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"In der Beko BBL gibt es keine leichten Gegner"

17.10.2010

Die Redaktion von REBOUND, das Hallenmagazin der New Yorker Phantoms, sprach mit Trainer Sebastian Machowski vor dem Heimspiel gegen den Deutschen Meister Brose Baskets im Interview über die neue Spielzeit, über die Vorteile des neuen Regelwerks, über den heutigen Gegner Brose Baskets, aber auch über spezielle Eigenarten der Braunschweiger.


Die Redaktion von REBOUND, das Hallenmagazin der New Yorker Phantoms, sprach mit Trainer Sebastian Machowski vor dem Heimspiel gegen den Deutschen Meister Brose Baskets im Interview über die neue Spielzeit, über die Vorteile des neuen Regelwerks, über den heutigen Gegner Brose Baskets, aber auch über spezielle Eigenarten der Braunschweiger.

REBOUND: Hallo Sebastian, mit dem Erreichen des Halbfinales 2009/10 habt Ihr eine der besten Spielzeiten in der Historie des Braunschweiger Basketballs überhaupt abgeliefert. Ist das Ergebnis überhaupt zu toppen?
Sebastian Machowski: Unser Saisonziel ist das gleiche wie in der vergangenen Spielzeit. Wir wollen in die Playoffs einziehen, uns aber langfristig als Playoff-Mannschaft etablieren. Zudem gilt es, den Zuschauerschnitt kontinuierlich zu halten, aber besser noch: auszubauen. Das Stichwort Kontinuität gilt auch im personellen Bereich. Es ist uns gelungen den Großteil der Leistungsträger zu halten, mit Kyle Visser konnten wir einen bundesligaerfahrenen Center zurückzuholen.

Für die Saison 2010/11 gab es bekanntlich eine Reihe neuer Regeln bezüglich der Dreipunktelinie, der Angriffszeit, der Zonenform etc. Welche Neueinführung hat das Spiel auf dem Parkett Deiner Meinung nach am meisten verändert?
Durch das Zurückversetzen der Dreipunktelinie ist nicht nur gefühlt sondern auch tatsächlich mehr Platz zum Ziehen von den Flügelpositionen und aus der Mitte. Die Wege für die Verteidiger werden einen Schritt länger. Zu früh wäre es jedoch für eine Bewertung der Modifikation der 24-Sekundenregel, des Spielverhaltens am Zonenrand oder in der Zone. Fragt mich noch einmal in der Mitte der Saison...

Gesetzt den Fall, Du hättest heute einen Wunsch für die Saison 2010/11 frei. Was würdest Du Dir für Dein Team wünschen?
Ich wünsche mir, dass alle Spieler möglichst verletzungsfrei durch die Saison kommen. (Lacht) Habe ich noch einen frei? Toll wäre es, wenn uns die Fans bei unseren Heimspielen in der Volkswagen Halle so lautstark unterstützen wie in den Playoffs.

Juckt es Dich als Ex-Profibasketballer nicht manchmal, das Trikot selbst überzustreifen und für die Punkte zu sorgen statt Anweisungen vom Seitenrand zu geben? Machst Du manchmal noch was mit dem orangenen Ball?
In einer Mannschaft spiele ich natürlich nicht. Dazu bleibt keine Zeit. Ich werfe manchmal nur aus Spaß ein wenig auf den Korb. Aber ich halte mich mit Fitnesstraining, Squash, Badminton und Tennis fit. Ich wüsste aber auch gar kein Team, wo ich mitspielen könnte.

Heute empfangt Ihr die Brose Baskets, jener Gegner, gegen den in der Halbfinalserie Endstation war. Gehst Du mit einem besonderen Gefühl speziell in diese Partie?
Immerhin spielen wir gegen den aktuellen Deutschen Meister, eine der stärksten Mannschaften der Liga. Es ist natürlich ein hoher Anreiz und eine besondere Motivation für unser Team, das Spiel zu gewinnen.

Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun hat gesagt, dass die Titelvergabe des Deutschen Meisters 2011 erneut über die Brose Baskets aus Bamberg führt. Wie stark schätzt der Trainer die Franken in dieser Spielzeit ein?
Die Brose Baskets sind völlig verdient Deutscher Meister geworden. Die Bamberger Verantwortlichen haben das Team weitestgehend zusammenhalten können und sogar noch auf zwei Positionen verstärkt, das ist eine gute Ausgangsbasis zur Titelverteidigung. Aber ich erwarte wieder eine ausgeglichene Saison in der Beko BBL, in der es keine leichten Gegner gibt und keine Punkte eingeplant werden können. Dies hat unser erstes Spiel gegen Aufsteiger BBC Bayreuth (Anmerk.: 68:61-Heimesieg) bereits gezeigt.

Du bist in Berlin aufgewachsen und hast während Deiner aktiven Zeit in vielen Städten Deutschlands und Europas gelebt. Seit letztem Sommer wohnst Du in Braunschweig. Was würdest Du als typisch Braunschweigisch bezeichnen?
Eine typisch Braunschweiger Eigenart ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Ich bin sehr gerne hier, ich habe viele nette Menschen in dem einen Jahr kennengelernt.


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