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Entscheidung fällt erst 9,4 Sekunden vor Schluss

07.12.2007

Pokal: Mitteldeutscher BC - New Yorker Phantoms 78:81 (18:18, 22:23, 20:20, 18:20)

Der Pokal hat seine oft zitierten eigenen Gesetze. Diese gelten natürlich auch am Nikolaustag. Und auch dann, wenn die New Yorker Phantoms beim ProA-Topclub Mitteldeutscher BC antreten müssen. Über die gesamten 40 Minuten konnte sich keine Mannschaft mit mehr als acht Zählern absetzen.


Pokal: Mitteldeutscher BC - New Yorker Phantoms 78:81 (18:18, 22:23, 20:20, 18:20)


Der Pokal hat seine oft zitierten eigenen Gesetze. Diese gelten natürlich auch am Nikolaustag. Und auch dann, wenn die New Yorker Phantoms beim ProA-Topclub Mitteldeutscher BC antreten müssen. Über die gesamten 40 Minuten konnte sich keine Mannschaft mit mehr als acht Zählern absetzen. Und so lief es darauf hinaus, dass die Entscheidung in den letzten Sekunden fallen musste. Da war es dann Andrew Drevo, der für Braunschweig per Dreier 9,4 Sekunden vor Schluss die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Mit 81:78 ringen die New Yorker Phantoms vor 1.300 bestens unterhaltenen Zuschauern in der Weißenfelser Stadthalle den MBC nieder und ziehen in die zweite Hauptrunde des BBL-Pokals ein.


Zu Beginn der Partie prägten Wölfe-Kapitän Sascha Leutloff und Phantoms-Co-Kapitän Andrew Drevo das Geschehen. Der Braunschweiger Power Forward kam gleich zu Beginn zu leichten Zählern, während der Weißenfelser Flügelspieler aus der Distanz zuschlug (5:4, 3. Minute). Mit je sieben Punkten auf dem persönlichen Konto drückten sie dem Spiel früh ihren Stempel auf (18:18).


Langsam kamen auch Kyle Visser und Jonathan Levy in Fahrt, forderten vermehrt den Ball und verhinderten, dass der von den Zuschauer frenetisch angefeuerte MBC zu weit wegziehen konnte (32:28, 16. Minute). Mit einem 7:2-Lauf übernahmen die Gäste eine knappe Führung, die sie bis zur Pause verteidigen konnten (40:41).


Nach dem Seitenwechsel war es erneut Drevo, der die Phantoms führte und mit zwei Dreiern maßgeblich an der bis dahin höchsten Führung beteiligt war (47:54, 26. Minute). Angeführt von Forward Michael Buse hefteten sich die Wölfe jedoch an Braunschweigs Fersen (60:61).


Die Mutapcic-Truppe kam gut aus den Startlöchern und initiierte einen 10:3-Run (63:71, 34. Minute). Doch Weißenfels konterte abermals mit einem 9:1-Lauf, der mit einem – von insgesamt fünf – Lance den Boer-Dreiern endete (72:72, 39. Minute). Nach zwei verwandelten Freiwürfen durch Kyle Visser und einem Putback von Domonic Jones bog Braunschweig hoffnungsvoll in die Zielgerade ein, zumal auf der Gegenseite Robert Cardenas nur einen von zwei Freiwürfen traf (73:76, 40. Minute). Dann war es erneut Buse vorbehalten, es per Layer wieder spannend zu machen (75:76). Die Vorentscheidung fiel im nächsten Angriff, den Drevo 9,4 Sekunden vor Spielende per Dreier abschloss (75:79). Nach einer Auszeit von Uwe Sauer musste der MBC schnell handeln. Ein Dreierversuch von Tomas Grepl verfehlte sein Ziel, die Jonathan Levy wegen eines taktischen Fouls zugesprochenen Freiwürfe verwandelte der Linkshänder sicher. Der Dreier von den Boer mit der Sirene war nur noch Makulatur.

Die New Yorker Phantoms setzen sich in einer spannenden Partie gegen einen ebenbürtig agierenden Mitteldeutschen BC mit 81:78 durch und ziehen in die zweite Runde des BBL-Pokals ein.


Zufrieden zeigte sich Phantoms-Trainer Emir Mutapcic nach dem Spiel über das Erreichen der nächsten Runde. „Unser Ziel war es, weiterzukommen, und das haben wir erreicht“, bilanzierte er nüchtern. „Der Druck lag bei uns. Leider hat uns in einigen Phasen die Konzentration und der nötige Killerinstinkt gefehlt, um uns entscheidend abzusetzen. Damit haben wir den MBC wieder ins Spiel gebracht, wodurch wir viel Kraft verloren haben.“


New Yorker Phantoms:

Wright (5/1), Levy (14/1), Allen (6/1), Visser (13), Drevo (21/3), Jones (14/2), Cain (8), Schmidt, Khartchenkov, Freese


Mitteldeutscher BC:

Middleton (3/1), den Boer (15/5), Buse (13(2), Diestelhorst (4), Jacobsen (7), Grepl (5/1), Leutloff (14/1), Schirmer (4), Thompson (10), Cardenas (3)

Foto: Dirk Spicher 

 


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