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Trent Lockett hatte neben Kyle Visser einen großen Anteil am Overtime-Sieg über die Brose Baskets. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Krimi-Sieg über Brose Baskets nach Verlängerung

05.10.2014

Was für ein Krimi, aber mit Happy-End! Die Basketball Löwen Braunschweig haben am heutigen Sonntag (5. Oktober) in einer umkämpften Partie die Brose Baskets mit 77:66 (39:27) nach Verlängerung bezwungen. 2603 Zuschauer in der Volkswagen Halle sahen dabei eine starke erste Halbzeit der Braunschweiger Korbjäger, in der sie sich mit einer sehr guten Verteidigung eine 12-Punkte-Führung erspielt hatten. In der zweiten Hälfte erhöhten die Bamberger, die ohne Carlon Brown und Josh Duncan angetreten waren, den Druck und gestalteten die Begegnung bis zum Ende des letzten Viertels offen. In der Verlängerung ließ das Team von Löwen-Headcoach jedoch keinen Punkt mehr zu und gewann am Ende deutlich. Kyle Visser überragte in dieser Partie mit 25 Punkten sowie elf Rebounds. Auf Bamberger Seite war Ryan Thompson mit 17 Zählern bester Punktesammler.


Die Basketball Löwen eröffneten die Partie mit einem Dreier von Trent Lockett. Die Gäste standen dem jedoch in nichts nach und trafen ebenfalls aus der Distanz zum 3:3. Das Korner-Team stand aber defensiv gut und gab den Brose Baskets kaum einfache Würfe. Nach einem Ballgewinn konnte Trent Lockett nur mit einem Foul gestoppt werden, per Freiwurf erzielte er das 9:7 (5. Minute). Insgesamt lief das Löwen-Spiel in dieser Anfangsphase viel über Kyle Visser. Der Center hatte bereits sieben Punkte auf seinem Konto, nahm aber in der 7. Spielminute aufgrund seines zweiten Fouls erst einmal auf der Bank Platz. Die Bamberger nutzten das zunächst aus, zogen mehr zum Korb und erspielten sich einen 13:17-Vorsprung. Weil die Basketball Löwen aber nach wie vor sehr diszipliniert verteidigten, waren sie zum Viertelende auf 18:20 dran.

Genauso ging es auch mit Beginn der zweiten zehn Minuten weiter. Die Partie war intensiv und nachdem Immanuel McElroy & Co. zwei Ballgewinne in Folge erfolgreich zum 22:20 (12. Minute) abgeschlossen hatten, reagierte Brose-Coach Andrea Trinchierie mit einer Auszeit. Doch brachte die erst einmal nichts. Die Gäste blieben mehr als sechs Minuten ohne Korberfolg – und in dieser Zeit setzten sich die Basketball Löwen verdient auf 32:20 ab (17. Minute). Bamberg nahm eine weitere Auszeit und auf die folgten die ersten drei Punkte der Gäste in diesem Viertel. Die Korner-Mannschaft ließ sich davon aber nicht weiter beirren. Zwar konnten die Brose Baskets zwischenzeitlich auf 36:27 verkürzen, in die Halbzeitpause ging es jedoch nach einem dominanten Braunschweiger Spiel mit einer 12-Punkte-Führung (39:27).

Zurück auf dem Spielfeld suchten die Basketball Löwen zunächst ihren Rhythmus, während die Brose Baskets an Fahrt aufnahmen. Die Gäste markierten sechs Zähler in Folge (39:33, 23. Minute), Raoul Korner reagierte mit einer Auszeit. Auf diese versenkte Dru Joyce mit Ablauf der 24-Sekundenuhr seinen Wurf zum 41:33 und brachte damit wieder den nötigen Schwung in die Braunschweiger Offensive. Vor allem Kyle Visser und Tim Abromaitis waren mehrfach erfolgreich und hielten den Gegner zunächst auf Distanz. Doch die Körpersprache der Gäste war jetzt nicht vergleichbar mit der in der ersten Halbzeit, und das übertrug sich auf das Spiel. Die Brose Baskets trafen deutlich besser, während Trent Lockett und Kollegen nur schwer zum erfolgreichen Abschluss kamen. So wurde aus einem 48:41 für die Löwen-Basketballer ein 52:54 und mit diesem Spielstand ging es in das letzte Viertel.

