News

Dru Joyce übernahm viel Verantwortung und warf sein Team in die Verlängerung. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Hart umkämpftes Spiel nach zweifacher Verlängerung verloren

11.10.2014

Nach dem Krimi-Sieg nach Verlängerung vom letzten Wochenende über Bamberg gingen die Basketball Löwen Braunschweig auch am heutigen Samstag, 11. Oktober, in die Overtime. Dieses Mal mussten sie sich jedoch nach zweifacher Verlängerung mit 83:97 (27:32, 70:70, 78:78) vor 2218 Zuschauern dem Mitteldeutschen BC beugen. Dabei lief die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner die meiste Zeit der Partie einem Rückstand hinterher, konnte sich zwar in die Verlängerung kämpfen, doch ging ihr dort in der zweiten Overtime die Puste aus. Bester Punktesammler bei den Löwen war Kyle Visser mit 23 Punkten. Dru Joyce zeigte mit 19 Punkten, neun Rebounds und sieben Assists ebenfalls eine starke Leistung. Bei den Gästen traf Christian Standhardinger mit 25 Punkten am häufigsten.


Mit einem 5:0-Lauf starteten die Basketball Löwen Braunschweig gut in die Begegnung. Allerdings kamen die Gäste danach besser ins Spiel und markierten ihrerseits zehn Zähler in Folge zum 5:10 (5. Minute). Die Mannschaft von Raoul Korner hatte in dieser Phase Schwierigkeiten, offensiv gegen die stark verteidigenden Wölfe den Rhythmus zu finden. Doch wenn es über Center Kyle Visser ging, dann funktionierte es meistens. Näher heran kamen die Löwen-Basketballer aber zunächst nicht, was auch daran lag, dass der MBC bei guter Quote traf: Nach einem Gäste-Dreier lagen Joyce & Co. mit 9:17 zurück (8. Minute). Aufgrund von guter Defensivarbeit und erfolgreichen Aktionen in Korbnähe in den letzten zwei Minuten konnten die Braunschweiger auf 13:17 zum Viertelende verkürzen.

Im zweiten Spielabschnitt bewegten die Basketball Löwen den Ball anfangs besser und schneller. Dadurch kamen sie in gute Wurfpositionen, doch wollte das orangene Rund nur selten durch die Reuse fallen. Dies galt allerdings auch für den MBC. Und nachdem Maurice Pluskota mit einem krachenden Dunking das 19:20 (15. Minute) erzielt hatte, nahm der Gäste-Trainer Silvano Poropat eine Auszeit. Beide Teams suchten im Anschluss daran vor allem den direkten Weg zum Korb und das war auf Braunschweiger Seite auch deutlich erfolgreicher als Distanzwürfe. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie noch keinen Dreier getroffen und die Feldtrefferquote lag insgesamt nur bei 37 Prozent. Hinzukommend wirkten die Wölfe häufig einen Schritt schneller sowie entschlossener und so verließen Kyle Visser und Kollegen das Spielfeld mit einem Rückstand von 27:32 zur Halbzeitpause.

Mit Beginn des dritten Viertels versenkten die Gäste einen Dreier. Doch der bisher noch glücklose Tim Abromaitis konterte im Gegenzug und traf den ersten Braunschweiger Dreier in dieser Partie. Damit schien der Bann gebrochen, und es sollte nicht lange dauern, bis auch Trent Lockett für drei erfolgreich war (33:36, 23. Minute). Jetzt war mehr Zug, mehr Dampf im Spiel der Braunschweiger Korbjäger. Und als Trent Lockett einen Schnellangriff mit einem Dunking abschloss, da war nicht nur das Publikum voll da, sondern auch der 39:39-Ausgleich hergestellt. Der MBC nahm wieder eine Auszeit, auf die prompt fünf Gäste-Punkte und eine Auszeit durch Raoul Korner folgten. Zwar blieben die Basketball Löwen in Schlagdistanz (43:46, 45:49), jedoch konnten sie nicht zwei MBC-Dreier in Folge zum 45:52 verhindern (30. Minute). Trent Lockett sorgte für die letzten Zähler in diesem Viertel zum 47:52.

