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Fantalk mit Nils Mittmann und Andrew Drevo

11.11.2008

Ungefähr 10 Fans hatten sich zum Fantalk mit Andrew Drevo und Nils Mittmann im Foyer der Tunica Halle eingefunden. Ein sehr angeregtes Gespräch entstand, das erst nach 22 Uhr endete.
Zu Beginn beantwortete Geschäftsführer Norbert Rüscher noch einmal die Fragen zur Tunica Halle, die nicht nur optimale Trainingsbedingungen bietet, sondern in deren Räumen sich sowohl die Geschäftsstelle der Phantoms, als auch der SG Braunschweig befindet.


Ungefähr 10 Fans hatten sich zum Fantalk mit Andrew Drevo und Nils Mittmann im Foyer der Tunica Halle eingefunden. Ein sehr angeregtes Gespräch entstand, das erst nach 22 Uhr endete.

Zu Beginn beantwortete Geschäftsführer Norbert Rüscher noch einmal die Fragen zur Tunica Halle, die nicht nur optimale Trainingsbedingungen bietet, sondern in deren Räumen sich sowohl die Geschäftsstelle der Phantoms, als auch der SG Braunschweig befindet. Ein Raum für den Physiotherapeuten rundet die gute Situation ab. Der Wunsch hier die Heimspiele des 2. Ligateams sowie die der NBBL auszutragen, ließ sich vorerst nicht erfüllen, da dies mit einem sehr kostenintensiven Umzug der Volleyballer verbunden gewesen wäre.

Ursprünglich als Übergangslösung gedacht, findet die jetzige Situation jedoch soviel Zuspruch, dass auch ein längerer Verbleib nicht auszuschließen ist.

Auch Andrew Drevo und Nils Mittmann konnten dieses unisono bestätigen. „In der vergangenen Saison hatten fast alle Spieler häufiger Knieprobleme durch die wechselnden Hallenböden. Das ist in diesem Jahr kein Thema mehr. Der Parkettboden ist perfekt und auch die Korbanlage ist hervorragend.”

„Die Körbe sind etwas weicher als in der Volkswagen Halle, also rauscht hier schon der eine oder andere Ball mehr durch die Reuse. Dafür sind die Bretter in der Volkswagen Halle bei allen Teams der Liga ob ihrer Härte gefürchtet - was ja auch ein kleiner Vorteil für uns sein kann”, fügte Nils Mittmann dem hinzu.

Im internationalen Vergleich schnitt Braunschweig bei Andrew Drevo als äußerst komfortabel ab. Denn in Frankreich und Schweden fanden das Training und Punktspiele zwar in derselben Halle statt, diese waren jedoch eher spartanisch und für den reinen Sportbetrieb ausgelegt.

Die Frage, ob er die neue Aufgabe als Kapitän als zusätzlichen Druck empfindet, konnte Andrew Drevo rundweg verneinen: „Falls überhaupt, dann im positiven Sinn. Wenn der Coach oder Oliver Braun mit mir etwas besprechen, gebe ich das gern an die Mannschaft weiter. Gemeinsam mit Jonathan und Nils klappt das hervorragend.” Dem konnte Nils nur zustimmen - ebenso wie Andrew eher ein Mann der Tat als der langen Reden. Dass er dann doch vieles berichten konnte, resultierte natürlich auch aus seiner Heimkehr nach sieben Jahren. Seinerzeit Braunschweig verlassen zu haben sieht Nils aus heutiger Sicht als absolut richtigen Schritt, um Erfahrungen zu sammeln und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Dieses kommt jetzt ihm, aber vor allem der Braunschweiger Mannschaft zugute. Die Umstellung auf den neuen Coach und das neue Team sei für ihn überhaupt kein Problem gewesen und die vertraute Umgebung eine tolle Begleiterscheinung. Lob für seine hervorragende Leistung gegen Tübingen schien ihm fast peinlich zu sein, da er nicht auf seine persönliche Statistik schiele, sondern dem Team helfen wolle zu gewinnen. Und da würde er, trotz aller Bescheidenheit, schon gern mal einen Pokal für Braunschweig erringen.

Natürlich kamen auch Fragen zu dem schleppenden Saisonstart der Phantoms. Nils versuchte die Situation zu veranschaulichen: „Wir haben ein sehr junges Team, Spieler, die zum ersten Mal ihr zu Hause verlassen haben, vom Collegebasketball in ein europäisches Profiteam. Basketball in Europa unterscheidet sich total von dem in den USA. So wie z. B. in der NBA im Vergleich zu Griechenland gespielt wird - da kann man fast von zwei unterschiedlichen Sportarten sprechen.”

Andrew Drevo geht an dieser Stelle auf die Mannschaft ein: „In der vergangenen Saison hatten wir Individualspieler, die wussten was sie können. John Allen oder Domonic Jones konnten im one-on-one Punkte erzielen. Das ist in diesem Jahr anders. Jetzt haben wir ein viel besseres Team. In einem Team ohne Individualisten muss sich allerdings die Abstimmung untereinander stetig weiterentwickeln. Die Niederlage gegen Ulm war mein Schlüsselerlebnis in dieser Saison. Wir haben schlecht verteidigt, ganz zu schweigen vom Angriff. Dieses Spiel hat uns allen die Augen geöffnet.” Bevor die Enttäuschung verfolgen war hat es laut Andrew eine heftige Teambesprechung gegeben. Das Resultat kann sich mit zuletzt vier Siegen in Folge sehen lassen.

Völlig ohne Pathos, was so gar nicht Andrew Drevos Sache wäre, fügt er hinzu: „ Ich glaube, dieses ist die beste Mannschaft in der ich bisher gespielt habe. Zumindest nach meinem Verständnis von Teambasketball.” Auch hier ganz Teamplayer, fügt Nils Mittmann hinzu: „Unsere Verteidigung wird immer besser, weil auch hier die Teamchemie stimmt. Im Angriff bemühen sich alle, Möglichkeiten für die Mitspieler zu kreieren, zum Beispiel Jeremy Crouch in eine gute Wurfposition zu bringen.”

 


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