News

Nana und Kurt Looby boten sich in Bonn einen harten Kampf. Foto: wolterfoto.de

Letztes Auswärtsspiel nach umkämpfter Partie mit 77:81 verloren

27.04.2014

Die New Yorker Phantoms haben ihr letztes Auswärtsspiel der Beko BBL-Saison am heutigen Sonntag mit 77:81 (40:48) bei den Telekom Baskets Bonn verloren. Dabei boten die Teams im Telekom Dome eine spannende und hart umgekämpfte Partie, in der die Führung insgesamt elf Mal wechselte. Nachdem die Mannschaft von Phantoms-Coach Raoul Korner zur Halbzeit mit acht Zählern zurückgelegen hatte, kämpfte sie sich mit einem offensiv starken Isaiah Swann immer wieder heran. Am Ende machten jedoch Kleinigkeiten den Unterschied aus, weshalb es nicht zum Sieg vor den 5600 Zuschauern reichte. Für die Phantoms-Basketballer, bei denen Kyle Visser angeschlagen mit einer Sprunggelenkverletzung ins Spiel gegangen war und daher kaum spielte, kam Isaiah Swann auf 24 Zähler. Für die Bonner wurde Benas Veikalas mit 19 Punkten Topscorer.


Immanuel McElroy & Co. starteten mit zwei erfolgreichen Freiwürfen von Isaiah Swann in die Begegnung. Doch waren die ersten Minuten durch eine hohe Verteidigungsintensität auf beiden Seiten geprägt. Dennoch fanden die New Yorker Phantoms James Florence an der Dreierlinie, der zum 3:5 traf (3. Minute). Aber auch die Bonner kamen nun offensiv besser in ihren Rhythmus und so entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem die Führungen hin und her schwappten. Zwar lagen die Phantoms-Basketballer nach Freiwürfen von Harding Nana und einem erfolgreich abgeschlossenen Schnellangriff von James Florence nach Ballgewinn durch Aaron Doornekamp mit 9:14 vorne (6. Minute). Aber der Tabellenfünfte ließ sich erwartungsgemäß nicht abschütteln und hatte nach einem Dreier das 17:15 markiert. Robert Kulawick konterte prompt zur erneuten Braunschweiger Führung, doch ging es mit einem hauchdünnen Ein-Punkte-Rückstand von 21:20 ins zweite Viertel.

Hier holten sich die Braunschweiger Korbjäger durch fünf Punkte in Folge schnell wieder die Führung zurück. Aber die Bonner trafen zunehmend besser von der Dreierlinie. Und nachdem drei Würfe in Folge von jenseits der 6,75-Meterlinie durch die Reuse gerauscht waren, lagen Visser und Kollegen mit 34:29 zurück (15. Minute). Aber auch Isaiah Swann und Harding Nana zeigten ihr weiches Handgelenk aus der Distanz und hatten ihr Team so wieder auf 36:34 herangeworfen. Allerdings zeigten die Telekom Baskets im Rebound immer mehr Dominanz und kamen auch vermehrt unter dem Korb zu leicht zu Punkten, weshalb die Mannschaft von Raoul Korner wieder höher in Rückstand geriet. Nach einem weiteren Bonner Dreier lag sie erstmals zweistellig mit 46:35 hinten (19. Minute). Weil die New Yorker Phantoms aber keinesfalls aufsteckten und selber auch mit starker Dreierquote (60 Prozent) überzeugten, hatten sie bis zur Halbzeit auf 48:40 verkürzt.

Mit einem Dreier von Isaiah Swann ging es zurück auf dem Parkett weiter. Und als dann Immanuel McElroy mit viel Entschlossenheit erfolgreich zum Korb gezogen war, waren die Braunschweiger wieder auf 48:45 dran. Es war aber vor allem Phantoms-Topscorer Isaiah Swann, der jetzt das Spiel in der Offensive an sich riss und Punkt um Punkt machte. Er markierte in den ersten vier Minuten dieses Viertels acht Punkte und war mit verantwortlich dafür, dass sein Team nach einem Dreier von James Florence nach wie vor auf Tuchfühlung war (56:53). Zwar konnten die Bonner sich zwischenzeitlich wieder auf sieben Zähler absetzen. Aber die New Yorker Phantoms waren jetzt wach, arbeiteten defensiv besser und konnten sich offensiv auf ihren Topscorer verlassen. Und so ging es mit einem knappen 65:62 ins letzte Viertel.

Harding Nana war hier mit den ersten Zählern in den letzten zehn Minuten zum 65:64 zur Stelle. Die Partie war packend und hatte allerhand zu bieten. Dennoch war es den Telekom Baskets nach vergebenen Braunschweiger Angriffen und eigenen „Big Plays“möglich, sich erneut abzusetzen. Sie zogen auf 75:67 davon. Zwar kämpften die New Yorker Phantoms nach wie vor leidenschaftlich und arbeiteten sich bis kurz vor Ende auch wieder auf 79:75 (40. Minute) heran. Doch ließen sich die Bonner den insgesamt hart umkämpften Sieg nicht mehr nehmen. Somit endete die letzte Auswärtspartie der Braunschweiger Basketball in dieser Saison mit einer 77:81-Niederlage.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Es war eine harte, knappe Partie, bei der wir besonders in der ersten Halbzeit beim Pick-and-Roll viel zu passiv in der Verteidigung waren. Bonn hat gut gereboundet, uns sind dafür einige Ballverluste unterlaufen, die so nicht hätten sein müssen - das hat sehr weh getan. Und in so einem engen Spiel machen dann Kleinigkeiten eben auch den entscheidenden Unterschied. Ich wünsche Bonn für die Playoffs viel Glück und bin mir sicher, dass sie dort eine gute Rolle spielen können.

Mathias Fischer (Telekom Baskets Bonn): Wir haben am Freitag in Quakenbrück viel investiert, weswegen vor dem heutigen Spiel die Frage aufkam, wie viel Energie die Mannschaft noch hat. Einige Spieler waren etwas angeschlagen, weswegen wir anders rotieren mussten - das haben die Spieler sehr gut umgesetzt. Nun gilt es, sich auf Oldenburg vorzubereiten und bereits am Donnerstag in Bamberg ein paar Sachen auszuprobieren, die uns in den Playoffs hoffentlich weiterhelfen.

New Yorker Phantoms Braunschweig: Swann 24, Kulawick 9, Zazai 4, Visser, Nana 16, Florence 8, Doornekamp 5 (6 Rebounds), Gertz n.e, Wessels n.e., Land n.e., McElroy 11, Bogdanov n.e..

Telekom Baskets Bonn: McCray 5, Looby 2, Veikalas 19, Brooks 15, Mangold 5, Lawrence 11 (11 Assists), Koch, Gaffney 6 (9 Rebounds), Wachalski 3, McLean 15 (8 Rebounds), Blass n.e..


DatenschutzImpressum