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Initialzündung vor der Pause leitet Sieg ein

09.12.2007

New Yorker Phantoms - EnBW Ludwigsburg 86:75 (21:17, 16:20, 22:15, 27:23)

Nach der Heimniederlage gegen Leverkusen und dem schweren Pokalspiel beim Mitteldeutschen BC hatte Phantoms-Trainer Emir Mutapcic eine Energieleistung seiner Mannschaft gefordert. Diese hatte ihrem Übungsleiter gut zugehört und überzeugte spätestens ab Mitte des zweiten Viertels mit hoher Intensität, von der sich auch


New Yorker Phantoms - EnBW Ludwigsburg 86:75 (21:17, 16:20, 22:15, 27:23)

Nach der Heimniederlage gegen Leverkusen und dem schweren Pokalspiel beim Mitteldeutschen BC hatte Phantoms-Trainer Emir Mutapcic eine Energieleistung seiner Mannschaft gefordert. Diese hatte ihrem Übungsleiter gut zugehört und überzeugte spätestens ab Mitte des zweiten Viertels mit hoher Intensität, von der sich auch die gut 3.500 Zuschauer in der Volkswagen Halle zu Braunschweig mitreißen ließen. Doch zu einer spannenden Partie gehören stets zwei Teams. Und die Gäste von EnBW Ludwigsburg zeigten großen Kampfgeist, hatten nach vierzig gespielten Minuten jedoch das Nachsehen. Die New Yorker Phantoms gewinnen mit 86:75 und bleiben damit weiter in Tuchfühlung zum Führungs-Quartett der BBL.


Die Gäste aus Ludwigsburg dehnten die Warmup-Phase vor dem Spiel ins erste Viertel aus und begannen die Partie beschwingt. Während Brandon Woudstra und Ronald Ross den Ball mit Tempo nach vorne trugen, besetzten die großgewachsenen Flügel die Außenbahnen. Außerdem gaben auch die Innenspieler Gas, was bei den Phantoms in der Transition zunächst für Verwirrung sorgte (6:9, 4. Minute). Beide Teams wechselten viel und oft zwischen Mann- bzw. Ball-Raumdeckung hin und her. Die Hausherren kam mit dem ständig wechselnden Rhythmus besser zurecht, ließen den Ball gut laufen und fanden mit Andrew Drevo sowie John Allen freie Schützen jenseits der 6,25m-Linie (15:12, 7. Minute). Da das Ludwigsburger Tempo nun besser kontrolliert wurde, hielt der Vorsprung bis zur Viertelpause (21:17).


Das gute Ball-Movement sollte jedoch nicht von Dauer sein. Die Phantoms agierten zu Beginn des zweiten Durchgangs zu zögerlich, führten teilweise fast den kompletten Angriff bis zwei Meter hinter der Dreierlinie, ohne jeglichen Druck zum Korb zu entwickeln. Braunschweigs Trainer Emir Mutapcic benötigte zwei Auszeiten, um seine Mannen zur Raison zu bringen. Da hatte sich EnBW mit einem 15:2-Lauf bereits abgesetzt (23:32, 17. Minute). Die Initialzündung zur Aufholjagd kam vom Inside-Duo um Drevo und Jason Cain. Gemeinsam setzten sie defensiv wie offensiv die Akzente, die den 14:6-Run Braunschweigs bestimmen sollten. So war es nur passend, dass Drevo kurz vor dem Pausenpfiff per Dunk für den Ausgleich sorgte (37:37).


Nach dem Seitenwechsel kam deutlich mehr Bewegung in die Partie. Munter ging es auf dem Feld rauf und runter. Da sich allerdings auch Ballverluste und Fouls mehrten, kam wenig Produktives dabei heraus (45:45, 26. Minute). Der Knoten platzte zuerst bei Braunschweig, das wieder auf Setplay setzte und aus zwei Angriffen fünf Punkte machte (45:50, 27. Minute). Wie schon im Auftaktviertel behaupteten die Mutapcic-Schützlinge den Vorsprung, konnten diesen sogar noch minimal ausbauen (59:52).


Die Differenz konnte gleich beim Start ins Schlussviertel erhöht werden und schraubte sich nach einem Dreier von Jonathan Levy auf den höchsten Vorsprung von zwölf Zählern (64:52, 32. Minute). Auch wenn Ludwigsburg aufopferungsvoll kämpfte und gute Ansätze für ein Comeback hervorbrachte, den Niedersachsen gelang meist im direkten Gegenzug die passende Antwort. Vorentscheidend war in dieser Hinsicht einmal mehr ein erfolgreicher Wurf von Drevo, den der Amerikaner – wie bereits im Pokalspiel gegen den MBC – von rund anderthalb Meter jenseits der Dreierlinie versenkte (74:65, 37. Minute). Den Schlusspunkt einer unterhaltsamen zweiten Halbzeit setzte Jonathan Levy, der den sechsten von Domonic Jones gespielten Assist per Alley-hoop zum Endstand verwandelte, und so bei den knapp 3.500 Zuschauern frenetischen Jubel auslöste.

Die New Yorker Phantoms setzen sich mit 86:75 gegen EnBW Ludwigsburg durch und bleiben damit weiterhin in Reichweite des Spitzen-Quartetts der BBL.


Resümierend waren sich die beiden Trainer einig, dass die Partie im zweiten Viertel ihre entscheidende Wendung genommen hatte. „Braunschweig hat mit dem Lauf vor der Pause viel Selbstvertrauen und ein positives Erlebnis mit in die Kabine genommen“, konstatierte EnBW-Coach Silvano Poropat. „Bei uns war es genau andersherum. Insgesamt haben die Phantoms mehr für den Sieg investiert.“ Investiert in ihre Verteidigung, die Emir Mutapcic als weiteren Knackpunkt ausmachte. „Unser Lauf war nur ein Produkt der Intensität in eigener Hälfte“, so der Phantoms-Coach. „Das Team hat gezeigt, dass es noch Kraft hat, was nicht zuletzt für unser hohes Niveau im Training spricht.“


New Yorker Phantoms:

Wright, Levy (20/2), Allen (16/3), Visser (7), Drevo (19/2), Jones (15/1), Cain (9), Stückemann


EnBW Ludwigsburg:

Harris (2), Prewitt (3), Nascimento (8), Collins (22/1), Mittmann (3), Ross (9/1), Dourisseau (9), Schaffartzik (3/1), Woudstra (12/2), Richardson (4)

 

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