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Die Spiele können beginnen - "Es ist vieles möglich - auch in Ulm"

04.05.2012

Mit Beginn der Playoffs hat für die Basketballfans in Deutschland die fünfte Jahreszeit begonnen. Für die New Yorker Phantoms Braunschweig hängen die Trauben beim Playoff-Viertelfinalspiel Nummer 1 am morgigen Samstag, 5. Mai, bei ratiopharm ulm, immerhin Zweiter der regulären Spielzeit, ziemlich hoch – unerreichbar sind sie aber dennoch nicht, wie Phantoms-Trainer Sebastian Machowski vor dem Auftritt in der mit 6000 Zuschauer ausverkauften ratiopharm arena noch einmal deutlich machte (Spielbeginn: 19 Uhr).


Mit Beginn der Playoffs hat für die Basketballfans in Deutschland die fünfte Jahreszeit begonnen. Für die New Yorker Phantoms Braunschweig hängen die Trauben beim Playoff-Viertelfinalspiel Nummer 1 am morgigen Samstag, 5. Mai, bei ratiopharm ulm, immerhin Zweiter der regulären Spielzeit, ziemlich hoch – unerreichbar sind sie aber dennoch nicht, wie Phantoms-Trainer Sebastian Machowski vor dem Auftritt in der mit 6000 Zuschauer ausverkauften ratiopharm arena noch einmal deutlich machte (Spielbeginn: 19 Uhr).

Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein stiegen die Phantoms-Profis heute Vormittag in den Teambus. Wohlwollend hatten Immanuel McElroy & Co. den Playoff-Auftaktsieg (75:74) der Telekom Baskets Bonn bei den bisher übermächtig erscheinenden Brose Baskets registriert – einmal mehr ein Beweis: Der vorherige Tabellenstand ist unbedeutend, wenn man die erste Partie gewinnt. „Die Partie Bonn gegen Bamberg war der beste Beweis, dass in den Playoffs vieles möglich ist. Doch wir müssen in Ulm selber unsere Aufgabe lösen. Natürlich fahren wir mit dem Bewusstsein zum ersten Playoffspiel, dass wir auch beim bisherigen Zweiten sehr gut mithalten können. In Ulm standen wir kurz vor einem Sieg“, unterstreicht Sebastian Machowski noch einmal die Siegambitionen.

Die Trainingswoche sei gut verlaufen, so Machowski. „An der Trainingsintensität hat man gemerkt, dass die Jungs heiß sind auf die Playoffs.“ Eine Hiobsbotschaft gibt es trotzdem: Robert Kulawick muss wegen seiner Verletzung im linken Sprunggelenk weiter pausieren. Machowski hofft, dass „Kulle“ am kommenden Montag wieder ins Teamtraining einsteigen kann.

Der Gegner: Lediglich sieben Niederlagen standen am Ende 27 Siegen gegenüber. Das Herzstück der Ulmer ist Center John Bryant. Der 2,11 Meter-Hüne aus Berkeley in Kalifornien dominierte in dieser Saison die Bretter und legte in seiner zweiten Spielzeit in der Beko BBL nicht nur starke 14,5 Punkte und 9,4 Rebounds im Schnitt auf, sondern wurde kürzlich auch verdient zum MVP – dem wertvollsten Spieler – der Liga gewählt. Top-Punktesammler der Ulmer ist allerdings der US-Amerikaner Isaiah Swann (15,2 Punkte pro Partie). Die New Yorker Phantoms werden seine Wurfkünste gepaart mit einem starken Drang zum Korb sicherlich noch gut in Erinnerung haben. In der Begegnung am 3. März in Ulm legte der Shooting Guard 26 Punkte auf und führte sein Team damit quasi im Alleingang zum Sieg. Nicht verwunderlich also, dass Swann wie auch Bryant gerade ebenfalls in das „All-BBL-First-Team“ gewählt wurden.

Auf den großen und kleinen Flügelpositionen vertraut Leibenath auf die Vielseitigkeit von Power Forward Dane Watts und die Wurfstärke des ehemaligen Braunschweigers Steven Michael Esterkamp. Während der BBL-erfahrene Watts im Schnitt ebenfalls zweistellig punktet (10,1 Zähler), sammelt er auch starke 6,5 Abpraller pro Partie. Esterkamp verwandelte kürzlich sieben von zehn Dreipunktewürfen in einer Partie – und das war kein Zufall. Mit einer sagenhaften Dreierquote von 44,6 Prozent untermauert der Small Forward in dieser Saison einmal mehr sein feines Wurfhändchen und gehört mit zu den tragenden Säulen im Gerüst von ratiopharm ulm.

Im Aufbau setzt Coach Thorsten Leibenath auf einen deutschen Nationalspieler. Knapp 25 Minuten im Schnitt steht hier Per Günther für die Ulmer Spatzen auf dem Parkett und dirigiert seine Mitspieler. Dieses Vertrauen dankt er mit 9,1 Punkten und 2,9 Vorlagen pro Partie. Entlastung erhält Günther durch Tommy Mason-Griffin. Der US-Amerikaner musste zuletzt aufgrund einer Verletzung fünf Spiele pausieren, konnte aber beim letzten Spiel der Hauptrunde wieder eingreifen und wird für die Playoffs fit sein. Das gilt leider nicht für den Defensivspezialist „Rocky“ Roderick Trice. Trice wurde diese Woche am Daumen (chronische Instabilität des Gelenks) operiert und fällt für die restliche Saison aus.

Fabienne Buhl / Markus Gröchtemeier


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