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Fokussiert und mit Volldampf zum Korb: Dru Joyce führte die Löwen mit 22 Punkten zum Sieg.

Löwen feiern wichtigen Sieg über FRAPORT SKYLINERS

12.04.2015

Es war ein wichtiger Sieg, den die Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag, 12. April, über die FRAPORT SKYLINERS bejubeln konnten. Nachdem sie zuletzt zwei Heimspiele verloren hatten, gewannen sie heute vor 2558 Zuschauern in der Volkswagen Halle mit 86:76 (43:36) gegen den Tabellensechsten und haben sich damit wieder eine gute Ausgangsposition im Playoff-Rennen verschafft. Danach sah es im ersten Viertel noch nicht unbedingt aus, das die Korner-Mannschaft in einer sehr physischen Partie mit 16:19 abgab. Doch mit fortlaufender Spieldauer übernahmen die Löwen-Basketballer die Kontrolle über die Partie und gingen zeitweise mit 13 Punkten in Führung. Diese gaben sie bis zum Ende nicht mehr her und kletterten durch diesen Sieg wieder auf den achten Tabellenplatz. Bei den Braunschweigern waren Dru Joyce (22 Punkte) und Tim Abromaitis (21 Punkte) die überragenden Akteure. Für die Frankfurter traf Justin Cobbs mit 21 Zählern am besten.


In der Partie war von Beginn an viel Intensität, beide Teams verteidigten physisch. Die Basketball Löwen machten die Räume gut dicht und konnten nach Ballgewinnen erfolgreich durch Schnellangriffe zum 6:2 abschließen (3. Minute). Die Frankfurter standen dem aber in Nichts nach und kamen über ihre Verteidigung zu einem 11:0-Lauf (6:13, 5. Minute). Das Korner-Team ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen, sondern schloss durch den gut aufgelegten Tim Abromaitis wieder zum 13:15 auf. Zudem trug bei den Basketball Löwen die Zonenverteidigung Früchte: Diese zwang die Gäste vermehrt zu Dreipunktewürfen, die aber nicht durch die Reuse fielen. Lediglich direkt unter dem Korb konnten Kyle Visser & Co. die SKYLINERS nicht wirklich kontrollieren. Das war neben insgesamt sieben Ballverlusten ein Grund, weshalb die Braunschweiger bis zum Viertelende auch knapp mit 16:19 in Rückstand blieben.

Das hohe Intensitätsniveau blieb auch im zweiten Viertel unverändert. Man merkte beiden Teams an, dass es um viel ging und dementsprechend schenkten sie sich nichts. Die Löwen suchten immer wieder den direkten Weg zum Korb, zogen so Fouls und konnten sich über Freiwürfe die 21:19-Führung zurückholen (13. Minute). Die Partie blieb jedoch eng, was mit daran lag, dass die Gäste anfingen, ihre Dreier zu treffen. Aber die Frankfurter hatten auch schon früh Foul-Probleme. Bereits ab Mitte des zweiten Viertels standen fünf Teamfouls auf ihrem Konto, weshalb die Löwen-Basketballer immer wieder an die Freiwurflinie gingen. Es war allerdings auch dem erfolgreich den Korb attackierenden Dru Joyce und der guten Verteidigung zu verdanken, dass das Korner-Team sich drei Minuten vor der Halbzeit auf sechs Zähler absetzen konnte (36:30, 18. Minute). Und weil Dru Joyce heiß blieb und drei Sekunden vor Viertelende noch einen Dreier versenkte, gingen er und sein Team mit einem 43:36 in die Pause.

