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„Die Trainer vertrauen mir, und ich gebe das gerne zurück“

10.11.2012

Immanuel McElroy ist in dieser Saison der erfahrenste Spieler im Team der New Yorker Phantoms und aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs mit nur zwei Siegen nun besonders gefragt. Bevor sich „Mr. Defense“ am heutigen Samstagmittag mit der Mannschaft auf den Weg nach Frankfurt macht, sprach newyorkerphantoms.de mit ihm über die gegenwärtige Situation und das morgige Spiel gegen die FRAPORT SKYLINERS (11. November, Tip-Off: 15 Uhr).


Hallo Mac, zuerst die Frage: Wie steht es um deine Muskelzerrung im Oberschenkel?

Immanuel McElroy: Ich kann Entwarnung geben. Ich habe einige Tage pausiert und das war auch gut. Aber jetzt ist wieder alles okay und ich werde demzufolge auch morgen spielen.

Das sind schon einmal gute Neuigkeiten. Nicht so positiv hingegen ist der bisherige Saisonverlauf: Ihr steht aktuell nur mit zwei Siegen da. Wie steht es daher um eure Gemütslage?

Immanuel McElroy: Sicherlich waren die letzten Niederlagen bitter und natürlich prallt so etwas nicht an uns ab. Aber wir wissen, dass wir noch etwas Zeit brauchen, bis alle Aspekte unseres Spiels so ineinander greifen, wie es sein soll und wie der Trainer es fordert. Daran arbeiten wir jedoch hart und unser Ziel ist jetzt, so schnell wie möglich wieder zurück in die Spur zu finden. Unterm Strich brauchen wir schlicht und ergreifend wieder ein, zwei wichtige Siege, die uns wieder Selbstvertrauen geben – und da wird das Spiel morgen auch eine wichtige Rolle spielen.

Als sehr erfahrener Spieler bist du schon viele Male durch Situationen wie diese gegangen. Was muss deiner Ansicht nach passieren, damit ihr schwere und wichtige Spiele gewinnt und den Schalter umlegen könnt?

Immanuel McElroy: In erster Linie müssen wir einander vertrauen und aneinander glauben. Zweitens wird es wichtig sein, dass wir über 40 Minuten hart und vor allen Dingen zusammen spielen. Wir müssen als Team auftreten und dürfen uns drittens nicht davon beeinflussen lassen, was andere über uns sagen, denn wir wissen, dass wir viel Talent besitzen und ein gutes Team haben. Zudem haben wir erst sieben Partien gespielt und die Saison ist noch sehr lang. Uns bleiben also noch viele Chancen auf Siege und daher sehe ich jetzt auch keinen Grund, panisch zu werden.

Was kannst du persönlich tun, um der Mannschaft zu helfen?

Immanuel McElroy: Wir haben in dieser Saison im Vergleich zur letzten weniger erfahrene Spieler und demzufolge ist es mein Job, als Führungsspieler aufzutreten. Ich weiß, wie man Spiele gewinnt und werde mich bemühen, unser Team anzuführen, mit guter Leistung voranzugehen und auch Tipps zu geben. Natürlich ist das alles immer einfacher, wenn es gut läuft. Aber jetzt bin ich eben gefragt, und werde versuchen, meinen Teil zum Siegen beizutragen.

Wie zufrieden bist du derzeit mit deinem eigenen Spiel?

Immanuel McElroy: Grundsätzlich bin ich schon zufrieden mit meinen Leistungen. Aber mir ist auch bewusst, dass ich gerade jetzt noch eine Schippe drauflegen muss, um dadurch vielleicht den einen oder anderen „Push“ zu geben.

Die Trainer betonen immer wieder, dass du der erfahrenste Spieler im Team bist und deine Präsenz auf dem Spielfeld ungeheuer wichtig ist. Hat sich deine Rolle im Vergleich zur letzten Saison verändert, in der es noch mehr erfahrene Spieler im Team gab?

Immanuel McElroy: Nein, das würde ich nicht sagen. Meine Rolle ist im Wesentlichen schon die gleiche geblieben. Sicherlich erwarten die Trainer von mir, dass ich vorangehe, aber das ist auch eine Herausforderung, die ich mag. Etwas anders ist vielleicht, dass ich diese Saison schon auf den Positionen eins bis vier gespielt habe. Aber ich kann das auch tun – solange ich nicht auf die Center-Position muss, ist alles in Ordnung (lacht). Für mich ist das auch ein Zeichen, dass die Trainer mir vertrauen und ich gebe es gerne zurück, indem ich dort helfe, wo es gerade nötig ist.

Du hattest bereits das morgige Spiel gegen Frankfurt angesprochen. Vor dem Hintergrund der Relevanz der Partie: Seid ihr nervös? 

Immanuel McElroy: Nervös sind wir glaub ich nicht. Wir haben uns vielmehr vorgenommen, sehr motiviert aus der Kabine zu kommen und 40 Minuten aggressiv zu spielen. Wir wollen das Spiel gegen den Mitteldeutschen BC vergessen machen und wissen alle, wie wichtig ein Sieg wäre und ebenso, wie die Spiele in der Vergangenheit gegen Frankfurt gelaufen sind. Aber das darf und wird morgen nicht zählen. Wir müssen kämpfen und werden kämpfen, darauf haben wir uns eingeschworen. 

Deine Aufgabe wird unter anderem darin liegen, High-Flyer und Top-Athlet Quantez Robertson zu kontrollieren. Harter Job, oder?

Immanuel McElroy: Auf jeden Fall. Es gibt sicherlich Spieler, gegen die man lieber antritt. „Tez“ ist ein sehr guter, aber auch erfahrener Spieler, vor dem ich viel Respekt habe. Er bringt immer viel Energie aufs Feld und spielt sehr aggressiv. Aber ich freue mich auf dieses Match-Up und werde versuchen, ihn soweit aus dem Spiel zu nehmen, wie es möglich ist.

Letzte Frage: Was wird morgen ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage sein?

Immanuel McElroy: Wir gehen davon aus, dass es ein sehr enges und umgekämpftes Spiel sein wird. Daher müssen wir über 40 Minuten fokussiert sein und dürfen nicht an Intensität nachlassen. Jeder einzelne muss 100 Prozent Energie einbringen und wir müssen dieses Mal vor allem die Ruhe behalten, wenn es eng werden sollte. Wenn wir dann auch so gut zusammenspielen, wie wir es in dieser Saison schon einige Male getan haben, dann haben wir eine reelle Siegchance.

Vielen Dank und viel Erfolg!


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