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Phantoms reisen zum Niedersachsen-Duell ins Artland

26.12.2012

Nur einen Tag nach Weihnachten geht das straffe Jahresendprogramm für die New Yorker Phantoms bereits weiter. Bevor das Team von Cheftrainer Kostas Flevarakis am 30. Dezember in der Volkswagen Halle den amtierenden Meister Brose Baskets empfängt, reist es am Donnerstag, 27. Dezember, zum Tabellenfünften Artland Dragons. In dem Niedersachsen-Duell treffen McFadden & Co. auf „eine sehr starke Mannschaft, die auf allen Positionen mit Qualitätsspielern besetzt ist und hohe Ziele verfolgt“, drückt der Braunschweiger Headcoach seinen Respekt vor dem Gegner aus.


Sobald um 19.30 Uhr das Tip-Off-Signal in der Artland Arena in Quakenbrück ertönt, werden die mitgereisten Braunschweiger Fans ihr Team anfeuern – aber manch einer von ihnen sicher auch gespannt auf den Dragons-Spieler mit der Nummer 20 blicken: Demond Mallet, zweimaliger Braunschweiger „Sportler des Jahres“ ist nach fünf Jahren zurück in der Beko BBL. Von 2001 bis 2004 ging der Guard in der Okerstadt auf Korbjagd, ehe er mit Bamberg Meister wurde (2005), mit Köln den Pokalsieg feierte (2007), mit Badalona (Spanien) den Europapokal gewann (2008) und bei europäischen Top-Klubs wichtige Erfahrungen in der Euroleague sammelte.

Doch nun trägt er das Trikot der Artland Dragons, die sich seine Dienste gesichert haben, um den letztjährigen starken Spielmacher David Holsten adäquat zu ersetzen. Allerdings ereilte die „Drachen“ in der Vorbereitung eine Hiobsbotschaft: Der 34-Jährige verletzte sich schwer und wurde vorübergehend durch Kristaps Valters ersetzt. Am 17. November gab Mallet sein Comeback, hat aber mit 8,2 Punkten/Spiel noch nicht ganz zu alter Stärke zurückgefunden.

Für spielerisches Aufsehen konnte bisher aber der letzte Neuzugang Ryan Gomes sorgen. Der 30-Jährige, der im Dezember für Andrew Drevo in den Kader rückte, war jahrelang in der stärksten Liga der Welt aktiv, was nur unterstreicht, dass die Dragons es in dieser Saison richtig wissen wollen. Insgesamt 482 Spiele bestritt der Forward in der NBA, die letzten beiden Saisons stand er bei den Los Angeles Clippers unter Vertrag. In bisher drei Liga-Spielen markierte Gomes auf Anhieb 14 Punkte im Schnitt und sammelte zudem noch 7,7 Rebounds pro Partie. Damit führt er die Artland Dragons an und zeigt, dass sich das lange Warten auf ihn gelohnt hat.

Hinter Gomes gehören Guard MarQuez Haynes (13,2 Punkte/2,7 Assists) und Bryce Taylor zu den weiteren Aktivposten. Letztgenannter ist ein ausgesprochen athletischer Small Forward, der im Sommer überraschend von ALBA BERLIN ins Artland wechselte und derzeit mit 13 Punkten drittbester Scorer ist. Ebenfalls respektable Leistungen liefern die Center ab. Petar Popovic (zuletzt Roter Stern Belgrad) steuert in nur 15 Minuten Spielzeit 10,4 Punkte bei. Anthony King erzielt 9,1 Zähler und angelt sich 6,3 Rebounds. Die Stärke beider Center: Sie arbeiten nicht nur gut am Brett, sondern haben auch einen sicheren Mitteldistanzwurf.

Trotz dieser Vielzahl an namhaften Spielern wollten die Artland Dragons in der jüngsten Vergangenheit nicht so recht Feuer versprühen. Nach zwei Niederlagen zum Saisonbeginn fuhren sie zwar sieben Siege aus acht Spielen ein, verloren im Dezember aber drei Ligaspiele in Folge – unter anderem überraschend zu Hause gegen Tübingen (67:90) und beim MBC (83:87). Doch gerade als manch einer vielleicht dachte, dass die Mannschaft von Stefan Koch in eine tiefere Krise steuern würde, folgte am letzten Samstag bei der heimstarken TBB Trier der Befreiungsschlag. In einer engen und intensiven Partie gewannen die Quakenbrücker knapp mit 79:77 und dürften sich durch diesen wichtigen Sieg wieder Selbstvertrauen geholt haben.

„Ich erwarte in Quakenbrück ein schweres Spiel und damit einhergehend eine sehr große Herausforderung. Denn abgesehen davon, dass das Team von Stefan Koch ohnehin zu den besten der Liga zählt, wird es sehr motiviert sein, nach dem Sieg in Trier auch wieder vor eigenem Publikum zu gewinnen“, sagt Kostas Flevarakis, der seine Mannschaft nach dem Krimi-Sieg gegen Ludwigsburg über Weihnachten nicht verschnaufen lassen konnte. „Wir müssen auf unsere letzten Erfolge aufbauen, dürfen dabei aber nicht vernachlässigen, unsere Fehler zu korrigieren. Unsere vielen Ballverluste haben uns zuletzt sehr weh getan, zudem haben wir im Rebound nicht konsequent genug gearbeitet. Wir müssen uns insgesamt mehr auf die Details unseres Spiels fokussieren, was aber nur mit der entsprechenden Konzentration funktioniert“, fordert der Cheftrainer.


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