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Aaron Doornekamp ackerte zusammen mit Maurice Pluskota erfolgreich unter den Körben. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Hart erkämpfter 65:58-Sieg über die s.Oliver Baskets

04.01.2014

Die New Yorker Phantoms Braunschweig sind am Samstag, 4. Januar, mit einem Sieg in das neue Jahr gestartet. Ohne den gesperrten Kyle Visser und den verletzten Achmadschah Zazai gewannen sie vor 3399 Zuschauern in der Volkswagen Halle in einer sehr umkämpften Partie mit 65:58 (28:31) gegen die s.Oliver Baskets aus Würzburg. Nachdem die Braunschweiger Korbjäger im dritten Viertel mit acht Zählern zurückgelegen hatten, kämpften sie sich bravourös im letzten Spielabschnitt zurück und drehten das Spiel zu ihren Gunsten. Insgesamt verwandelten sie 32 von 34 Freiwürfen und fanden in Immanuel McElroy ihren Topscorer mit 19 Punkten. Auf Würzburger Seite kamen Maurice Stuckey und Jason Boone auf jeweils 14 Zähler.


Immanuel McElroy eröffnete die Begegnung mit einem Korbleger, doch ließ der Ausgleich der Gäste nicht lange auf sich warten. Aber die New Yorker Phantoms standen defensiv gut und ließen den s.Oliver Baskets wenig Raum. Zudem bewegten sie den Ball in der Offensive gut, zogen viel zum Korb, wodurch sie sich viele Freiwürfe erarbeiteten. Nachdem zuerst James Florence und Immanuel McElroy trafen, versenkten auch Maurice Pluskota sowie Isaiah Swann ihre Freiwürfe zum 10:4 (4. Minute). Die Würzburger hatten jetzt bereits die Teamfoulgrenze erreicht, allerdings kamen sie dennoch wieder heran: Nach zwei vergebenen Phantoms-Würfen in Folge konnten die Gäste im Gegenzug erfolgreich zum 12:11 abschließen (8. Minute). Zum Viertelende hatten die Braunschweiger Korbjäger jedoch noch die Führung aus der Hand gegeben – auch weil kaum Würfe durch die Reuse fallen wollten (17 Prozent Feldwurfquote). Und so ging es mit 15:17 in die zweiten zehn Minuten.

Es dauerte drei Minuten bis Aaron Doornekamp die ersten Braunschweiger Punkte in diesem Viertel zum 17:20 erzielte. Aber offensiv fehlte nach wie vor der Rhythmus, kaum ein Wurf wollte durch den Korb fallen. Und deshalb wuchs der Rückstand auch an: 17:24 stand es nach 14 gespielten Minuten. Raoul Korner reagierte mit einer Auszeit – und die zeigte Wirkung. Zurück auf dem Feld fand seine Mannschaft wie zu Beginn der Partie wieder vermehrt den direkten Weg zum Korb und traf. Es folgte ein 5:0-Lauf zum 24:26 (18. Minute) und damit waren die Phantoms-Basketballer wieder im Spiel. Jetzt war auch das Publikum voll da und durfte sich über einen krachenden Dunking des beherzt aufspielenden Center-Nachwuchs Maurice Pluskota freuen (26:27). In die Halbzeit ging es aber dennoch mit einem knappen Rückstand von drei Zählern beim Stand von 28:31.

Die New Yorker Phantoms kamen ohne Kenny Kadji aus der Pause zurück. Auf dem Parkett ging es aber weiter. Und hier gehörten die ersten vier Zähler den Gästen. James Florence verhinderte allerdings mit dem ersten erfolgreichen Braunschweiger Dreier in dieser Partie ein weiteres Davonziehen des Gegners (31:35, 22. Minute). Und der Phantoms-Spielmacher war wenig später erneut per Dreier zur Stelle und wurde dann auch noch bei einem Dreierversuch gefoult. Zwei Freiwürfe verwandelte der Point Guard, und Isaiah Swann holte anschließend von selbiger Stelle die Führung für die Phantoms-Basketballer zurück (38:37, 26. Minute). Die währte jedoch nicht lange, auch weil die Korner-Mannschaft wieder leicht offensiv aus dem Tritt geriet. Die Gäste nutzten dies und legten einen 9:0-Lauf zum 38:46 aufs Parkett. Immanuel McElroy beendete die Durststrecke seines Teams an der Freiwurflinie und stellte mit seinen zwei Zählern den Viertelendstand von 40:46 her.

