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Letztes Jahr hat Nils Mittmann in der Volkswagen Halle noch gegen Johannes Lischka gespielt, am Samstag spielen sie dort zusammen gegen die Phantoms. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

„Ich hoffe, nicht intuitiv in die Phantoms-Umkleide zu laufen“

01.11.2013

Am Samstag (2. November, 19.30 Uhr) treffen die New Yorker Phantoms auf die WALTER Tigers Tübingen. Bei den Gästen spielt seit dem Sommer auch Nils Mittmann. newyorkerphantoms.de hat vor der Begegnung mit dem Phantoms-Kapitän der letzten Jahre über den emotionalen Aspekt dieses Spiels und besondere Erinnerungen gesprochen...


Nach zuletzt fünf Jahren im Braunschweig-Trikot läufst du am Samstag gegen die New Yorker Phantoms auf. Das dürfte für dich alles andere als ein alltägliches Erlebnis sein.

Nils Mittmann: Das stimmt wohl. Ich freue mich sehr auf das Spiel und in Braunschweig zu sein. Aber es wird sicherlich auch ein wenig seltsam sein. Samstagvormittag im Training werde ich bereits mit meiner alten und mir vertrauten Umgebung in Berührung kommen und ich hoffe, ich kann mich in der Volkswagen Halle an den Weg in die Gästekabine erinnern und laufe nicht intuitiv in die Phantoms-Umkleide (lacht). Abends dann gegen die Phantoms zu spielen, wird ungewohnt sein, aber ich werde das auf dem Parkett ausblenden und mich auf das Spiel konzentrieren.

Es wird aber schon ein emotionaler Augenblick für dich sein, wenn du auf dem Parkett aufläufst, oder?

Nils Mittmann: Natürlich. Braunschweig hat für mich einen hohen Stellenwert. Es ist ja auch meine Heimat und ich verbinde mit der Stadt und den New Yorker Phantoms sehr viele positive Momente, Erinnerungen und Erlebnisse. Daher wird es auch ein besonderes Gefühl sein, auf dem Parkett aufzulaufen. Allerdings befinden wir uns mit den Tigers derzeit in keiner einfachen Situation und in dieser darf es nur wenig Platz für Sentimentalitäten geben.

Du hast es gerade schon angesprochen... Bei den WALTER Tigers Tübingen läuft es bisher nicht rund. Fünf Niederlagen und ein Sieg stehen für euch zu Buche. Was traust du der Mannschaft in dieser Saison dennoch zu?

Nils Mittmann: Der Start in die Saison war natürlich sehr holperig und das haben wir uns alle anders vorgestellt. Wir haben viel Potenzial und auch eine gute Mannschaft. Aber offensiv ist bei uns bislang noch nicht viel zusammengelaufen, und wir haben auch zu viele Ballverluste produziert. Jetzt haben wir allerdings gerade mit Branislav Ratkovica einen Spielmacher verpflichtet, der uns sicherlich helfen wird. Er kennt die Liga und wird Struktur in unser Spiel bringen. In Anbetracht dessen, dass ich weiß, dass wir besser spielen können und nun auch Branislav an Bord haben, blicke ich positiv in die Zukunft. Wohin es genau gehen wird, muss man abwarten. Aber ich habe grundsätzlich ein gutes Gefühl.

Du hattest letzte Saison lange mit einer schweren Verletzung zu kämpfen, bist aber jetzt offensichtlich wieder vollkommen fit. Wie zufrieden bist du bisher mit deiner Leistung?

Nils Mittmann: Körperlich geht es mir richtig gut. Ich bin fit und fühle mich auch so. Ich hatte auch eine sehr gute Vorbereitung, die mir ein gutes Gefühl für die Saison gegeben hat. Die Zufriedenheit über meine persönliche Leistung definiere ich aber immer über die Teamleistung. Und da wir als Mannschaft derzeit nicht so spielen, wie wir es wollen, bin ich und kann ich bisher auch nicht zufrieden sein.

Eine letzte Frage: Welcher Moment in deiner Phantoms-Karriere wird dir rückblickend immer als „besonderer“ in Erinnerung bleiben?

Nils Mittmann: Puh, da gibt es mehrere. Aber als wir damals (2009/10) mit Heiko (Schaffartzik) und Yassin (Idbihi) Oldenburg als Tabellenführer im Playoff-Viertelfinale geschlagen haben und ins Halbfinale eingezogen sind, das war schon sehr schön und unvergesslich. Ebenso gehört die Niederlage gegen Bamberg (2011) im Pokalfinale auch zu den besonderen Momenten. Sicherlich tat diese Niederlage weh, aber bis in das Finale zu kommen war einfach klasse. Und der Moment der Niederlage war ein sehr gefühlsintensiver Augenblick, der mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Vielen Dank Nils und alles Gute für die Zukunft.


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