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Dru Joyce bekommt es in der Partie gegen die Artland Dragons mit ALLSTAR David Holston auf der Aufbauposition zu tun. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Löwen gegen Drachen: Artland Dragons zum Jahresauftakt zu Gast

01.01.2015

Nach dem wichtigen „Kampf“-Sieg über die Eisbären Bremerhaven (74:76) am vergangenen Dienstag empfangen die Basketball Löwen Braunschweig am Samstag, 3. Januar (18.30 Uhr), im letzten Spiel der Hinrunde die Artland Dragons aus Quakenbrück. In diesem Niedersachsenduell spricht die Gesamtbilanz für die Drachen: Sie konnten in bisher 28 Aufeinandertreffen 16 Partien für sich entscheiden. Doch in der heimischen Volkswagen Halle haben die Löwen noch die Nase vorne und konnten sieben Siege gegenüber sechs Niederlagen gegen die heutigen Gäste einfahren. Kyle Visser & Co. werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verletzungsbedingt auf ihren Topscorer Trent Lockett verzichten müssen, wollen die positive Heimbilanz gegen die Gäste aber dennoch ausbauen und die Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abschließen.


Dass dies allerdings kein leichtes Unterfangen sein wird, zeigt die Tabellenposition der Artland Dragons. Die von Tyron McCoy gecoachte Mannschaft liegt mit einer ausgeglichenen Bilanz von acht Siegen wie auch Niederlagen auf dem siebten Platz. Zuletzt gingen die Gäste allerdings in fünf Spielen in Folge als Verlierer vom Parkett. „Davon darf man sich aber nicht blenden lassen. Denn neben der letzten knappen Heimniederlage gegen Phoenix Hagen erfolgten die anderen vier gegen die Top-Teams von ALBA BERLIN, ratiopharm ulm, Brose Baskets und FC Bayern München“, verdeutlicht Löwen-Trainer Raoul Korner das schwere Pensum, das die Gäste zuletzt zu absolvieren hatten.

Zuvor waren die Drachen gut in die Saison gestartet. Raoul Korner führt dies mitunter darauf zurück, dass es Tyron McCoy im Sommer gelungen war, seine komplette Starting Five des Vorjahres zusammenzuhalten. „Die Mannschaft ist zu Saisonbeginn eingespielt gewesen und hatte schnell einen Rhythmus gefunden“, so der Löwen-Headcoach, der aber auch die Kadertiefe und -qualität als weitere Gründe anführt. Dreh- und Angelpunkt im Drachen-Team ist David Holston. Der Spielmacher kommt auf 10,7 Punkte sowie 5,7 Assists pro Spiel und versenkt zudem starke 44,8 Prozent seiner Dreier. Topscorer der Gäste ist aber Guard Antonio Graves mit 13,1 Punkten. Dahinter folgen mit Center Anthony King (11,2 Punkte, 5,1 Rebounds), dem ehemaligen Braunschweiger Brandon Thomas (11,3 Punkte) und Forward Lawrence Hill (10,4 Punkte, 47,1 Prozent Dreierquote) die weiteren besten Punktesammler, die zumeist in der Startformation stehen. Darüber hinaus sind sechs weitere Akteure fester Bestandteil der Rotation, darunter auch die Nationalspieler Andreas Seiferth (5,8 Punkte) und Bastian Doreth (3,7 Punkte).

Neben der tiefen Bank liegt eine wesentliche Stärke der Drachen zudem in der Dreierquote. Sie versenken 41,9 Prozent ihrer Würfe von jenseits der 6,75-Meterlinie und liegen damit ligaweit auf dem zweiten Platz in dieser Kategorie. „Wie schon die Bremerhavener sind auch die Artland Dragons sehr wurfstark und ihr Spiel ist entsprechend darauf ausgerichtet. Demzufolge wird ein Ziel von uns wie schon gegen Bremerhaven darin liegen, die Dreierquote der Drachen möglichst niedrig zu halten. Das ist uns gegen die Eisbären gut gelungen und daran müssen wir nun anschließen“, sagt Raoul Korner, dessen Team durch den wichtigen Sieg bei den Eisbären mit einem deutlich besseren Gefühl in die Jahresauftaktpartie geht. „Mental war es sehr wichtig für uns, dieses kampfbetonte Spiel gewonnen zu haben. Jetzt wollen wir zu Hause nachlegen“, führt der Löwen-Trainer fort.

Einen Wermutstropfen hatte der Sieg bei den Eisbären Bremerhaven allerdings: Topscorer Trent Lockett (14,1 Punkte) war im vierten Viertel bei einer Rebound-Aktion umgeknickt und konnte nicht mehr weiterspielen. Zwar konnte ein Knochenbruch derweil ausgeschlossen werden, jedoch steht eine genaue Diagnose seiner Verletzung noch aus. „Wir hoffen, dass die Verletzung nicht zu schlimm ist. Aber ein Einsatz von Trent gegen die Artland Dragons ist sehr unwahrscheinlich“, so Korner abschließend.


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