Die Mannschaft von Raoul Korner blieb am Gegner dran und besann sich wieder auf die gezeigten Stärken der ersten Spielhälfte. Es folgten mehrere gute Defensiv-Aktionen und nach Punkten von Derrick Allen war das 56:56 hergestellt (34. Minute). Die Partie war jetzt jedoch punktarm, beide Teams kamen nur selten zum erfolgreichen Abschluss. Dennoch war es erneut der starke Kyle Visser, der per Korbleger die Führung zurückholte (58:56). Es stand Spitz auf Knopf und die Spannung war greifbar. Nachdem Bamberg einen Dreier zum 60:61 versenkt hatte, nahm Trent Lockett sein Herz in beide Hände und zog mit Volldampf zum Korb. Der Guard stopfte den Ball über seinen Gegner durch die Reuse und wurde dabei gefoult. Das Publikum tobte noch, während Lockett seinen Freiwurf zum 63:61 verwandelte. Und er war es erneut, der neun Sekunden vor Ende der Partie einen Brose-Dreier mit einem eigenem Dreier zum 66:64 konterte. Doch damit nicht genug sorgte der ehemalige Braunschweiger Daniel Theis kurz vor Ende für das 66:66 – Verlängerung!

Hier waren die Basketball Löwen aber wieder richtig am Drücker. Sie machten hinten dicht und punkteten vorne, vor allem durch Kyle Visser. In den fünf Minuten der Verlängerung machten die Brose Baskets keinen Punkt mehr, Immanuel McElroy & Co. hingegen elf. Und so endete eine spannende und packende Heimpartie mit 77:66.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Danke für die Glückwünsche. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert gespielt und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Im zweiten Viertel war vor allem unserer Defensive stark. Bamberg hat nach der Pause wie erwartet den Druck massiv erhöht und das war ein kritischer Moment. Ich habe schon viele Teams trainiert, die in so einer Situation die Köpfe hätten hängen lassen. Aber nicht dieses Team. Sicherlich ist es ärgerlich, dass wir noch in die Verlängerung gehen mussten. Aber hier haben wir keinen Punkt mehr zugelassen. Das war heute ein wichtiger Sieg, vor allem in Hinblick auf die Emotionen und eine positive Grundeinstellung. Wir wussten wie wir Bamberg einzuordnen haben und wussten auch, dass wenn Bamberg schlagbar ist, dann jetzt zum Anfang der Saison. Wir werden diesen Sieg genauso abhaken wie die Niederlage gegen Trier und konzentrieren uns nun auf Ulm.

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): Gratulation an das Braunschweiger Team. Sie haben gut gespielt, besser als wir. Ich kann jetzt viel über Dummheit reden, aber das bringt uns nicht weiter. Wir haben viele Probleme, die lösbar sind. Dafür braucht man aber die richtige Einstellung, Leidenschaft und Stärke. Wir haben dies im dritten Viertel gezeigt und so auch die Führung übernommen. Aber wir haben insgesamt gezeigt, dass wir naiv und unreif sind. Wir haben gute Möglichkeiten wie Dunkings ausgelassen und sollten in entscheidenden Momenten besser spielten. Defensiv haben wir heute einen besseren Job gemacht, aber offensiv müssen wir noch viel Arbeit investieren.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 3, Johnson, Visser 25 (11 Rebounds), Bogdanov n.e., Theis n.e., Joyce 5 (7 Assists), Allen 8 (5 Rebounds), Pluskota, Abromaitis 12 (7 Rebounds), McElroy 5, Lockett 17 (5 Rebounds), Simon 2.

Brose Baskets: Bagaric 1,Thompson 17 (7 Rebounds), Tadda 6 (5 Rebounds), Theis 9 (5 Rebounds), Wannamaker 15, Schmidt, Strelnieks 8, Harris, Mbakwe 4 (11 Rebounds), Katelynas 6, Kramer n.e..


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