dreier, der für den 11:11-Ausgleich sorgte (5. Minute). In dieser Phase verteidigten beide Mannschaften mit wenig Intensität, so dass auf der einen Seite immer wieder Gäste-Forward Dino Gregory zu freien Würfen kam. Auf der anderen Seite zog aber auch Immanuel McElroy völlig unbedrängt zum Korb und erzielte das 17:15. Erst zum Viertelende verteidigten die Braunschweiger bissiger und konnten sich dadurch auf 27:18 absetzen.

Mit einem krachenden Dunking aus einem Schnellangriff heraus eröffnete Derrick Allen das zweite Viertel. Der Löwen-Forward stand jetzt mit vier deutschen Spielern zusammen auf dem Parkett. Dabei kreierte Martin Bogdanov freie Würfe für seine Kollegen, die jedoch nicht fallen wollten. Weil die Löwen-Basketballer zudem etwas unkonzentriert agierten und sich Ballverluste leisteten, kamen die Gäste bis auf 31:24 heran (14. Minute). Nach einer Auszeit lief es wieder etwas runder. Zuerst war es Bogdanov, der aus der Mitteldistanz traf und anschließend war Cornelius Adler mit einem Dreier zur Stelle (36:24, 16. Minute). Die Löwen-Basketballer, die konsequent mit drei Deutschen spielten, konnten sich bis auf 14 Punkte absetzen. In den letzten drei Minuten fielen jedoch keine Braunschweiger Zähler mehr. Die Feuervögel streuten in dieser Zeit einen 10:0-Lauf ein und so ging es beim Stand von 42:38 in die Halbzeitpause.

Zurück aus den Kabinen war Tim Abromaitis an allen Braunschweiger Aktionen beteiligt. Der Forward punktete, reboundete, zog ein Offensiv-Foul des Gegners und legte auch noch ein Assist für Dru Joyce auf: Der Löwen-Guard verwertete das Anspiel per Dreier zum 49:42 (23. Minute). Zwar kamen die Gäste anschließend wieder bis auf einen Zähler heran (49:48), aber die Basketball Löwen erhöhten nun auch wieder die Intensität in der Verteidigung und das machte sich bezahlt. Sie legten einen 9:0-Lauf aufs Parkett und zogen durch konsequent abgeschlossene Angriffe wieder auf 58:48 davon (27. Minute). Die Korner-Mannschaft kontrollierte jetzt das Spiel wie auch Tempo und ging mit einer verdienten 62:53-Führung in das letzte Viertel.

Das Bild der vergangenen Minuten aus dem dritten Viertel setzte sich auch in den letzten zehn Minuten fort. Die Löwen-Basketballer verteidigten gut und machten beim Umschalten von Defensive auf Offensive viel Tempo. Sie kamen durch ein schnelles Passspiel immer wieder zu guten Abschlüssen und bauten nach weiteren Punkten von Tim Abromaitis ihren Vorsprung aus. Der gute und agile Cornelius Adler legte mit einem Dreier noch einen drauf und stellte eine 17-Punkte-Führung (75:58) her. Die Braunschweiger zauberten jetzt auch etwas und boten durch spektakuläre Dunkings richtig was für's Auge. Das sah aber nicht nur gut aus, sondern war auch effektiv und münzte nach Freiwürfen des nun ebenfalls auf dem Parkett stehenden Dominique Johnson in einem deutlichen 20-Punkte-Vorsprung (82:62, 37. Minute). Johnson war es dann auch, der mit einem Dreier den Schlusspunkt der Partie und der Saison setzte.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Es war heute eine gute Gelegenheit, noch einmal tief in die Bank zu gehen und allen Spielern die Chance auf Minuten zu geben. Und ich hoffe, es war für die Fans ein unterhaltsames Spiel. Ich muss aber meinen Jungs ein Kompliment machen, was die ganze Saison anbelangt. Das Team hat einen guten Job gemacht. Sicherlich tut es weh, dass am Ende sieben Punkte zum Playoff-Einzug gefehlt haben. Das zeigt allerdings auch nur wie knapp es letztendlich war. Wir beenden die Saison auf dem neunten Platz und das war nahe am Maximum von dem, was wir erwarten durften.

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): Glückwunsch an Braunschweig, sie haben heute verdient gewonnen. Wir haben heute unter den Voraussetzungen und mit den schlechten Quoten keine Chance gehabt. Die Trefferquoten lagen bei 37 Prozent für uns und 51 Prozent für die Löwen. Außerdem waren 18 Ballverluste zu viel. Und wenn man alleine auf die Wurfquoten schaut, dann geht die Niederlage mit 20 Punkten Differenz am Ende auch in Ordnung.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson 5, Visser 14 (6 Rebounds), Bogdanov 3, Theis, Joyce 7 (10 Assists), Allen 12 (5 Rebounds), Pluskota 5 (6 Rebounds, 3 Steals), Abromaitis 23 (6 Rebounds), Adler 10, McElroy 5, Simon 3.

Phoenix Hagen: Tolaj, Geske 14, Bleck 5, Krume 1, Igbavboa 1, Grof 7, Keßen 2, Brown 7, Gordon 10 (8 Rebounds), Gregory 16 (7 Rebounds), Ramsey 3 (10 Rebounds).


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