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Live auf SPORT1: Zweimal alles oder nichts

22.04.2011

Es ist nicht immer ganz einfach, aus neun Spielen eines Bundesligaspieltags das vermeintlich interessanteste herauszusuchen. Aber vor dem 34. Und letzten Spieltag der Beko BBL gab es keine Diskussionen: Am Duell zwischen dem Mitteldeutschen BC und der BG Göttingen führt kein Weg vorbei. SPORT1 überträgt dieses in jeder Hinsicht hochbrisante Match am 23. April (Samstag, 20:00 Uhr) live.


Es ist nicht immer ganz einfach, aus neun Spielen eines Bundesligaspieltags das vermeintlich interessanteste herauszusuchen. Aber vor dem 34. Und letzten Spieltag der Beko BBL gab es keine Diskussionen: Am Duell zwischen dem Mitteldeutschen BC und der BG Göttingen führt kein Weg vorbei. SPORT1 überträgt dieses in jeder Hinsicht hochbrisante Match am 23. April (Samstag, 20:00 Uhr) live. Vor diesem letzten Spieltag sind sowohl bezüglich der Besetzung der letzten noch freien Playoff-Plätze als auch in der Abstiegsfrage noch einige Entscheidungen offen - für beide Tabellenregionen ist die Begegnung in der Weißenfelser Stadthalle ein Schlüsselspiel.

Der vor dem finalen Showdown auf Platz 17 und damit auf einem Abstiegsplatz rangierende Mitteldeutsche BC muss dieses Spiel gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern. Darüber hinaus benötigen die Mitteldeutschen (eine) Niederlage(n) von Gießen (in Hagen) und/oder Bayreuth (in Bamberg) - gegen beide hat der MBC den direkten Vergleich gewonnen.

Die Göttinger, derzeit Achter, können diesen Playoff-Rang eventuell auch bei einer Niederlage am Samstag halten, aber nur, wenn gleichzeitig der Verfolger Bremerhaven in Ulm sieglos bleibt. Wollen die Göttinger also auf Nummer sicher gehen, müssen sie in Weißenfels gewinnen. Da alle Spiele gleichzeitig stattfinden, lautet für beide Kontrahenten somit die Überschrift über diesem letzten Punktspiel "Alles oder nichts". Die TV-Zuschauer sitzen dabei in der ersten Reihe, denn natürlich werden die Kommentatoren sie stets darüber auf dem Laufenden halten, wie es in den anderen Hallen steht.

MBC richtet den Fokus auf mentale Einstellung

Der Mitteldeutsche BC präsentierte sich zuletzt in sehr wechselhafter Form: Einem gefeierten 87:76-Heimsieg über die Artland Dragons folgte mit einer 57:79-Heimpleite gegen Tübingen prompt die Ernüchterung. Am Sonntag schließlich unterlag der MBC beim Abstiegsrivalen Gießen 71:81 und rettete dabei wenigstens den direkten Vergleich gegen die Hessen. Nicht zuletzt wegen dieser gezeigten mentalen Anfälligkeit stellten MBC-Trainer Anton Mirolybov und sein Berater Henrik Dettmann bei der Vorbereitung auf das Schicksalsspiel Einzelgespräche mit den Spielern in den Vordergrund.

Auf dem Parkett dürfte von allen MBC-Akteuren Spielmacher Ronald Ross am stärksten im Rampenlicht stehen. Der US-Amerikaner präsentierte sich in den letzten fünf Spielen mit im Schnitt 19 Punkten in überragender Form, dürfte aber gegen die Göttinger Verteidigung, die bekanntlich gerne speziell die gegnerischen Guards unter Druck setzt, vor einer großen Herausforderung stehen. Kein anderer MBC-Akteur verzeichnete zuletzt regelmäßig zweistellige Punktausbeuten, auch nicht der im Saisonschnitt 11 Punkte aufweisende Wayne Bernard, der aber seine größten Stärken ohnehin in der Verteidigung hat.

Göttingen tiefer besetzt, aber auswärts anfällig

Aber auch die Göttinger gleichen in dieser Saison oft einer Wundertüte. Dasselbe Team, das in eigener Halle die Brose Baskets und ALBA BERLIN (80:65 am letzten Spieltag) an die Wand spielte, schwächelte vor allem auswärts. In Bremerhaven wurde mit 62:75 der jetzt in der Endabrechnung so wichtige direkte Vergleich gegen die Eisbären verspielt, in Tübingen zitterte sich die BG zu einem 56:52-Sieg. Das Selbstvertrauen der Mannschaft von John Patrick wird deshalb auch vor der letzten nun so wichtigen Auswärtspartie nicht grenzenlos sein.

Zuverlässigster Punktelieferant im Göttinger Team war in den letzten Wochen der auch ins Allstar-Team des Eurocups gewählte US-Forward Dwayne Anderson mit im Schnitt 15,6 Punkten aus den letzten fünf Spielen, gefolgt vom wiedergenesenen Spielmacher Kyle Bailey (13,4) und Center Jason Boone (12,0). Auf dem Papier tiefer besetzt, bringen die Göttinger 300 Fans nach Weißenfels mit, um auch auf den Rängen mithalten zu können. "Wenn wir nicht gewinnen, haben wir die Playoffs auch nicht verdient", bringt es BG-Kapitän Robert Kulawick auf den Punkt, worum es für die Göttinger am Samstag geht.


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