Die Basketball Löwen starteten mit fünf Punkten in Serie in das dritte Viertel und gingen dadurch erstmals zweistellig in Führung (48:36, 22. Minute). Diese war allerdings schnell wieder nichtig, weil die Frankfurter selber sieben Punkte in Folge markierten. Es war erneut Dru Joyce, der darauf die richtige und wichtige Antwort fand: Zuerst traf er per „Floater“, ehe er den Ball klaute und Tim Abromaitis dann per Dreier das 53:43 erzielte (25. Minute). Als der Löwen-Spielmacher wenig später auch noch Trent Lockett bediente und der es per Dunking zum 57:45 krachen ließ, riss es die Zuschauer von den Sitzen. Zwar trafen die SKYLINERS auch zwei Dreier hintereinander, aber die Löwen-Basketballer blieben souverän in Führung. Bis zum Ende dieses dritten Spielabschnitts, in dem sie Frankfurter über weite Strecken kontrollierten, lagen sie mit 66:53 vorne.

Das vierte Viertel begann mit einem Freiwurf für die Gäste, weil Kyle Visser nach Ablauf des dritten Spielabschnitts ein technisches Foul kassiert hatte. Und als die Frankfurter im nächsten Angriff einen Dreier zum 66:57 getroffen hatten, nahm Raoul Korner sofort eine Auszeit. Ein erfolgreicher Wurf von Kyle Visser und ein technisches Foul gegen den Frankfurter Trainer Gordon Herbert sorgten danach wieder für eine 12-Punkte-Führung der Löwen-Basketballer (69:57, 32. Minute). Aber die Braunschweiger hatten jetzt auch selber Foul-Probleme, weshalb die Gäste immer häufiger an die Freiwurflinie gingen. Die ließen dort jedoch mehrere Zähler liegen und kamen dadurch zunächst nicht entscheidend näher heran. Doch zwei Minuten vor Ende wurde es noch einmal eng. Da führten die Löwen nur noch mit fünf Punkten (77:72). Nach einer Auszeit hatten sich Lockett & Co. aber wieder gesammelt. Sie setzten sich mit klaren Aktionen wieder ab und weil nun auch noch Glückswürfe fielen, war der wichtige Sieg über den Tabellensechsten besiegelt.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Das war heute der Kampf, den wir erwartet haben. Wir haben etwas gebraucht, um uns auf die Physis des Spiels einzustellen und hatten dadurch auch im ersten Viertel zu viele Ballverluste. Nachdem uns das aber gelungen war und wir die richtige Einstellung gefunden hatten, haben wir auch den Rebound gestanden und die Bälle nicht mehr unnötig weggeworfen. Ab Mitte des zweiten Viertels haben wir das Spiel mit mehr Disziplin und körperlichem Einsatz unter Kontrolle bekommen. Zudem haben wir von allen eingesetzten Spielern wichtige Impulse erhalten. Dieser Sieg war für uns sehr wichtig, aber nur eine kleine Etappe im Rennen um den letzten entscheidenden Playoff-Platz. Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, müssen aber gegen die direkten Konkurrenten gewinnen. Daher gilt unser Fokus jetzt schon der Partie in Ludwigsburg.

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): Gratulation an Braunschweig, sie waren heute das bessere Team und haben sich den Sieg verdient. Wir haben ein gutes erstes Viertel gespielt, danach sind wir aber eingebrochen. Braunschweig hingegen hat physisch und mit der nötigen Härte gespielt. Sie haben irgendwann das Spiel dominiert, während wir zu viele Punkte in der Zone haben liegenlassen. Braunschweig hat nach dem ersten Viertel stark verteidigt und war eben einfach besser. Zudem waren uns Lockett und McElroy physisch überlegen, was es für uns auch sehr schwer gemacht hat.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Bogdanov n.e., Visser 12 ( Rebounds), Theis n.e., Joyce 22 (5 Assists), Allen 6, Pluskota 4, Abromaitis 21 (7 Rebounds), Adler, McElroy 4, Lockett 12 (5 Rebounds), Simon 5.

FRAPORT SKYLINERS: Koivisto 3, Ilzhöfer, Bright, Voigtmann 16 (8 Rebounds), Armand 7, Barthel 10, Richter 2, Robertson 9 (4 Steals), Morrison, Cobbs 21, Doornekamp 8.


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