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Dritter Sieg in Folge: Phantoms bezwingen Würzburg nach Verlängerung

09.12.2012

Es war die erwartete verteidigungsintensive Partie, der sich die New Yorker Phantoms am heutigen Sonntag, 9. Dezember, bei den s.Oliver Baskets stellen mussten. Doch obwohl der Braunschweiger Basketball-Bundesligist sich 24 Ballverluste erlaubte und verletzungsgeschwächt antrat, bezwang er den Eurocup-Teilnehmer aus Unterfranken aufgrund einer starken defensiven Leistung und einer tollen Moral mit 73:68 (35:25; 63:63). Dank dieses dritten Sieges in Folge sind die New Yorker Phantoms nun auf den dreizehnten Tabellenplatz vorgerückt und haben nur noch einen Sieg weniger auf dem Konto als der Tabellensiebte.


Die New Yorker Phantoms, bei denen Kapitän Nils Mittmann nach seiner Verletzungspause wieder im Kader stand, aber noch nicht eingesetzt wurde und Casey Mitchell aufgrund einer muskulären Zerrung im Knie fehlte, starteten mit zwei Punkten durch Eric Boateng in die Partie (1. Minute, 0:2). Bis zur fünften Spielminute verlief das Spiel aber ausgeglichen (9:8), ehe die Mannschaft von New Yorker Phantoms-Cheftrainer Kostas Flevarakis einen Zwischenspurt einlegte und sich dank toller Teamleistung einen 11:19-Vorsprung nach zehn Minuten erspielte.

Die ohne John Little (Blinddarm-OP) angetretenen s.Oliver Baskets erwischten jedoch den besseren Start in das zweite Viertel. Mit sechs Punkten in Serie konnten sie auf 17:19 verkürzen (13. Minute). Aber Nick Schneiders behielt die Nerven und netzte im Gegenzug sicher an der Freiwurflinie ein. Damit brachte er sein Team und vor allem Harding Nana wieder ins Laufen: Nana erzielte sieben Punkte zum 19:28 (17. Minute) und blockte auch noch den Würzburger Center Chris McNaughton. Zwar leisteten sich die New Yorker Phantoms in dieser Phase zu viele Ballverluste, hatten aber auch immer wieder die richtigen Antworten parat. So versenkten Thad McFadden und erneut Nick Schneiders nach einem Dreier des Würzburgers Lamont McIntosh ihre Würfe und bauten den Vorsprung auf elf Zähler aus (22:33, 20. Minute).

Beim Stand von 25:35 betraten beide Teams nach der Halbzeit wieder das Parkett. Die Braunschweiger Korbjäger machten zunächst da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten und setzten sich nach Punkten von Immanuel McElroy auf 27:42 (24. Minute) ab. Allerdings hatten Boateng & Co. in der Folge gleich mit zwei Problemen zu kämpfen: Zum einen schlichen sich wieder Ballverluste in ihr Spiel ein und zum anderen lief der Würzburger Jimmy McKinney heiß. Elf Punkte in Folge markierte der Guard und brachte sein Team wieder in Schlagdistanz (38:44, 27. Minute). Doch wie schon zuvor zeigte die Mannschaft von Kostas Flevarakis erneut ihre Nervenstärke und stellte nach einem Dreier von McElroy wieder eine Elf-Punkte-Führung her (38:49, 29. Minute), die sie mit in das vierte Viertel nahm (40:51).

Beide Teams rieben sich an der starken Verteidigung des Gegners auf. Nach 35 gespielten Minuten stand es nach Freiwürfen von Dennis Schröder lediglich 47:58. Doch was niemand im Team der New Yorker Phantoms ahnte: Diese beiden Punkte sollten für die nächsten knapp fünf Minuten die letzten Braunschweiger Zähler gewesen sein. Ganz anders die Gastgeber. Die nutzten die Braunschweiger Schwächephase und legten einen 15:0-Lauf hin. 62:58 führten die Würzburger plötzlich, nachdem die Schiedsrichter ein technisches Foul gegen Eric Boateng gepfiffen hatten und nur noch 17 Sekunden zu spielen waren. Auszeit New Yorker Phantoms – und die trug Früchte: Thad McFadden traf einen Dreier zum 62:61. Und nachdem Dwayne Anderson im Gegenzug an der Freiwurflinie etwas die Hand zitterte und nur einen Wurf versenkte, nahm Dennis Schröder sein Herz in die Hand und traf zum 63:63. Verlängerung!

Mit drei Ballverlusten starteten die New Yorker Phantoms in die letzten fünf Minuten dieser intensiven Partie, markierten aber nach Freiwürfen von Miah Davis trotzdem das 64:67 (43. Minute). Überhaupt sollte die Freiwurflinie in den kommenden Minuten die entscheidende Linie werden. Nachdem zunächst Jason Boone zwei Freiwürfe für die Würzburger verwandelte (66:67, 44. Minute), war es kurz darauf Dennis Schröder vorbehalten, von selbiger Stelle für die Braunschweiger Korbjäger zu treffen. Und auch als die Gastgeber den 19-Jährigen nochmals an die Linie schickten, zeigte er keine Nerven und netzte wiederholt sicher zum 68:71 ein. Diese Nervenstärke hatte der Würzburger Spielmacher Ben Jacobson nicht: er verwarf seine Freiwürfe bei noch 17 zu spielenden Sekunden und Immanuel McElroy stellte mit der Schlusssirene das 68:73 für die New Yorker Phantoms her.

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Das war heute ein sehr, sehr wichtiger Sieg für uns und darüber bin ich sehr glücklich. Auch weil unsere direkten Konkurrenten gestern gewonnen haben und wir deshalb erneut unter Druck standen. Trotz vieler Ballverluste haben wir das Spiel lange Zeit kontrolliert, und wir haben eine sehr gute Defensivleistung gezeigt, die den Gegner zu schwierigen Würfen gezwungen hat. Zudem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment dafür aussprechen, wie sie kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch zurückgekommen ist. Nachdem gegen Eric Boateng ein technisches Foul gepfiffen wurde, schien alles vorbei zu sein. Aber Thad McFadden und Dennis Schröder haben dann wichtige Würfe getroffen, die uns in die Verlängerung gebracht haben. Unsere Leidenschaft und die sehr gute Moral hat uns heute den wichtigen Sieg beschert und darauf bin ich stolz.

New Yorker Phantoms: Kulawick, Mittmann n.e., Davis 9 (4 Assists), Nana 13 (10 Rebounds), Schneiders 6, McFadden 8, Boateng 8 (9 Rebounds), Sant-Roos n.e., Schröder 18 (8/8 Freiwürfen, 3 Assists), Land n.e., McElroy 11 (8 Rebounds, 3 Assists, 3 Ballgewinne).

s.Oliver Baskets: King 4, McIntosh 11, Stuckey, Jacobson 3, McNaughton 2, Kleber , McKinney 21 (5 Rebounds), Boone 9 (8 Rebounds), Henneberger, Anderson 14 (7 Rebounds, 3 Ballgewinne), Clay 4.

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