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Eine Rakete beim Bonnspiel starten (2. Januar)

31.12.2010

An den guten Vorsätzen für das neue Jahr wollen die New Yorker Phantoms Braunschweig bereits am 2. Januar arbeiten. Braunschweigs Vorzeigebasketballer empfangen am Sonntag im letzten Spiel der Hinrunde die aufstrebenden Telekom Baskets Bonn (17 Uhr, Volkswagen Halle).


An den guten Vorsätzen für das neue Jahr wollen die New Yorker Phantoms Braunschweig bereits am 2. Januar arbeiten. Braunschweigs Vorzeigebasketballer empfangen am Sonntag im letzten Spiel der Hinrunde die aufstrebenden Telekom Baskets Bonn (17 Uhr, Volkswagen Halle). „Diesem Spiel gilt unsere ganze Konzentration. Schließlich haben wir ein kleines Endspiel, denn nur mit einem Sieg bewahren wir unsere Chance auf die Teilnahme am lukrativen Pokalwettbewerb“, erklärte Phantoms-Cheftrainer Sebastian Machowski.

Die Bonner befinden sich im Aufwind. Am Mittwoch gelang den Bonnern zuhause im Spitzenspiel ein 92:89-Erfolg über die DEUTSCHE BANK SKYLINERS. Bis auf Platz fünf kletterte die Mannschaft von Michael Koch in der Tabelle hoch. Im bisherigen Saisonverlauf hatte der Finalteilnehmer der Jahre 2008 und 2009 viele Höhen und Tiefen durchgemacht, schuld war vor allem das bisherige Verletzungspech der Bonner. Der 2,10 Meter großer Nationalspieler Tim Ohlbrecht konnte 2010/11 erst acht Spiele für die Telekom Baskets absolvieren. Die weiteren Identifikationsfiguren Patrick Flomo und Vincent Yarbrough liefen aufgrund schwerer Blessuren überhaupt noch nicht im Telekom Dome oder in fremder Halle auf. Tief verlief der personelle Einschnitt im Sommer: Mit John Bowler (EnBW Ludwigsburg), Artur Kolodziejski (FC Bayern München), Johannes Strasser (Artland Dragons), Bryce Taylor (ALBA BERLIN), Jared Jordan (Kolossos Rhodos/Griechenland) und dem NBA-erfahrenen Ronald Dupree (jetzt Toronto Raptors) verließen der Großteil der bei den Fans äußerst beliebten Leistungsträger das Rheinland.

Die größte Konstanz herrscht mit Ex-Nationalspieler Michael Koch auf der Trainerbank. Der Europameister von 1993 und Euroleague-Gewinner geht bereits in sein fünftes Jahr bei den in der Regel Magentafarbenen. Koch verstand es bisher in jedem Jahr, die Bonner in die Playoffs zu führen. Vor zwei und drei Jahren verpassten die Bonner nach packenden Endspielen gegen die EWE Baskets Oldenburg und zuvor gegen ALBA BERLIN nur um Haaresbreite den Deutschen Meistertitel. Außer mit gestandenen Profibasketballern versteht es Koch jedes Jahr wieder, junge Talenten an das Niveau der Beko Basketball Bundesliga heranzuführen

Als Nachfolger des beliebten Vorlagen-Königs Jordan verpflichteten die Bonner Collegeboy Nic Wise. Der 1,78 Meter große Absolvent der University of Arizona (NCAA) bringt es auf einen Schnitt von knapp über 11 Zählern (2,5 Vorlagen). Genug Beko BBL-Erfahrung bringen zudem die Guards Jeremy Hunt (früher Köln, zuletzt Porto Ferpinta/Portugal) und Folarin Campbell (Artland Dragons) mit. Die beiden sind mit knapp 14 Punkten pro Partie beste Punktesammler der schwer auszurechnenden Bonner. Mark Tyndale kam Ende September als letzte Neuverpflichtung zu den Baskets und weist ähnlich gute Statistiken auf. Zuvor hatte der US-Amerikaner in Australien gespielt, zuletzt in der Development League der NBA bei Iowa Energy.

Zusammen 71 Jahre Erfahrung findet man bei den Telekom Baskets Bonn unter den Brettern. Für Oldie Chris Ensminger ist Bonn nach Paderborn, Bamberg und Weißenfels bereits die vierte Station in der Beko BBL. Der mittlerweile 38 Jahre alte Center erzielt im Durchschnitt 12 Punkte und angelt sich fast neun Rebounds. Wie Braunschweigs Marcus Goree nimmt der US-Amerikaner am 22. Januar am Beko BBL ALLSTAR Game 2011 in Trier Teil. Der 33-jährige Jakob Jaaks kommt bisher nicht auf die Statistikwerte seines Centerkollegen. Doch der quirlige 113 Kilo-Riese, der zuletzt wie Braunschweigs LaMaar Greer in der ersten israelischen Liga spielte, bringt noch andere Qualitäten mit: Immer wieder schnappt er sich seine Mitspieler, um ihnen wichtige Tipps zu geben – über einen exzellenten Wurf verfügt er ebenfalls.


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