Es vergingen lediglich zweieinhalb Minuten, bis Raoul Korner sein Team erneut zur Auszeit versammelte. In dieser Zeit war seine Mannschaft mit 47:58 weiter in Rückstand geraten. Aber die Ansprache des Löwen-Trainers hatte Wirkung gezeigt: Immanuel McElroy & Co. erzielten sieben Punkte in Serie und waren wieder auf 54:58 dran (34. Minute). Die Partie war jetzt richtig spannend und packend. Eine Minute vor dem Ende waren die Wölfe zwar bis auf vier Zähler weg (65:69), doch dann übernahm Dru Joyce. Der Löwen-Spielmacher netzte zuerst einen Dreier ein, und nachdem der MBC anschließend nur einen von zwei Freiwürfen getroffen hatte, verwandelte er vier Sekunden vor Schluss einen Korbleger zum 70:70. Verlängerung!

Hier blieb Dru Joyce weiterhin für das Scoring zuständig. Er erzielte drei Punkte zur zweiten Führung in diesem Spiel (73:71). Aber der MBC kam zurück und führte in der 44. Minute wieder mit 75:78. Doch auch das machten die Löwen-Basketballer wieder wett und hatten neun Sekunden vor dem Ende der Verlängerung die Chance erneut vorzulegen. Doch Kyle Visser traf nur einen Freiwurf zum 78:78 – und dabei blieb es auch. Zweite Verlängerung!

Ein 0:10-Lauf, das fünfte Foul von Trent Lockett und wenig Fortune im Abschluss charakterisierten die ersten beiden Minuten des Korner-Teams in der zweiten Verlängerung. Erst nach einer Auszeit und beim Stand von 78:88 fiel der erste Braunschweiger Korb, auf den Dru Joyce einen Dreier zum 83:88 folgen ließ. Die Löwen steckten nicht auf und versuchten noch einmal heranzukommen. Aber der Akku war einfach leer, während der MBC nahezu alles traf. Und so endete die umkämpfte Partie schlussendlich mit 83:97.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Es war ein hart umgekämpftes Spiel, aber ein verdienter Sieg für den MBC. Wir waren immer ein Stückchen hinten dran. Und in diesem Spiel galt, wer getroffen hat, hat geführt. Wenn du nicht triffst, dann musst du defensiv stehen und darfst den Ball nicht wegschmeißen. Das ist uns aber nicht immer gelungen. Eine Partie gewinnt man nicht durch schwierige Würfe, sondern durch Rebounds, durch gute Eins-gegen-Eins-Aktionen und Freiwürfe. Wir haben zwar defensiv gerackert, aber unsere Würfe nicht getroffen. Unterm Strich waren wir nie in der Lage, unseren Rhythmus zu finden. Zwar haben wir uns mit viel Kampf in die Verlängerung gespielt, aber in der zweiten Overtime ging dann bei uns das Licht aus, auch weil der MBC Wahnsinnswürfe getroffen hat.

Silvano Poropat (Mitteldeutscher BC): Nach so einem Spiel ist man natürlich erschöpft und müde, aber um so glücklicher, wenn man nach zwei Verlängerungen gewonnen hat. Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Wir haben die meiste Zeit vorne gelegen. Braunschweig hat sehr gut gekämpft und wir waren darauf vorbereitet, dass sie physisch agieren würden. Aber wir haben dagegen gehalten und ich bin stolz über die mentale Stärke meiner Mannschaft. Wir freuen uns sehr über diesen dritten Sieg, müssen aber weiterhin hart arbeiten und auf dem Boden bleiben.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson n.e., Visser 23 (5 Rebounds), Bogdanov n.e., Theis n.e., Joyce 19 (9 rebounds, 7 Assists), Allen 8, Pluskota 2, Abromaitis 7, Lockett 13 (9 Rebounds), Simon 2 (4 Assists).

Mitteldeutscher BC: Schwarz 5, Serapinas 11, Zinn n.e., Liyanage, Massenat 12 (7 Assists), Standhardinger 25 (9 Rebounds), Pantelic 13 (12 Rebounds), Vilhjalmsson 10, Richard 17, Clay 4, Nicholas, Kuhn n.e..


DatenschutzImpressum