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Kai Globig zeigte eine solide Leistung und kam auf neun Punkte. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Junior Phantoms-Teams ziehen den Kürzeren

03.03.2014

Das hatten sich die Trainer der beiden Junior Phantoms-Teams U19 und U16 anders ausgemalt. Sowohl Sean McCaw wie auch Frank Lagerpusch hatten die Hoffnung auf einen Sieg ihrer jeweiligen Mannschaft, jedoch mussten sich beide Teams am gestrigen Sonntag am Ende deutlich geschlagen geben. Während die U19-Basketballer auswärts bei RSV/IBBA e.V. mit 68:81 (38:38) verloren, erlitt das U16-Team in der zweiten Halbzeit einen Einbruch in der Offensive und unterlag mit 50:66 (32:26) gegen die Piraten Hamburg.


Ohne den erkrankten Felix Meier angetreten kamen die Junior Phantoms U19 schlecht in die Partie, weshalb Sean McCaw sich bereits nach zwei Minuten gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Eine weitere sollte gegen Ende des ersten Viertels sorgen. „Ich wollte das Team mit den beiden Auszeiten wachrütteln. Und etwas Wirkung hat es auch gezeigt“, so der U19-Coach. Damit spielt er auf die zweiten zehn Spielminuten an, in denen seine Mannschaft besser im Spiel war und zwei Läufe aufs Parkett legte. Keinesfalls unverdient stand es daher zur Pause auch 38:38.

Doch was nach der Halbzeit folgte, war ernüchternd. „Wir waren am Gegner dran. Und ich hatte geglaubt, dass wir realisieren, dass etwas gehen könnte. Und dass wir uns deshalb voll reinhängen. Aber unser drittes Viertel war einfach schlecht“, sagt Sean McCaw. Mit 11:23 gaben die U19-Basketballer diesen Spielabschnitt ab. Und auch, wenn sie das letzte Viertel noch einmal ausgeglichen gestalten konnten – an der Niederlage änderte das nichts mehr.

„Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr enttäuscht bin. Nicht weil wir verloren haben, sondern über die Art und Weise, wie wir verloren haben. Mir fehlt die Leidenschaft und der Willen zu siegen. Wenn wir unsere Würfe nicht treffen, ist das die eine Sache. Aber wenn wir defensiv nicht richtig arbeiten und unser Rebound-Duell abgeben, dann ist das eine Einstellungsfrage. Sicherlich ist es niederschmetternd gewesen, dass wir die Playoffs nicht erreicht haben. Aber wir sollten jetzt für unseren eigenen Stolz gewinnen wollen und versuchen, noch das Beste aus der Saison zu machen“, spricht McCaw klare Worte.

Und seine Mannschaft hat dazu auch noch die Gelegenheit. Weil Neustadt am Wochenende ebenfalls verloren hat, bleiben die Junior Phantoms in der Tabelle auf dem sechsten Platz und haben somit das Heimrecht in den Playdowns sicher. „Wir haben das Heimrecht ,geschenkt' bekommen. Und jetzt muss ein Ruck durch das Team gehen, damit wir in den Playdowns wieder zu alter Form finden und das Geschenk zurückzahlen“, sagt der Trainer. In der Rückrunde hat seine Mannschaft nur eins von sieben Spielen gewonnen. Eine Bilanz, die für Sean McCaw erschreckend ist, die er aber nicht nur auf die Verletzungen zurückführen will. „Wir haben auch zu wenig zusammen trainiert. Und das macht sich eben bemerkbar.“ Dennoch glaubt er an ein Aufbäumen in den Playdowns. Und ein erstes positives Zeichen sieht er darin, dass sein Team um ein Meeting gebeten hat, mit den Coaches. „Es ist gut, dass die Jungs reden wollen. Und ich bin auch für jede Kritik offen. Die Hauptsache ist, dass wir wieder mehr Leidenschaft entwickeln und „wollen“. Eine Aussprache ist dafür vielleicht der erste Schritt“, sagt Sean McCaw zuversichtlich.

Junior Phantoms U19: Haufs 16 (8 Assists), Barp 2 (5 Assists), Vermum 8, Angerstein 22 (11 Rebounds), Kecker 2 , Pazin 11, Sonar 5, Meinerzhagen 2.

JBBL: Auf ordentliche erste Halbzeit folgt Einbruch in der Offensive

Für die Junior Phantoms U16 sind die Playoffs in weite Ferne gerückt. Die Mannschaft von Frank Lagerpusch verlor gestern zu Hause gegen die Piraten Hamburg mit 50:66, startete aber ordentlich in die Partie. Die ersten beiden Viertel entschieden die Braunschweiger für sich und führten zur Halbzeit mit 32:26. Doch dann sollte ein Einbruch in der Offensive folgen – und der war nicht zu stoppen.

„Wir haben mit Beginn des dritten Viertels wieder zu viele Ballverluste produziert. Unser Setplay hat dadurch nicht stattfinden können. Zudem hat der Gegner es verstanden, Lars aus dem Spiel zu nehmen, was uns vor weitere Probleme gestellt hat“, sagt Frank Lagerpusch. Aber der Braunschweiger U16-Coach erkennt auch an, dass die Piraten Hamburg insgesamt das bessere Team an diesem Tag waren und daher verdient gewonnen haben. In den letzten beiden Vierteln erzielte seine Mannschaft nur noch 18 Punkte, der Gegner hingegen 40.

Für die JBBLer ist durch die Niederlage das Erreichen der Playoffs nahezu unrealistisch. Dafür müssten viele „wenn's“ in Kraft treten. Der Fokus liege laut Frank Lagerpusch aufgrund dessen jetzt eher darauf, den Bankspielern mehr Einsatzzeit zu geben und sie für die kommende Saison zu fördern. „Lars wird in den nächsten Wochen höchstwahrscheinlich ohnehin bei der NBBL spielen, und dort in den Playdowns helfen. Das ist jetzt wichtiger. Und unser Ziel wird nun sein, die Saison so ordentlich wie möglich zu Ende zu spielen und die Spielzeit gut auf alle zu verteilen“, sagt der Coach abschließend.

Junior Phantoms U16: Globig 9, Schötz 9, Vickendey 8, Basso, Mellen 2, Krake, Bothe, Martin 2 (7 Rebounds), Brandt, Meier, Dietrichs 5, Lagerpusch 15 (7 Rebounds).


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