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Herr im eigenen Haus

19.11.2007

New Yorker Phantoms - Telekom Baskets Bonn 73:63 (21:11, 14:17, 20:13, 18:22)

Mit den Telekom Baskets Bonn stand ein attraktiver Gegner zum BBL.TV-Spiel ins Haus. Unterhaltsam wurde die Partie dann auch – nicht zuletzt durch eine Reihe sehenswerter Flugeinlagen auf beiden Seiten. Mit einem guten Start legten die New Yorker Phantoms den Grundstein zum 73:63-Sieg, der sie in der Tabelle auf den vierten Rang hievt. In der Halbzeitpause wurde die erste Pokalhauptrunde von Glücksfee Nadine Ernsting-Krienke (Hockey-Nationalspielerin), BBL-Geschäftsführer Jan Pommer und BBL.TV-Moderatorin Sarah Beckmann ausgelost. Dabei erwischten die Phantoms mit dem Mitteldeutschen BC einen attraktiven Gegner aus der ProA – das Spiel findet zwischen dem 4. und 6. Dezember in Weißenfels statt.


New Yorker Phantoms - Telekom Baskets Bonn 73:63 (21:11, 14:17, 20:13, 18:22)


Mit den Telekom Baskets Bonn stand ein attraktiver Gegner zum BBL.TV-Spiel ins Haus. Unterhaltsam wurde die Partie dann auch – nicht zuletzt durch eine Reihe sehenswerter Flugeinlagen auf beiden Seiten. Mit einem guten Start legten die New Yorker Phantoms den Grundstein zum 73:63-Sieg, der sie in der Tabelle auf den vierten Rang hievt. In der Halbzeitpause wurde die erste Pokalhauptrunde von Glücksfee Nadine Ernsting-Krienke (Hockey-Nationalspielerin), BBL-Geschäftsführer Jan Pommer und BBL.TV-Moderatorin Sarah Beckmann ausgelost. Dabei erwischten die Phantoms mit dem Mitteldeutschen BC einen attraktiven Gegner aus der ProA – das Spiel findet zwischen dem 4. und 6. Dezember in Weißenfels statt.


Die Partie begann für die Braunschweiger Fans mit einer Schrecksekunde. Bei einer Reboundaktion bekam John Allen einen Schlag auf den Hinterkopf und blieb unter dem Korb der Phantoms liegen. Der Guard musste kurz ausgewechselt werden, noch ehe das Spiel überhaupt richtig angefangen hatte. Doch auch ohne den besten Vorlagengeber des Teams kamen die Gastgeber gut aus den Startlöchern. Denn Andrew Drevo hatte ein heißes Händchen und schneller sechs Punkte auf dem persönlichen Konto, als die Bonner Verteidigung „BBL.TV“ sagen konnte (12:7, 5. Minute). Die Transition der Rheinländer wollte einfach nicht zünden. Der Ball landete oft den Weg im Seitenaus oder landete in den Händen der Niedersachsen. Fünf Ballverluste verbuchten die Baskets in den ersten zehn Minuten. Bonns Trainer Michael Koch versuchte mit einer 3-2-Zone den Rhythmus des Spiels zu ändern. Dies sollte auch gelingen, wenngleich die Phantoms auf ansehnliche Art und Weise den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzten. Es war Allen, der in der Vorwärtsbewegung einen weiten Dreier nehmen musste ... und mit dem Pausenhorn verwandelte (21:11).


Die 3.400 bestens unterhaltenen Zuschauer – darunter auch BBL-Geschäftsführer Jan Pommer – sahen eine intensiver zu Werke gehende Bonner Mannschaft, die sich vor allem in der eigenen Hälfte deutlich steigerte. Der erhöhte Druck führte zu vermehrten Ballverlusten der Hausherren, was Bonn im Gegenzug direkt bestrafte (26:24, 15. Minute). Erst die zweite von Emir Mutapcic eingeforderte Auszeit stoppte den Zwischenspurt Bonns und sorgte noch vor der Halbzeitpause für entspanntere Gesichtszüge beim Braunschweiger Trainer (35:28).

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie an Fahrt auf. Beide Mannschaften suchten den schnellen Abschluss. Im Eiltempo ging es auf dem Parkett der Volkswagen Halle rauf und runter. Die Ausbeute jedoch blieb überschaubar, warf im Endeffekt jedoch mehr Zählbares für die Phantoms ab (40:28, 22. Minute). Die Gäste haderten mit ihren und den gegen sich getroffenen Entscheidungen, weswegen die Differenz weiterhin im zweistelligen Bereich blieb (55:41).


Dass Bonn über enormes athletisches Potential verfügt ist kein Geheimnis in Basketball-Deutschland. Jenes Potential nutzte die Koch-Truppe, um im letzten Durchgang defensiv über das gesamte Feld Druck auf den ballführenden Spieler auszuüben – mit Erfolg. Der Braunschweiger Vorsprung schmolz langsam zusammen (57:48, 33. Minute). Durch einen Dreier von Andrew Drevo wurde der passende Konter gesetzt und dem finalen gegnerischen Ansturm Paroli geboten. Knapp drei Minuten vor Spielende zitierte Koch die seinen abermals zu sich, um letzte Anweisungen zu geben (63:56, 38. Minute). Taktische Fouls bestimmten ab sofort das Geschehen. Braunschweig, bis dahin ohne Wurfglück von der Linie, nahm nochmals alle Konzentration zusammen und behielt die Führung inne. Die New Yorker Phantoms gewinnen 73:63 gegen die Telekom Baskets Bonn und schieben sich in der Tabelle auf den vierten Rang.


Nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Michael Koch. „Wir haben die Partie in den ersten fünf Minuten aus der Hand gegeben und mussten permanent einem Rückstand hinterher laufen“, konstatierte der Baskets-Coach. „Gegen eine Mannschaft ist es schwer zurück zu kommen, wenn man nicht von Beginn an klarstellt, wer der Herr im Haus ist.“ Die Gäste gaben sich jedoch zu keinem Punkt auf und verlangten den Gastgebern viel ab. „Dieses Spiel hat uns sehr viel Kraft gekostet“, befand auch Phantoms-Trainer Emir Mutapcic. „Bonn ist sehr athletisch und lebt von seinen Fastbreaks. Diese haben wir ganz ordentlich kontrolliert. Wir selbst sind endlich gut zum Brett gegangen, haben Freiwürfe bekommen, hätten diese Chancen aber besser nutzen müssen.“ Von 33 Versuchen ohne Fremdeinwirkung fanden lediglich 20 (61 Prozent) ihr Ziel. Mutapcic: „Nichts desto trotz sind wir froh, ein Playoff-Team geschlagen zu haben – die Mannschaft hat Charakter bewiesen.“


New Yorker Phantoms:

Wright (8), Levy (8), Allen (16/2), Visser (9), Drevo (17/1), Jones (12/1), Cain, Khartchenkov (3/1)


Telekom Baskets Bonn:

Frazier (4), Burrell (5), Strasser (11/1), Davis (8/1), Diagne (9/1), Bowler (4), Conley (10), Kolodziejski (2), Kruel (10)

 


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