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Nicolai Simon und sein Löwen-Team haben heute einen wichtigen Auswärtssieg bei den Eisbären Bremerhaven gefeiert. Foto: Adelmann

Löwen feiern wichtigen 76:74-Auswärtssieg bei Eisbären Bremerhaven

30.12.2014

In einer zum Ende hin dramatischen Partie gewannen die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Dienstag, 30. Dezember, ihr wichtiges Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven mit 74:76 (42:39). Gegen den direkten Tabellennachbarn musste für die Mannschaft von Trainer Raoul Korner unbedingt ein Sieg her, um den Anschluss an das Mittelfeld zu halten. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten sich die Basketball Löwen im dritten Viertel einen deutlichen Vorsprung von bis zu zwölf Punkten herausspielen. Der schmolz allerdings im letzten Spielabschnitt wieder komplett dahin. Hier mussten die Braunschweiger zudem über weite Strecken ohne Dru Joyce (5. Foul) und Trent Lockett (verletzte sich, Diagnose steht noch aus) auskommen, bissen sich aber zurück in die Partie und konnten diese in einem Herzschlagfinale knapp für sich entscheiden. Bester Löwen-Punktesammler wurde Derrick Allen mit 16 Zählern. Bei den Eisbären Bremerhaven kamen Lorenzo Williams und Moses Ehambe auf jeweils 18 Punkte.


Beide Teams starteten sichtlich nervös in die wichtige Partie und vergaben zunächst einige Möglichkeiten, ehe zuerst Kyle Visser und dann Immanuel McElroy zum 2:4 erfolgreich waren (3. Minute). Die Basketball Löwen suchten in diesen ersten Minuten immer wieder ihren Center, der zum 7:8 zur Stelle war. Die Korner-Mannschaft baute ihren knappen Vorsprung nach einem Ballgewinn von Tim Abromaitis bis auf vier Punkte aus. Und als sie den Eisbären gleich noch einmal den Ball klaute, reagierte Bremerhavens Trainer Calvin Oldham mit einer Auszeit. Darauf kamen die Gastgeber wieder heran, vor allem weil ihr Topscorer Moses Ehambe heiß lief und fünf Punkte in Serie zum 14:14 erzielte (8. Minute). Bis zum Viertelende war es aber Derrick Allen an alter Wirkungsstätte vorbehalten, sein Team mit zwei Korberfolgen zur 16:18-Führung zu werfen.

Im zweiten Viertel suchten beide Mannschaften zumeist den direkten Weg zum Korb. So wurde neben Kyle Visser auch immer wieder Derrick Allen gefunden, der mit seinen Zählern zum 20:22 als einziger aktiver Spieler die 5000er Punktemarke in der Beko BBL-Geschichte überschritten hat. Die Partie verlief aber weiterhin ausgeglichen und stand nach knapp 16 Spielminuten 28:28. Zwar konnten sich Dru Joyce & Co. anschließend mit einer guten Verteidigungsarbeit und entschlossenen Angriffsaktionen bis auf 28:33 absetzen. Doch verloren sie dann kurzzeitig ihren Rhythmus, den die Gastgeber zu einem 8:0-Lauf nutzten. Darauf hatte schließlich Cornelius Adler die passende Antwort, der zwei Dreier in Folge einnetzte (38:39). Aber die letzten vier Zähler vor der Pause gingen auf das Eisbären-Konto: Ihr Spielmacher Lorenzo Williams konnte zu unbedrängt per Korbleger abschließen und stellte somit das 42:39 her.

