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Fulminanter 91:70-Auswärtssieg beim BBC Bayreuth

16.02.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig bleiben in der Erfolgsspur. Mit 91:70 (40:34) gewannen sie am Samstagabend (16. Februar) beim BBC Bayreuth und feierten ihren dritten Sieg in Folge. Die Braunschweiger Korbjäger überzeugten durch eine geschlossene Teamleistung und kontrollierten die Partie über weite Strecken. Ein 14:0-Lauf im letzten Viertel gepaart mit einer sehr guten Verteidigung ebneten schlussendlich den souveränen Auswärtserfolg. Die besten Braunschweiger Punktesammler waren Dennis Schröder mit 20 und Harding Nana mit 19 Zählern. Nick Schneiders erzielte ein Double-Double (zwölf Punkte, zehn Rebounds).


„Kulle“ war es vorbehalten, die Partie nach einer Minute mit einem erfolgreichen Dreier zu eröffnen, aber der Bayreuther Konter – ebenfalls von jenseits der 6,75-Meterlinie – folgte prompt. Insgesamt sollte dieses Viertel jedoch bei einer niedrigen Punkteausbeute bleiben, was vor allem an der guten Defense beider Teams lag. Die Braunschweiger Korbjäger machten die Passwege zu und zwangen die Bayreuther zu Würfen von außen. Andersherum bot sich ein ähnliches Bild. Und weil der BBC seine Möglichkeiten zunächst etwas besser nutzte, geriet die Mannschaft von Kostas Flevarakis mit 10:5 in Rückstand (6. Minute). Aber die New Yorker Phantoms sammelten sich schnell und die eingewechselten Immanuel McElroy, Nana und Nick Schneiders sorgten für wichtige Punkte. Nach acht Minuten hatten die Phantoms-Basketballer wieder die Führung (10:12) übernommen. Allerdings versenkte der Bayreuther Simon Schmitz mit Ablauf der Uhr einen Dreier, weshalb es mit 15:14 in das zweite Viertel ging.

Hier gehörten die ersten Minuten Nana. Der Power Forward zog mit viel Dampf zum Korb und markierte sechs Zähler in Folge zum 18:20. Nur wenige Sekunden später stellte der starke und unermüdlich arbeitende Nick Schneiders mit einem krachenden Dunking nach Alley-Oop-Anspiel das 18:22 her (12. Minute). Die New Yorker Phantoms waren jetzt richtig im Spiel angekommen und nahmen an Fahrt auf. Während Nick Schneiders unter dem eigenen Korb aufräumte, führte Jermaine Anderson in der Offensive sehr gut Regie und war mit dafür verantwortlich, dass die New Yorker Phantoms ihre Führung auf 25:35 ausbauen konnten (18. Minute). Allerdings ließ das Team von Phantoms-Headcoach Kostas Flevarakis jetzt vermehrt das zu, was unbedingt vermieden werden sollte: Der BBC griff sich viele Offensiv-Rebounds und konnte durch die so gewonnenen zweiten und teilweise dritten Chancen den Braunschweiger Vorsprung auf 34:40 zur Halbzeitpause reduzieren.

Dennis Schröder und Co. kamen „heiß“ aus der Kabine. Zuerst legte der 19-Jährige einen Zuckerpass für Eric Boateng auf, dann versenkte „Kulle“ zwei Mal eiskalt per Dreier zum 36:49 (24. Minute). Aber auch die Schützen des BBC trafen sicher aus der Distanz, allen voran Joe Trapani, der den Braunschweiger Korbjägern bis hierhin am meisten Probleme bereitet hatte. Nachdem der Bayreuther Power Forward für drei getroffen hatte, legten auch seine Kollegen nach. Die New Yorker Phantoms konnten ihren Vorsprung noch für einige Zeit halten, schlossen offensiv aber nicht mehr so konsequent ab wie zuvor und kassierten in der „Transition“ zu einfache Punkte. Plötzlich war das Spiel wieder eng. Mit einer knappen Führung von 62:63 für die Braunschweiger ging es in das letzte Viertel.

Wer glaubte, dass sich das Team von Kostas Flevarakis nun verunsichert zeigen würde, der sah sich getäuscht. Vor allem Dennis Schröder wirkte unbeeindruckt, und das, obwohl er sich den Unmut der heimischen Zuschauer zugezogen hatte und sich als Folge dessen einem gellenden Pfeifkonzert gegenüber sah. Der Braunschweiger Youngster wirkte von den Pfiffen eher angespornt und netzte ganz trocken einen Dreier ein. Das war der Auftakt eines 14:0-Lauf seiner Mannschaft. In dieser Phase kreierten Jermaine Anderson und Dennis Schröder in eindrucksvoller Weise für ihre Kollegen und die verwandelten traumwandlerisch sicher aus der Distanz: zuerst Nana, dann Immanuel McElroy – und als erneut Dennis Schröder seinen Korbleger plus Freiwurf erfolgreich versenkte, stand es 64:77 (35. Minute). Zwar suchte der BBC nun vermehrt Jason Cain, der immer wieder zum Korb zog und an die Freiwurflinie ging. Aber dem guten Lauf und der starken Verteidigung der New Yorker Phantoms konnte das nichts mehr anhaben. Spätestens als Nick Schneiders es nach einem weiteren Alley-Oop-Anspiel erneut krachen ließ und Nana im nächsten Angriff zum 68:85 (38. Minute) erhöhte, war der dritte Sieg in Folge perfekt.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Wir sind mit viel Respekt vor dem BBC Bayreuth und der Arbeit von Coach Marco van den Berg in diese Partie gegangen. Aber wir haben das Spiel über weitere Strecken kontrolliert. Zwar haben wir dem Gegner in einigen Phasen zu viele Punkte aus der Transition ermöglicht, wie zum Beispiel gegen Ende des dritten Viertels als es noch einmal eng wurde. Aber insgesamt waren unsere Verteidigung wie auch die Offensive sehr gut, weshalb wir den Sieg verdient haben.

Marco van den Berg (BBC Bayreuth): Braunschweig hat den Sieg absolut verdient. Wir hatten nicht die richtige Intensität und wurden im Eins-gegen-Eins zu oft geschlagen. Zudem wurde Bryan Bailey total aus dem Spiel genommen. Wir haben dann versucht, Jason (Cain) mehr ins Spiel zu bringen, aber das hat nicht gereicht, auch weil unsere Würfe in der entscheidenden Phase nicht gefallen sind. 


New Yorker Phantoms: Kulawick 11, Mittmann 5, Nana 19, Schneiders 12 (10 Rebounds), Pigram, Anderson 11 (7 Assists), Boateng 4, Schröder 20 (6 Assists), Land n.e., McElroy 9, Barton.

BBC Bayreuth: Spöler n.e., Schmidt, Simon 6, Bailey 4, Trapani 15, Hamilton 11 (4 Assists), Durant n.e., Zeis, Schmitz 12, Cain 10 (5 Rebounds), Wyrick 5 (6 Rebounds), McGhee 7 (6 Rebounds).


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