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Lucas Gertz und die Löwen behielten nach zähem Anfang die Oberhand über TBB Trier.

Löwen gewinnen abwechslungsreiche Partie gegen TBB Trier

26.04.2015

Nicht einmal zwei Tage nach der Niederlage in Göttingen und dem damit verbundenen Playoff-Aus haben die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Sonntag mit 80:74 (35:35) gegen TBB Trier gewonnen. Dabei starteten die Löwen-Basketballer zunächst etwas holperig in die Partie und liefen den bereits als zweiter Absteiger feststehenden Gästen im zweiten Viertel hinterher. Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit kam das Team von Raoul Korner mit deutlich mehr Energie zurück aufs Parkett und übernahm nicht nur wieder die Führung, sondern auch zunehmend mehr die Kontrolle über das Spiel. Mit bis zu 14 Punkten hatten die Löwen-Basketballer, die verletzungsbedingt auf Trent Lockett verzichten mussten (Handgelenkprobleme), zeitweise geführt und den Sieg schlussendlich souverän eingefahren. Bester Braunschweiger Punktesammler war Tim Abromaitis mit 22 Zählern. Immanuel McElroy kam auf ein Double-Double von zwölf Punkten und elf Assists. Bei TBB Trier war Jermaine Bucknor Topscorer mit 17 Punkten.


Die ersten Löwen-Punkte der Partie erzielte Immanuel McElroy. Zuvor waren seine Teamkollegen bei ihren Wurfaktionen noch glücklos gewesen und deshalb mit 0:5 in Rückstand geraten. Wie schon im letzten Spiel in Göttingen wollten mehrere offene Würfe nicht fallen. Und so vergingen weitere drei Minuten, ehe Nicolai Simon per Dreier den zweiten Feldwurf zum 5:7 versenkte (5. Minute). Aber die Braunschweiger Korbjäger fanden jetzt zunehmend besser ins Spiel. Sie ließen den Ball schneller laufen, fanden den freien Mann und trafen auch etwas besser. So war Tim Abromaitis ebenfalls vom Perimeter erfolgreich und erzielte die erste Löwen-Führung: 12:11 (8. Minute). Weil die Löwen-Basketballer aber defensiv sowie im Rebound zu nachlässig agierten und die TBB dadurch immer wieder zu zweiten Chancen kam, blieben die engagiert auftretenden Gäste bis zum Viertelende auf 19:17 dran.

Der Beginn des zweiten Viertels war eine Parallele zum ersten Spielabschnitt. Die gut verteidigten Würfe der Basketball Löwen fanden nicht den Weg ins Ziel, während die Gäste einen 10:0-Lauf aufs Parkett legten (19:27, 13. Minute). Raoul Korner hatte genug gesehen und griff zur Auszeit. Insgesamt vergingen allerdings fast fünf Spielminuten in diesem Viertel, bis Dru Joyce einen Dreier versenkte und das 22:28 markierte. Immanuel McElroy & Co. brachten den Ball in den nächsten Minuten vermehrt unter den Korb und punkteten. Nach einem Korbleger von Kyle Visser waren die Löwen bis auf 32:33 dran – und Martin Bogdanov war es in der letzten Minute vor der Pause aus der Distanz vorbehalten, den Ausgleich zu erzielen. Bei einer guten Dreierquote der Löwen (45 Prozent) und einem Stand von 35:35 gingen die Teams in die Halbzeit.

Mit viel Elan und deutlich aggressiver kamen die Basketball Löwen aus der Kabine. Sie spielten jetzt mit viel Zug zum Korb, zogen Fouls und punkteten. Nach zwei Minuten in diesem Viertel führte das Korner-Team mit 42:35 und hatte dem Gegner schon drei Fouls angehängt. Wenig später war dann die Team-Foulgrenze der Gäste erreicht, weshalb die Braunschweiger vermehrt an die Freiwurflinie gingen. Die Trierer blieben zwar zunächst auf Tuchfühlung und hatten nach einem Dreier auf 48:44 verkürzt (26. Minute), doch fanden die Löwen immer wieder erfolgreich die Lücken unter dem Korb und bauten ihre Führung aus: Nach einer starken Balleroberung durch Maurice Pluskota schloss Immanuel McElroy per Schnellangriff zum 54:46 ab. Und es war auch Pluskota, der gleich danach mit einem Dunking die erste zweistellige Führung erzielte und ebenso für den Spielstand von 57:46 nach drei Vierteln sorgte.

Die Basketball Löwen hielten im letzten Spielabschnitt lange Zeit konstant ihren Vorsprung. Nach einem Mitteldistanzwurf von Tim Abromaitis lagen sie mit 63:51 vorne (34. Minute). Sie kontrollierten bis hierhin das Geschehen auf dem Parkett und hätten bei besserer Chancenverwertung auch schon höher führen können. Bei einem Vorsprung von 14 Punkten (67:53, 36. Minute) legten die Gäste dann aber einen kleinen Zwischenspurt ein und kamen wieder auf unter zehn Zähler heran. Sie verkürzten bis auf 69:63 (38. Minute), bevor der in diesem Viertel sehr auffällige Tim Abromaitis wieder eine zweistellige Führung herstellte (74:63). Doch wie es zu erwarten war, steckte die TBB bis zum Ende nicht auf. Und so kam es kurz vor Spielschluss noch zu einem Dreier-Schlagabtausch. An der Löwen-Führung änderte dieser aber nichts mehr. Und so endete das Spiel 80:74.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Es gebührt heute beiden Teams Respekt. Beide haben klargestellt, dass die Saison noch nicht vorbei ist und bis zum Ende gespielt wird. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht konsequent beim defensiven Rebound gearbeitet, das aber zur zweiten Halbzeit verbessert. Im dritten Viertel haben wir die Kontrolle über das Spiel bekommen und es recht solide gegen ein kämpferisches Trier nach Hause getragen. Nun werden wir auch im letzten Spiel alles daran setzen, um eine bisher gute Saison noch gut zu Ende zu bringen.

Henrik Rödl (TBB Trier): Es war heute sicherlich ein spannendes Spiel. Zu Beginn war die Spannung bei beiden Mannschaften nicht so hoch, auch weil seit Freitag für beide Teams die Saisonziele beendet waren. Braunschweig ist dann mit mehr Energie aus der Halbzeit gekommen und hat das Spiel übernommen. Es war aber insgesamt viel Intensität im Spiel und beide Mannschaften haben gezeigt, dass sie es bis zum Ende Ernst genommen haben.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 3, Johnson, Visser 10, Bogdanov 3, Theis, Joyce 10, Allen 4, Pluskota 7 (5 Rebounds), Abromaitis 22 (7 Rebounds), Adler 2, McElroy 12 (11 Assists), Simon 7.

TBB Trier: Harris 14, Dahlem, Lukovic 11 (7 Rebounds), Schmidt 5 (7 Rebounds), Mönninghoff 2, Samenas 3, Vrabac 10, Bucknor 17, Kramer 2, Anderson 10.


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