Aus den Kabinen zurück auf dem Parkett schlossen die Basketball Löwen nach den ersten Punkten von Dru Joyce aus dem Feld und weiteren Zählern von Immanuel McElroy schnell zum 46:46 auf (23. Minute). Das Korner-Team biss sich jetzt durch eine starke Verteidigung regelrecht in die Partie. Und weil Dru Joyce offensiv mehr Verantwortung übernahm sowie seine Würfe traf und Tim Abromaitis stark am Brett arbeitete, konnten die Braunschweiger bis auf 46:55 davonziehen (27. Minute). Der Löwen-Spielmacher fing sich aber auch sein viertes Foul ein und ging zunächst auf die Bank. Sein Team musste sich daraufhin kurz sammeln und in dieser Zeit kamen die Eisbären wieder bis auf 50:55 heran. Doch durch eine erneut gute Verteidigungsarbeit und konsequent abgeschlossene Angriffe konnten sich Immanuel McElroy und Kollegen bis zum Viertelende wieder auf 53:62 absetzen.

Anstatt diesen Schwung mitzunehmen, ließen die Basketball Löwen im letzten Viertel wieder die Eisbären ins Spiel kommen. Nach eigenen liegengelassenen Chancen und Ballverlusten markierten die Nordstädter sieben Zähler in Folge zum 60:63 (33. Minute). Zwar konterte Tim Abromaitis mit einem Dreier, aber die Partie war nach einem ebenfalls erfolgreichen Distanzwurf der Bremerhavener völlig offen (63:66). Hinzukommend kassierte der gerade erst wieder eingewechselte Dru Joyce sein fünftes Foul und auch die Mannschaftsfoul-Grenze war schon früh erreicht. Somit gingen die Gastgeber jetzt bei jedem Löwen-Foul an die Freiwurflinie und erzielten von hier auch den 66:66-Ausgleich (36. Minute). Nur eine Minute später mussten die Braunschweiger den nächsten Schlag verkraften: Trent Lockett knickte bei einer Rebound-Situation um und musste verletzt ausgewechselt werden. Aber all diesen Umständen zum Trotz rappelte sich das Korner-Team wieder. Sie machten die Würfe für die Eisbären erneut schwer und vorne sorgte Derrick Allen für die wichtigen Punkte zum 68:73 (39. Minute). Und trotzdem wurde es noch einmal eng: Bis auf 74:75 kamen die Gastgeber bei drei verbleibenden Sekunden auf der Uhr heran. Allerdings behielt Tim Abromaitis anschließend die Nerven. Er versenkte einen Freiwurf, setzte den zweiten bewusst daneben und damit verstrichen die übrigen knapp zwei Sekunden zum wichtigen Sieg.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Ich möchte meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben im vierten Viertel ohne unseren wichtigsten Mann Dru Joyce und mit einem verletzten Trent Lockett sehr diszipliniert, souverän und mit viel Kopf gespielt und ein Spiel, das auf der Kippe stand, letztlich nach Hause gebracht. Das war ein extrem wichtiger Sieg für uns und ich hoffe, dass die Verletzung von Trent Lockett nichts Schlimmes ist.

Calvin Oldham (Eisbären Bremerhaven): Ich bin sehr enttäuscht. Man hat heute gemerkt, dass meine Mannschaft unglaublich nervös war und viele Fehler gemacht hat. Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns und müssen schnellstens lernen, mit Druck umzugehen. Ohne klaren Kopf – besonders im Angriff - kannst du kein Spiel gewinnen. Ich glaube, unsere Dreierquote war heute die schlechteste in der gesamten Saison. Einer Mannschaft, die viele Dreipunktewürfe nimmt, tut das natürlich sehr weh.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson n.e., Visser 12, Bogdanov n.e., Joyce 9 (4 Assists), Allen 16 (7 Rebounds), Pluskota n.e., Abromaitis 11 (7 Rebounds), Adler 6, McElroy 10 (5 Assists), Lockett 6 (5 Rebounds), Simon 6.

Eisbären Bremerhaven: Williams 18 (11 Assists), Schultze 3, El Domiaty 1, Stückemann, Schneiders 8, Zeeb n.e., Ehambe 18 (5 Rebounds), Hesson 10, O'Brien 4 (8 Rebounds), McGee 2 (5 Rebounds), Searcy 10 (8 Rebounds), Martin n.e..


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