Mit Beginn der letzten zehn Minuten liefen die Braunschweiger Korbjäger diesem Rückstand zunächst hinterher. Doch vier Zähler von Immanuel McElroy und zwei von James Florence führten die New Yorker Phantoms wieder auf 48:50 heran. Die Mannschaft kämpfte und arbeitete gut in der Verteidigung. Und als sich Maurice Pluskota mit einem weiteren Dunking plus Foul für seine starke Leistung gegen die Würzburger Jason Boone und Chris McNaughton belohnte, war plötzlich wieder die Führung da (51:50, 35. Minute). Isaiah Swann und Immanuel McElroy erhöhten diese auf 56:50, ehe Maurice Stuckey einen Dreier für die Gäste nach fünf Minuten ohne eigenen Korberfolg versenkte. Aber Aaron Doornekamp konterte prompt aus der Distanz und auch James Florence traf nach Gäste-Punkten für drei zum 61:56 (39. Minute). Zwar legten die s.Oliver Baskets dann noch einmal nach, doch die Braunschweiger behielten auch in den Schlusssekunden die Nerven an der Freiwurflinie und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Das war heute ein Kraftakt. Aber ich bin extrem stolz auf das Team und die Leistung. Es war ein Arbeitssieg, aber wir haben gewusst, dass wir das Spiel nur über maximalen Einsatz gewinnen können. Die Wurfquoten beider Mannschaften waren schlecht. Bei uns hat sie auch gelitten, weil Kyle Visser uns unter den Körben gefehlt hat. Und obwohl das entgegen meiner sonstigen Natur ist, möchte ich einen Spieler heute besonders hervorheben. Maurice Pluskota hat einen sensationellen Job gemacht und Kyle Visser mit Aggressivität und Präsenz ersetzt. Zu Kenny Kadji möchte ich lediglich sagen, dass ich keinen Spieler in der Mannschaft brauche, der nicht in der Lage und Willens ist, alles für sein Team zu geben. 

Stefan Koch (s.Oliver Baskets): Gratulation an Raoul und seine Mannschaft. Sie haben aus einer schwierigen personellen Situation viel gemacht und sich mit dem, was sie auf dem Parkett geleistet haben, den Sieg verdient. Ich hingegen bin heute in vielen Bereichen sehr enttäuscht von meiner Mannschaft. Zwei von 25 Dreierversuchen zu treffen, ist nicht toll. Aber das ist nicht der Grund für unsere Niederlage. Wir hatten eine größere Rotation und einen Energievorteil gegenüber Braunschweig, den wir nicht genutzt haben. Wir hätten insgesamt mehr Einfluss auf das Spiel nehmen müssen, haben dies aber nicht getan.

New Yorker Phantoms: Swann 13 (11/11 Freiwürfe), Kulawick, Florence 15, Doornekamp 9 (10 Rebounds), Johnson n.e., Pluskota 9 (9 Rebounds), Wenzel n.e., Wessels, McElroy 19 (13/13 Freiwürfe, 5 Rebounds), Bogdanov n.e., Kadji.

s.Oliver Baskets: Ugrai n.e., Spoden 2, Stuckey 14, Little, Jacobson 2, McNaughton 7 (7 Rebounds), Kleber 6 (9 Rebounds), McKinney, Boone 14 (10 Rebounds), Esterkamp 4, Carter 9.


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