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Dirk Bauermann: „Starke Spielerpersönlichkeiten entwickeln“

06.03.2010

Dirk Bauermann präsentierte am Samstagmorgen vor rund 80 Basketballtrainern, Übungsleitern und Basketballinteressierten der Region Braunschweig das Jugendkonzept des Deutschen Basketball Bundes. Ausrichter der dreistündigen Veranstaltung in der Sporthalle Alte Waage waren die SG FT/MTV Braunschweig und Basketball Bundesligaklub New Yorker Phantoms.


Dirk Bauermann präsentierte am Samstagmorgen vor rund 80 Basketballtrainern, Übungsleitern und Basketballinteressierten der Region Braunschweig das Jugendkonzept des Deutschen Basketball Bundes. Ausrichter der dreistündigen Veranstaltung in der Sporthalle Alte Waage waren die SG FT/MTV Braunschweig und Basketball Bundesligaklub New Yorker Phantoms. „Auch Braunschweigs Trainer tragen große Verantwortung für die Weiterentwicklung des deutschen Basketballs“, sagte Bundestrainer Bauermanns.


„Wir Trainer müssen das deutsche Jugendkonzept als Lokomotive nach vorne bringen. Es gilt, den Jugendspielern das richtige Handwerkszeug zu vermitteln, Spielerpersönlichkeiten zu entwickeln und Talente zu finden und zu fördern. Ganz wichtig ist die innere Stärke der Spieler, um auf dem Feld Verantwortung zu übernehmen“, betonte der Coach, der mit der Deutschen Nationalmannschaft 2005 Vizeeuropameister wurde und mit Leverkusen und Bamberg insgesamt neun deutsche Meisterschaften feierte. „Trainer müssen Ziele für jedes Training haben, Wege definieren und auch Rückschläge hinnehmen können. Die Spieler brauchen gute technische Fähigkeiten, müssen die Individualtaktik lernen und ein gutes Spielverständnis aufweisen“, so Bauermann, der mit auf den Weg gab. „Die Jugendlichen brauchen Lob, Anerkennung und positive Unterstützung.“


Der 52-Jährige zeigte mit Hilfe der Basketballtalente des in der U16 Jugend Basketball Bundesliga an den Start gehenden Teams Braunschweig/Wolfenbüttel unter anderem wie ein richtiger Wurf und exaktes Passspiel aussieht. Man müsse beispielsweise rund 6000 Stunden am eigenen Wurf arbeiten, um ein gutes Niveau zu erreichen, so Bauermann. Bestes Vorbild sei der NBA-Star und deutsche Nationalspieler Dirk Nowitzki. „Dirk bleibt häufig eine Stunde länger nach dem Teamtraining oder nach Spielen in der Halle, um eine zusätzliche Wurfeinheit zu absolvieren.“


Zum Thema Athletik und die Frage, warum zum Beispiel spanische oder griechische Mannschaften so erfolgreich seien, bemerkte der Bundestrainer folgendes: „Die Griechen spielen unglaublich hart, körperbetont. Und in Spanien ist es Usus, dass nach einer Trainingseinheit mit dem Ball immer noch eine Laufeinheit ansteht – bis zu dreißig Minuten.“ Die Folge sei, dass spanische Mannschaften noch immer laufen könnten, wenn andere Teams müde seien.


„Das ist eine wichtige Sache, dass Bundestrainer Dirk Bauermann die Basketballstandorte besucht und Trainer weiterbildet“, sagte Oliver Braun, Sportdirektor und Geschäftsführer des Beko Basketball Bundesligisten New Yorker Phantoms. Auch Jens Löffelsend, 1. Vorsitzender der SG FT/MTV Braunschweig, bewertete die Veranstaltung als Erfolg. „Das war eine schöne Veranstaltung für die Region. Es gab manch neue basketballerische Idee zu hören. Ganz besonders imponiert hat mir aber, mit welcher Deutlichkeit Bauermann die pädagogische Aufgabe des Trainers hervorgehoben hat.“

 


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