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Letzte Ausfahrt Leverkusen

05.04.2008

Sonntag, 6.4.2008, 16:00 Uhr: Bayer Giants Leverkusen – New Yorker Phantoms

Sie sollten jeden einzelnen Kilometer der langen Anfahrt genießen. Immerhin ist es für die New Yorker Phantoms – so wie für 16 andere BBL-Teams ebenso – die letzte Fahrt dieser Art. Denn das Burg-Wächter-Castello ist nicht die Wilhelm-Dopatka-Halle, und es wird die traditionsträchtige Spielstätte des Rekordmeisters nie wirklich ersetzen können.


Sonntag, 6.4.2008, 16:00 Uhr: Bayer Giants Leverkusen – New Yorker Phantoms


Sie sollten jeden einzelnen Kilometer der langen Anfahrt genießen. Immerhin ist es für die New Yorker Phantoms – so wie für 16 andere BBL-Teams ebenso – die letzte Fahrt dieser Art. Denn das Burg-Wächter-Castello ist nicht die Wilhelm-Dopatka-Halle, und es wird die traditionsträchtige Spielstätte des Rekordmeisters nie wirklich ersetzen können. So darf man es den Niedersachsen nicht verdenken, wenn am Sonntag auch ein Tick Wehmut bei ihrem Auftritt in rheinischen Gefilden mitschwingt.


Die „Riesen vom Rhein“ wussten bislang bei ihrer „Abschiedstournee“ mehr als zu überraschen und zu überzeugen. Die Mannschaft von Trainer Achim Kuczmann musste im vergangenen Sommer den Weggang von gleich drei Leistungsträgern verkraften. Derrick Allen zog es nach Frankfurt, Brandon Woudstra nach Ludwigsburg und John Goldsberry zu Vize-Meister Quakenbrück. Aber Kuczmann und Assistent Hansi Gnad haben gut rekrutiert und in der weiten Basketballwelt ein paar richtig gute Jungs gefunden, um die 40. Bayer-Saison zu etwas Besonderem werden zu lassen. Und wenn von der Saison 2007/08 die Rede ist, dann geht es auch fast nur um diese. Denn aufgrund ihres Engagements bei der Deutschen Nationalmannschaft stieß das Coaching-Duo erst kurz vor dem ersten Punktspiel zum Team und verliehen ihm den letzten Schliff. Das Ergebnis ist beeindruckend. Auf Tabellenplatz zwei rangierend sind die Playoffs schon lange gesichert, sogar auf ein weiteres Meisterschaftsbanner kann mit Recht geschielt werden. Der Hauptgarant für die jüngsten Erfolge ist die hohe Leistungsdichte innerhalb des Kaders. Alte, erfahrene Recken verrichten ebenso solide ihren Dienst, wie die etwas jüngeren Kerls. Zur altgedienten Riege gehört unter anderem Tyron McCoy, der ganz offensichtlich seine neun Leben noch lange nicht verbraucht hat und in der Farbenstadt einen zweiten Basketball-Frühling erlebt. Der geschmeidige Flügel bringt von der Bank nicht nur Ruhe ins Spiel, sondern ist nebenbei auch noch für 10,4 PpS, 3,9 RpS und 2,6 ApS gut. Auffällig ist, dass unter dem Bayer-Kreuz eine ganze Reihe guter Schützen agieren, die jeden Millimeter Freiraum dazu nutzen, um hochprozentig aus der Distanz ihre Würfe einzunetzen. Mit Brendan Winters (14,4 PpS, 40,8% Dreier), Zack Whiting (7,2 PpS, 43,8%) und Brant Bailey (11,9 PpS, 47,6%) haben die Bayer Giants eine breite Phalanx an Werfern, die stets die volle Aufmerksamkeit der Verteidigung erfordern.


Und genau über diese wollen die New Yorker Phantoms am Sonntag ins Spiel kommen. „Wir können es uns nicht erlauben, nur 20 Minuten gut zu verteidigen“, warnt Emir Mutapcic. „In Leverkusen erwartet uns eine schwere Partie, weswegen wir auf den Punkt genau konzentriert sein müssen.“ Der Phantoms-Coach weiß, dass seine Schützlinge nur wenig Zeit haben, um sich auf die Giants einzustellen. „Durch das Spiel am Freitag gegen Tübingen fehlen uns 24 Stunden Erholung“, so Mutapcic in Anlehnung an Leverkusens Pleite gegen Trier vom Donnerstag. „Jedoch konnten wir gegen Tübingen mit einer großen Rotation spielen, sodass noch genug Kraft für den Sonntag da sein sollte.“

 


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