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Knappe 74:78-Niederlage gegen die EWE Baskets

03.04.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben am Mittwoch, 3. April, knapp mit 74:78 (33:37) gegen den Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg verloren. Die 2.356 Zuschauer erlebten einen furiosen Start der Braunschweiger Korbjäger mit einer zwischenzeitlichen 13-Punkte-Führung. Allerdings fanden die Gäste um den ehemaligen Phantoms-Trainer Sebastian Machowski immer besser ins Spiel und konnten es bis zur Halbzeit zu ihren Gunsten drehen. Im letzten Viertel lagen Kapitän Nils Mittmann & Co. sogar schon mit 15 Punkten zurück, mobilisierten aber noch einmal alle Kräfte und kamen bis kurz vor Ende auf drei Zähler heran. Zum Sieg sollte es aber leider nicht mehr reichen. Für die New Yorker Phantoms stach Courtney Pigram mit 18 Zählern hervor. Bei den Gästen war Chris Kramer mit 24 Punkten erfolgreichster Korbjäger.


Die New Yorker Phantoms erwischten einen Traumstart und gingen schnell mit 8:0 in Führung. Sie waren konzentriert, arbeiteten gut in der Verteidigung und hatten den X-Faktor des ersten Viertels auf ihrer Seite: Courtney Pigram war in den Anfangsminuten nicht zu stoppen, erzielte zwölf Punkte und sorgte im Verbund mit dem ebenfalls sehr treffsicheren Lubos Barton (acht Punkte) dafür, dass die Braunschweiger Korbjäger nach sieben gespielten Minuten sogar auf 23:10 davonziehen konnten. Aber die Gäste kamen immer besser ins Spiel und pirschten sich bis kurz vor Ende des ersten Viertels auf 23:20 heran. Dank eines Korblegers von Kapitän Nils Mittmann mit Ablauf der Uhr ging es beim Stand von 25:20 in den zweiten Durchgang.

Auch hier kamen die Braunschweiger Korbjäger besser aus den Startlöchern und setzten sich nach Treffern von Nick Schneiders und Dennis Schröder wieder auf 29:20 ab (12. Minute). Und nachdem sich Konrad Wysocki nach einem Ballverlust nur mit einem unsportlichen Foul zu helfen wusste, baute das Team von Phantoms-Headcoach Kostas Flevarakis den Vorsprung auf elf Zähler aus (31:20). Die Gäste hingegen mussten bis zur 15. Spielminute auf den ersten Korberfolg in diesem Viertel warten. Allerdings war dieser Dreier von Dru Joyce die Initialzündung für einen 0:17-Lauf der EWE Baskets, die folglich mit 31:37 in Führung gingen. Bei den New Yorker Phantoms, die vorher noch sehr hochprozentig aus dem Feld getroffen hatten (63 Prozent im 1. Viertel), wollte plötzlich kein Wurf mehr durch die Reuse fallen. Mehr als sechs Minuten blieben sie ohne Korberfolg, ehe Spielmacher Jermaine Anderson zum 33:37-Halbzeitstand traf.

Zurück auf dem Spielfeld fanden die Oldenburger besser in die Partie und konnten nach einem Dreier von Chris Kramer auf 35:44 davonziehen (23. Minute). Aber die Phantoms-Basketballer ließen sich davon nicht entmutigen: Auf ein schönes Anspiel von Courtney Pigram ließ es Eric Boateng trotz Foul per Dunking krachen und verwandelte auch seinen Freiwurf. Im darauf folgenden Oldenburger Angriff bewies Jermaine Anderson flinke Finger, stibitzte den Ball und und brachte sein Team auf 40:44 ran. Möglichkeiten, den knappen Rückstand noch weiter zu verkürzen, gab es mehrere. Allerdings schlichen sich einige Ballverluste ins Spiel und manch offener Wurf verfehlte zudem sein Ziel, weshalb die EWE Baskets angeführt vom starken Chris Kramer wieder auf 46:58 (30. Minute) enteilen konnten. Ein Dreier von Immanuel McElroy und ein verwandelter Freiwurf von Dennis Schröder bedeuteten jedoch das 50:58 nach 30 Spielminuten.

