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Dustin Salisbery erlöst die Phantoms

11.04.2009

New Yorker Phantoms vs. ALBA Berlin 65:64 (27:36). 

Jubel und Erleichterung kannten am Samstagabend in der Volkswagen Halle minutenlang keine Grenzen. Durch das 65:64 (27:36) gegen den amtierenden Deutschen Meister ALBA Berlin zeigten die New Yorker Phantoms vor knapp 3200 Zuschauern, dass sie besser sind als ihr Tabellenrang, dass sie knappe Spiele doch gewinnen können und dass sie trotz acht Niederlagen in Folge immer noch eine intakte Mannschaft sind.


New Yorker Phantoms vs. ALBA Berlin 65:64 (27:36). 

Jubel und Erleichterung kannten am Samstagabend in der Volkswagen Halle minutenlang keine Grenzen. Durch das 65:64 (27:36) gegen den amtierenden Deutschen Meister ALBA Berlin zeigten die New Yorker Phantoms vor knapp 3200 Zuschauern, dass sie besser sind als ihr Tabellenrang, dass sie knappe Spiele doch gewinnen können und dass sie trotz acht Niederlagen in Folge immer noch eine intakte Mannschaft sind. Den siegbringenden Dreier erzielte Dustin Salisbery zwei Sekunden vor dem Ende.

„Wir haben so viele Spiele knapp verloren. Es war einfach an der Zeit, dass wir so eine enge Partie gewinnen", sagte Phantoms-Coach Emir Mutapcic sichtlich erleichtert. Seine Formation habe mit starker Defensive – vor allem Michael Flowers in Hälfte zwei gegen Julius Jenkins – und guten Entscheidungen im Angriff verdient das beste Team der Liga besiegt.

Die Phantoms spielten von Beginn an gut und fanden mit sehenswertem Teamspiel immer wieder Kyle Visser, der im Eins gegen Eins jeden seiner Gegenspieler dominierte. Dennoch lagen die Phantoms, weil ALBA zwischenzeitlich eine Dreierserie verwandelte, bis zur 38. Minute im Hintertreffen. Braunschweigs Bester, Kyle Visser, war nach einem Fehlwurf von Michael Flowers hellwach, schnappte sich den Rebound und vollendete zur 58:57-Führung, der ersten Führung seit der zweiten Minute.

Es folgte eine Schlussphase, die an Spannung kaum zu überbieten war. Blagota Sekulic antwortete im Gegenzug und wenig später schien Berlins bester Werfer Julius Jenkins an der Freiwurflinie alles klar machen zu können. Doch er vergab einen seiner beiden Freiwürfe, so dass den Phantoms beim 62:64 der letzte Angriff blieb. Bei einer Verlängerung hätten die Gastgeber wegen der hohen Foulbelastung (29:15) wohl die schlechteren Karten besessen. Dustin Salisbery entschied sich also für einen Dreier und wurde nach zuvor vielen Fahrkarten für seinen Mut belohnt.

Seine beste Saisonleistung zeigte Kyle Visser, der neun seiner zehn Würfe aus der Nahdistanz verwandelte und dabei Bewegungen zeigte, wie man sie sonst nur auf höchstem europäischem Niveau sieht. Unterstützung fand er im Abschluss vor allem von Andrew Drevo, der mit sieben Punkten in Serie zum 47:53 die Aufholjagd Anfang des vierten Abschnitts einleitete. Zudem markierte Jason Cain in 14 Minuten ohne Fehlwurf neun Zähler. Einmal mehr in dieser Saison wurde deutlich, dass die lange Garde der Phantoms zum Besten der BBL zählt. Lobenswert ist auch die Leistung von Jeremy Crouch, der im Schlussviertel wichtige Punkte erzielte und bester Passgeber der Phantoms wurde.

Die Mannschaft vom Emir Mutapcic hat nach den vielen Rückschlägen – wie sie wohl kein zweites Team in der Liga verkraften musste - Moral bewiesen und gezeigt, dass sie vom Potenzial her eine Saison wie Göttingen oder Ulm hätte spielen können. 13 Spiele gingen erst in letzter Minute oder mit dem letzten Wurf verloren. Auch, wenn die Play-offs verpasst wurden, als Momentaufnahme gab es gestern ausschließlich Grund zum Jubeln.

Phantoms: Visser 22, Drevo 14, Cain 9, Crouch 7, Salisbery 6, Flowers 3, Levy 2, Franklin 2, Mittmann, Ubaka.

ALBA: Jenkins 16, Jacobsen 12, McElroy 11, Sekulic 8, Nadjfeji 6, Sesay 5, Dojcin 4, Chubb 2, Herber, Hamann.

 


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