News

Fragwürdiger Pfiff kostet Sieg

07.12.2008

ALBA Berlin vs. New Yorker Phantoms Braunschweig 64:63 (38:22)

Ludwigsburg, Frankfurt und Oldenburg - seit Samstagabend ist Berlin der nächste Städtename, der von den Fans der New Phantoms Braunschweig mit diesen Städten in einem Atemzug genannt werden wird. Denn wie schon in den Spielen gegen die besagten Teams, hatten die Phantoms beim amtierenden Deutschen Meister und Europaligisten ABLA Berlin den Sieg eigentlich schon in der Tasche.


ALBA Berlin vs. New Yorker Phantoms Braunschweig 64:63 (38:22)

Ludwigsburg, Frankfurt und Oldenburg - seit Samstagabend ist Berlin der nächste Städtename, der von den Fans der New Phantoms Braunschweig mit diesen Städten in einem Atemzug genannt werden wird. Denn wie schon in den Spielen gegen die besagten Teams, hatten die Phantoms beim amtierenden Deutschen Meister und Europaligisten ABLA Berlin den Sieg eigentlich schon in der Tasche. Ein mehr als fragwürdiger Schiedsrichter-Pfiff bei verbleibenden 2,4 Sekunden auf der Spieluhr wendete die 63:62-Führung der Braunschweiger in eine denkbar knappe 63:64-Niederlage.


In der ersten Spielhälfte sah es nicht danach aus, als ob es überhaupt zu einer solch knappen Entscheidung kommen würde. Es sah vielmehr nach einem standesgemäßen Sieg für die Gastgeber aus. ALBA Berlin hatte keinerlei Probleme, den Gästen davonzuziehen. Zwar boten die Hauptstädter keine überragende Vorstellung, doch dank einer im Angriff viel zu harmlos agierenden Phantoms-Mannschaft wurde die Führung immer größer. Über den Zwischenstand von 13:22 nach dem ersten Viertel erhöhten die Albatrosse auf 22:38 aus Braunschweiger Sicht. Überhastete Distanzwürfe - nur einer von sieben Dreierversuchen in Halbzeit eins traf - und eine insgesamt zu schwache Feldquote von nur 30% drückten sich in mehreren Minuten ohne Korberfolg für die New Yorker Phantoms aus. So gelang in den letzten drei Minuten des ersten Abschnitts und den ersten zwei Minuten des zweiten Viertels kein einziger Treffer.


Nach der Halbzeit rieben sich die 8.608 Zuschauer im weiten Rund der neuen O2-World verwundert die Augen. Zog ALBA zu Beginn noch auf eine mehr als deutliche 22-Punkte Führung davon (51:29, 26. Minute), waren es plötzlich die Gäste, die sicher punkteten, während der Heimmannschaft nicht mehr viel gelang. Angeführt von einem starken Andrew Drevo, dem im dritten Viertel alleine zehn Punkte - darunter zwei Dreier - gelangen, verkürzten die New Yorker Phantoms den Rückstand auf nur noch neun Punkte vor dem Schlussviertel (43:52).


Dieses Bild setzte sich auch in den folgenden Minuten unverändert fort. Dank einer konzentrierten Defense mit guter Reboundarbeit konnten die Phantoms zwischen der 26. und der 32. Minute eine 16:1-Serie hinlegen und gingen 2:45 Minuten vor dem Ende nach zwei verwandelten Freiwürfen von Jason Cain erstmals in der Partie mit 60:59 in Führung. Diese Ein-Punkt-Führung stellte Andrew Drevo mit einem Dreipunktspiel durch einen getroffenen Bonusfreiwurf 16,3 Sekunden vor dem Ende erneut her (63:62). Als Will Franklin bei diesem Spielstand 2,4 Sekunden vor Spielende an die Freiwurflinie trat, hätte wohl kaum jemand in der Halle noch auf einen Sieg des Meisters gewettet. Doch Franklin zeigte Nerven und vergab beide Versuche.


Beim anschließenden Rebound dann die spielentscheidende Szene: Will Franklin sicherte sich den Rebound seines eigenen Freiwurfversuchs. Doch plötzlich ertönte ein Pfiff. Petra Kremer, die einzige Schiedsrichterin in der Basketball-Bundesliga, pfiff ein angebliches Foul gegen Jason Cain - weit abseits des Balles. So war es Adam Chubb vergönnt, mit zwei Freiwürfen den Endstand von 64:63 herzustellen und die Sensation zwei Sekunden vor Spielende doch noch zu verhndern. Der letzte Wurf von Andrew Drevo verfehlte sein Ziel.


Coach Emir Mutapcic zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht und sagte: "Es tut mir besonders für mein junges Team leid. Das war die vierte Niederlage in den letzten Sekunden, obwohl wir auch diesmal schon wie der sichere Sieger aussahen."

ALBA Berlin: McElroy (13 Punkte, 8 Rebounds), Nadjfeji (12 Punkte), Sesay (12), Chubb (8), Jacobsen (6), Wright (5), Herber (3), Hamann (3), Femerling (2).

New Yorker Phantoms: Drevo (22 Punkte, 6 Rebounds), Franklin (12 Punkte, 5 Assists), Visser (11 Punkte, 8 Rebounds), Cain (6 Punkte, 5 Rebounds), Salisbery (5), Levy (3 Punkte, 5 Rebounds), Flowers (2), Crouch (2), Mittmann

 


DatenschutzImpressum