Zwei unsportliche Fouls, die innerhalb der ersten drei Spielminuten im vierten Abschnitt gegen die New Yorker Phantoms gepfiffen wurden, nutzten die Gäste, um sich zunächst auf 52:65 und wenig später auf 52:67 abzusetzen (35. Minute). Auf Seiten der Braunschweiger Korbjäger hingegen vergingen seit dem Treffer von Jermaine Anderson zum Viertelbeginn vier Minuten, ehe Lubos Barton diese Flaute stoppte und einen Dreier versenkte. Dieser Treffer beflügelte sein Team, das Herz zeigte und sich wieder heranarbeitete. Nach einem Korbleger von Dennis Schröder, der jetzt das Heft in die Hand nahm, stand es plötzlich 64:71. Die Phantoms-Basketballer witterten ihre Chance und die Gäste wackelten, erst recht, nachdem Courtney Pigram per Dreier zum 67:71 traf (39. Minute). Den folgenden Oldenburger Angriff verteidigten Barton & Co. sehr gut, aber Robin Smeulders netzte dennoch mit Ablauf der Uhr für zwei Zähler ein. Als Eric Boateng kurz darauf dem Ball in einer Rettungsaktion ins Aus hinterher springt, ihn im letzten Moment zu Pigram wirft und dieser erneut für drei trifft steht es sogar 70:73 (40. Minute). Doch auch wenn die New Yorker Phantoms einen tollen Kampf geboten haben, sollte es zum Sieg am Ende dieser Aufholjagd nicht reichen – auch, weil die EWE Baskets doch die Nerven behielten und ihre Würfe an der Freiwurflinie sicher verwandelten.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Es war das erwartet schwere Spiel, aber wir hatten dennoch an unsere Siegchance geglaubt, auch wenn Oldenburg ein wirklich hochwertiges Team hat. Wir haben in den ersten 15 Minuten stark angefangen und guten Basketball gezeigt. Allerdings hat Oldenburg zum Ende der ersten Halbzeit offensiv wie defensiv gute Lösungen gefunden und konnte zur Halbzeit in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit hat es uns etwas an Energie gefehlt, aber wir haben dennoch gut gekämpft. Unterm Strich haben viele kleine Dinge, wie Würfe mit Ablauf der Uhr, die unsportlichen Fouls oder auch Offensiv-Rebounds, den Unterschied in diesem Spiel gemacht. Wir müssen jetzt in dieser schwierigen Phase mental stark bleiben und alle zusammen weiterkämpfen.


Sebastian Machowski (EWE Baskets Oldenburg): Ich freue mich sehr über den Sieg. Man hat gesehen, dass es in diesem Spiel um wichtige Punkte für beide Mannschaften ging. Die New Yorker Phantoms hatten einen tollen Start in die Partie und waren sehr konzentriert. In unserem Spiel hat es einige Minute gedauert, bis wir den Rhythmus gefunden und dann die Führung rausgespielt haben. Unseren Vorsprung haben wir in der zweiten Halbzeit gut verwaltet und bis zum Ende gehalten. Den New Yorker Phantoms war heute anzumerken, dass sie alles in die Waagschale geworfen haben, um hier zu gewinnen. Ich wünsche mir, dass sie in der Beko BBL verbleiben, und bin davon überzeugt, dass sie das auch schaffen werden.

New Yorker Phantoms: Kulawick, Mittmann 2 (5 Rebounds), Schneiders 4, Pigram 18, Anderson 13, Boateng 5 (8 Rebounds), Sant-Roos, Schröder 14, Gertz n.e., Land, McElroy 7 (4 Rebounds), Barton 11 (7 Rebounds, 3 Assists).

EWE Baskets: Kramer 24 (4 Assists), Bahiense de Mello 3, Joyce 5, Wysocki 1 (5 Rebounds), Chubb 9 (6 Rebounds), Smeulders 12 (8 Rebounds), Smit, Jenkins 10, Paulding 14 (7 Rebounds), Freese, Burrell.


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