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Igor Milosevic: „Ich möchte wieder Spaß am Basketball haben“

17.02.2012

Neuzugang und Spielmacher Igor Milosevic ließ während des Spiels in Frankfurt bereits aufblitzen, was er zu leisten imstande ist: schöne Pick-and-Roll-Spielzüge in Kombination mit Center Kyle Visser, schneller Zug zum Korb und eine gute Verteidigung. Der 25-Jährige scheint bereits gut in Braunschweig und im Team angekommen zu sein. Und genau darüber sowie über seine Rolle innerhalb der Mannschaft sprach newyorkerphantoms.de mit dem aufgeschlossen wirkenden Serben.


Neuzugang und Spielmacher Igor Milosevic ließ während des Spiels in Frankfurt bereits aufblitzen, was er zu leisten imstande ist: schöne Pick-and-Roll-Spielzüge in Kombination mit Center Kyle Visser, schneller Zug zum Korb und eine gute Verteidigung. Der 25-Jährige scheint bereits gut in Braunschweig und im Team angekommen zu sein. Und genau darüber sowie über seine Rolle innerhalb der Mannschaft sprach newyorkerphantoms.de mit dem aufgeschlossen wirkenden Serben.

Igor, du bist jetzt seit knapp zwei Wochen in Braunschweig. Wie sind deine ersten Eindrücke von der Stadt?
Igor Milosevic: Ich habe leider noch nicht allzu viel sehen können, da ich bislang sehr viel mit dem Training und der Eingewöhnung beschäftigt war. Braunschweig scheint nicht allzu groß zu sein, erweckt aber einen sehr angenehmen Eindruck. Für mich hat die Innenstadt durch die Fülle an Cafés und Restaurants ein wenig italienisches Flair. Das mag ich sehr und wirkt einladend.

Wie fühlst du dich innerhalb der Mannschaft? Hast du den Eindruck, bereits integriert zu sein?

Igor Milosevic: Eigentlich kommt es mir so vor, als wäre ich schon wesentlich länger hier (lacht). Ich fühle mich wirklich sehr wohl in diesem Team. Alle haben mich offen aufgenommen und geben mir nicht das Gefühl, ein Neuling zu sein. Die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft wirkt allerdings auch harmonisch und dann ist es ohnehin immer etwas einfacher, in ein neues Team zu kommen und integriert zu werden. Aber ja, bis jetzt fühlt sich alles gut an.

Apropos wohlfühlen... Warum hat es bei BC Astana, deinem vorherigen Club in Kasachstan, nicht so gut geklappt?
Igor Milosevic: Nun ja, ich würde sagen: Das hat einfach nicht gepasst. Zwar war das spielerische Niveau dort hoch und die Bezahlung wirklich gut. Aber das ist eben nicht immer alles. Ich hatte nicht das Gefühl, dort richtig anzukommen und meine Position innerhalb der Mannschaft finden zu können. Aber jetzt habe ich gewechselt und nun geht es für mich wieder bei Null los.

Wieso hast du dich für einen Verein in Deutschland bzw. die New Yorker Phantoms entschieden?  
Igor Milosevic: Da gibt es verschiedene Gründe. Ich mag Deutschland und habe viel Gutes über diese Liga gehört, die ja auch immer stärker wird. Zum anderen spiele ich aber einfach sehr gerne Basketball und wollte jetzt wieder in eine Mannschaft stoßen, in der ich eine Rolle spielen kann und Spielzeit erhalte. Ich möchte wieder Spaß am Basketballspielen haben und glaube, dass dies hier der Fall sein wird.

Was können dein Team und die Fans von dir auf dem Parkett erwarten?
Igor Milosevic: Eine bunte Mischung. Ich bin recht vielseitig und kann das Spiel schnell machen. Diese Mannschaft besteht aus Spielern, die sehr stark in der Transition sind, offensiv wie defensiv, und das kann ich durch meine Schnelligkeit unterstützen. Ich habe aber auch die Möglichkeit zu punkten oder für meine Kollegen zu spielen. Unterm Strich werde ich allerdings das tun, was der Trainer von mir verlangt. Und dann ist es egal, ob meine Aufgabe darin besteht, zu punkten oder den Ball zu verteilen.

Seitdem du bei der Mannschaft bist, haben die New Yorker Phantoms drei Spiele bestritten, die alle in der Verlängerung entschieden worden. Hast du so etwas schon einmal erlebt? 
Igor Milosevic: Nein, ehrlich gesagt habe ich so etwas vorher noch nicht erlebt. Beim ersten Spiel in Bremerhaven war das ja noch nicht ungewöhnlich. Eine Verlängerung kommt schließlich immer mal vor. Aber dann passierte es in Frankfurter wieder. Und als wir vorgestern in Berlin spielten konnte ich einfach nicht glauben, was da geschah. Ich saß auf der Bank und dachte: Oh nein, es passiert schon wieder! (lacht)
Aber es war toll, wie das Team sich dieser schweren Aufgabe gestellt hat. Denn wenn du schon zwei Mal in der Verlängerung verloren hast, dann ist es sehr schwer in einer erneuten und ähnlichen Situation an einen positiven Ausgang zu glauben. Doch das hat die Mannschaft getan. Alle haben daran geglaubt, dass es möglich ist, dafür gekämpft und sich am Ende mit dem Sieg belohnt!

In deinem bisher einzigen Einsatz bei den New Yorker Phantoms musstest du gegen die physisch starken und sehr gut verteidigenden Frankfurter spielen. Hat dir das Probleme bereitet?
Igor Milosevic: Nicht wirklich, denn ich wusste vorher schon, dass die Spielweise in Deutschland physischer ist und hatte mich dementsprechend darauf vorbereitet. Allerdings bin ich aktuell noch nicht wieder 100-prozentig fit, weil ich die letzten Wochen nur trainiert, aber keine Spiele bestritten habe. Deshalb muss ich mich generell erst einmal wieder an die Wettkampfhärte gewöhnen.

Am morgigen Samstag trefft ihr auf die Würzburger, die im Übrigen auch recht physisch agieren. Hast du dir schon ein Bild von dieser Mannschaft machen können? Und wirst du wieder mitspielen können?
Igor Milosevic: Ja, ich werde wieder dabei sein können und bin auch schon über die Würzburger informiert. Ich weiß, dass sie meistens eher klein aufgestellt sind und mit schnellen Guards sehr viel Druck auf den Aufbau ausüben. Aber darauf werden wir und ich vorbereitet sein und versuchen, dennoch unser Spiel zu spielen. Wir möchten dort den nächsten Sieg holen und das ist auch nötig, wenn wir nach dem Einzug in das Top Four auch die Playoffs erreichen wollen.

Abschließend noch eine Frage: Glaubst du, dass die New Yorker Phantoms den Pokalwettbewerb gewinnen können?
Igor Milosevic: Auf jeden Fall. Wir haben ein starkes und tief besetztes Team. Und wer Alba  Berlin auswärts besiegen kann, der kann auch jeden anderen Gegner schlagen.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg morgen in Würzburg!

Interview: Fabienne Buhl


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