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Derrick Allen überzeugte mit 16 Punkten an alter Wirkungsstätte. Foto: re-photo

Kein Nikolausgeschenk: Löwen verlieren bei FRAPORT SKYLINERS

06.12.2014

Mit 72:84 (37:42) haben die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Samstag, 6. Dezember, ohne Maurice Pluskota (Bänderriss) und ihren kurzfristig erkrankten Center Kyle Visser bei den FRAPORT SKYLINERS verloren. Die intensive Partie gestaltete sich lange Zeit weitestgehend ausgeglichen, die Führung wechselte zwölf Mal. Erst im letzten Viertel geriet die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner zweistellig in Rückstand. Dabei musste sie unter anderem der starken Frankfurter Dreierquote Tribut zollen, die über die gesamte Spieldauer gesehen hochprozentig war (57 Prozent Dreierquote). Für die Basketball Löwen, die ab dem zweiten Viertel auch ohne Nicolai Simon auskommen mussten (zwei unsportliche Fouls), avancierte Derrick Allen an früherer Wirkungsstätte mit 16 Punkten zum Topscorer. Trent Lockett kam auf ein Double-Double von zwölf Punkten und zehn Rebounds. Bei den FRAPORT SKYLINERS waren Danilo Barthel und Sean Armand mit jeweils 22 Punkten beste Punktesammler.


Aufgrund des Ausfalls von Kyle Visser gingen die Basketball Löwen mit veränderter Formation ins Spiel: Dru Joyce, Trent Lockett, Immanuel McElroy, Derrick Allen und Tim Abromaitis bildeten die Startaufstellung, und letztgenannter markierte auch die ersten beiden Braunschweiger Punkte zum 2:2. Obwohl im Korner-Team der etatmäßige Center fehlte, suchten die Löwen-Basketballer immer wieder direkt den Weg zum Korb. Die Frankfurter hingegen verlagerten ihr Spiel mehr nach außen und trafen per Dreier zum 10:8 (6. Minute). Dru Joyce antwortete wenig später ebenfalls vom Perimeter zum 12:11. Und nachdem die Gastgeber aus einem unsportlichen Foul gegen Nicolai Simon nur einen Punkt geholt hatten, war Trent Lockett per Korbleger zum Ausgleich zur Stelle (16:16, 9. Minute). Er traf im Anschluss auch zum 18:19, doch endete das erste Viertel mit einer knappen 20:19-Führung für die SKYLINERS.

Mit fünf Punkten von Dru Joyce starteten die Basketball Löwen ins zweite Viertel, allerdings lief auf Frankfurter Seite auch Sean Armand heiß. Er versenkte drei Dreier in Folge zum 29:24, woraufhin Raoul Korner eine Auszeit nahm (12. Minute). Bis auf 33:24 waren die Braunschweiger dennoch in Rückstand geraten, ehe Nicolai Simon zunächst per Dreier den SKYLINERS-Lauf unterbrach und anschließend mit einem weiteren Distanzwurf das 35:30 herstellte (16. Minute). Trent Lockett & Co. verteidigten in dieser Phase zudem intensiv und konnten sich nach entschlossenen Korbaktionen von Tim Abromaitis weiter bis auf 35:34 heranspielen (17. Minute). Aber die Frankfurter konterten erneut mit drei Punkten. Und als Nicolai Simon sein zweites unsportliches Foul kassierte, das gleichbedeutend mit dem Spielausschluss war, gerieten die Löwen-Basketballer wieder etwas mehr ins Hintertreffen und gingen mit einem Rückstand von 42:37 in die Halbzeitpause.

Trent Lockett sorgte für die ersten zwei Punkte im dritten Viertel, jedoch blieben die Frankfurter aufgrund der guten Dreierquote nach wie vor in Führung (50:44, 24. Minute). Die Basketball Löwen taten sich allerdings über mehrere Minuten auch schwer, zu guten Abschlüssen zu kommen und ließen zudem Möglichkeiten von der Freiwurflinie und aus Schnellangriffen heraus liegen. Dementsprechend größer wurde ihr Rückstand, der sich nach 26 Minuten auf 54:45 erhöht hatte. Aber sie kamen erneut zurück! Mit einer wieder aggressiveren Verteidigung machten sie der Frankfurter Offensive das Leben schwer. Und weil sie im Gegenzug dazu in Person von Sid-Marlon Theis gut am gegnerischen Brett arbeiteten, konnten sie bis auf 54:52 verkürzen (29. Minute). Den Schlusspunkt dieses dritten Viertels setzte jedoch Sean Armand, der per Mitteldistanzwurf zum 56:52 traf.

Die letzten zehn Minuten blieben packend und rasant, jedoch weiterhin mit der Führung für die SKYLINERS. Und als nach Frankfurter Punkten nun auch noch ein unsportliches Foul gegen Trent Lockett gepfiffen wurde, nutzten die Gastgeber dies für fünf weitere Zähler zum 68:56 (34. Minute). Raoul Korner reagierte nochmals mit einer Auszeit und sein Team kämpfte im Anschluss darum, den Rückstand wieder zu verkürzen. Dies gelang auch: Nach einem Dreier von Dru Joyce waren sie wieder bei einem Rückstand von unter zehn Punkten angelangt (71:63, 37. Minute). Doch die SYKLINERS ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen. Zwar konnten die Basketball Löwen noch einmal bis auf sechs Zähler verkürzen, mussten sich schlussendlich aber doch mit 84:72 geschlagen geben.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch an Gordon und sein Team. Für uns war die Ausgangslage nicht leicht, denn der kurzfristige Ausfall von Kyle Visser hat unseren Gameplan doch ordentlich durcheinander gewirbelt. Wir haben versucht, durch wechselnde Verteidigungen die Frankfurter, und gerade ihre langen Spieler, aus dem Rhythmus zu bringen. Aber die sehr hohe Dreipunktequote von Frankfurt hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch war es eine enge Partie und wir haben einen guten Fight geboten. Einige Big Shots, insbesondere von Sean Armand, waren ein Riesenfaktor für Frankfurt. Bei uns waren es eher kleinere Aktionen, ein Fehlwurf hier, ein vergebener Fastbreak da, die in Kombination mit der Frankfurter Wurfquote, dann für das Endergebnis gesorgt haben.

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): Es war ein guter Sieg für uns. Ich war nicht zufrieden mit der Art wie wir gespielt haben. Wir hatten zu viele Höhen und Tiefen. Man muss Braunschweig Respekt zollen, denn sie haben immer gekämpft und hart und physisch gespielt. Bei uns gab es gute Momente, aber eben auch schlechte, in denen wir uns zu viele Ballverluste und abgegebene Rebounds geleistet haben. Nichtsdestotrotz war es am Ende ein wichtiger Sieg für uns.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson n.e., Theis 4, Joyce 15 (5 Assists), Allen 16 (5 Assists), Abromaitis 9 (5 Rebounds), Adler n.e., McElroy 10 (5 Rebounds), Lockett 12 (10 Rebounds), Simon 6.

FRAPORT SKYLINERS: Ilzhöfer n.e., Voigtmann 2, Armand 22, Barthel 22, Richter 8 (6 Rebounds), Robertson 12 (5 Assists), Morrison 2, Cobbs 11, Doornekamp 5 (9 Rebounds), Fossmann n.e..


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