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Die Farbe Lila

17.01.2008

New Yorker Phantoms – BG 74 Göttingen 83:88 n.V. (18:21, 22:21, 15:18, 19:14, 9:14)

Nach 16 Spieltagen stehen die New Yorker Phantoms erstmals in der Saison 2007/08 nicht auf einem Playoff-Platz. Die Mannen von Trainer Emir Mutapcic fielen der Auswärtsstärke der BG 74 Göttingen zum Opfer. Und das, obwohl sie sich in einer nicht hochklassigen, aber sicherlich spannenden Partie kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine gute Siegchance erkämpft hatten.


New Yorker Phantoms – BG 74 Göttingen 83:88 n.V. (18:21, 22:21, 15:18, 19:14, 9:14)


Nach 16 Spieltagen stehen die New Yorker Phantoms erstmals in der Saison 2007/08 nicht auf einem Playoff-Platz. Die Mannen von Trainer Emir Mutapcic fielen der Auswärtsstärke der BG 74 Göttingen zum Opfer. Und das, obwohl sie sich in einer nicht hochklassigen, aber sicherlich spannenden Partie kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine gute Siegchance erkämpft hatten. Doch die „Veilchen“, welche ohne die verletzten Michael Schröder und Robert Dill auskommen mussten, retteten sich in die Verlängerung, wo sie sich einen Tick abgebrühter präsentierten. Durch das 83:88 sacken die New Yorker Phantoms auf den aktuell neunten Tabellenplatz ab.


Die Partie begann genau so, wie Phantoms-Coach Emir Mutapcic es sich vorgestellt hatte. Seine Mannschaft kontrollierte die Bretter und spielte ihre Längenvorteile am Brett aus. Durch geschicktes Passspiel wurden immer wieder Kyle Visser und Andrew Drevo in Zonennähe gesucht, gefunden und isoliert. Die großen Kerls behaupteten sich gut im Eins-gegen-Eins, oder steckten den Ball bei absinkender Verteidigung auf den freien Flügel (7:2, 2. Minute). Langsam schlich sich jedoch ein Rhythmus ein, der den Gästen aus Göttingen in die Karten spielte. Die 24 Sekunden-Uhr tickte auf beiden Seiten nicht mehr weit herunter, ehe der Ball gen Reuse befördert wurde. Die „Veilchen“ liefen allmählich heiß und zogen mit einem 11:2-Lauf an den Hausherren vorbei (9:13, 6. Minute). Damit nicht genug, fanden sie auch im seltenen Setplay durch Dunks von Willie Jenkins und David Monds denkbar leichte Abschlüsse (13:21, 9. Minute). Lediglich ein Dreier von Jones leitete die Wende zugunsten Braunschweigs ein, das kurz vor der Viertelpause verkürzen konnte (18:21).


Abermals zog die BG durch ihr hohes Tempo, welches sie durch Druck in der Verteidigung generierte, davon (18:27, 12. Minute). Noch bevor die psychologisch so wichtige Zehn-Punkte-Marke fiel zog Mutapcic per Auszeit die Notbremse. Fortan warteten seine Schützlinge mit einer Zonenpresse auf, welche die Gäste spürbar in Verlegenheit, und die Phantoms per 10:0-Run auf Augenhöhe brachte (28:27, 15. Minute). Bis zur Pause konnte sich kein Team weder einen größeren Vorteil auf dem Scoreboard verschaffen, noch das Momentum auf seine Seite bringen (40:42).


Im ersten Viertel hatte Steven Wright aufgrund von zwei schnellen Fouls nur 1:55 Minuten auf dem Parkett gestanden. Umso heißer war der Aufbau, als er zu Beginn der zweiten Hälfte erneut in der Anfangsformation stand. Zum Dank streute er direkt einen Dreier ein und erwies sich als belebendes Element für die aufkeimende New Yorker-Defense (47:44, 23. Minute). Das hinderte Göttingen jedoch nicht daran, seine bundesweit gefürchtetste Waffe zum Einsatz zu bringen. Binnen weniger Sekunden rauschten Dreier aus den Händen von Jenkins und Jeb Ivey durch die Braunschweiger Reuse (53:55, 28. Minute). Auch eine kurze Lagebesprechung an der Seitenauslinie brachte keine kurzfristige Änderung der Sachlage (55:60).


Es zählte nur noch der pure Wille. In diesem Punkt schienen die Gäste an diesem Abend einen Schritt weiter zu sein. Gegen die hart agierende Braunschweiger Verteidigung kam Göttingen nur zu wenigen Würfen, aber die wichtigen saßen. So auch der Dreier von Jeb Ivey, der Mutapcic zu einer Auszeit zwang (60:68, 33. Minute). Danach präsentierten sich die Phantoms noch einen Tick wacher, verhinderten über vier Minuten jeglichen Korberfolg der „Veilchen“, konnten auf der Gegenseite jedoch selbst nur zweimal verwandeln (64:68, 37. Minute). Die Zeit drängte und Mutapcic bat seine Schützlinge abermals zur Taktikbesprechung. Aus der kurzen Verschnaufpause kam Göttingen besser heraus und erhöhte die Differenz auf acht Zähler, ehe Jason Cain und Jonathan Levy konterten (68:72, 39. Minute). Im nächsten Angriff war es wieder Levy, der per Dreier weiter verkürzte (71:72, 40. Minute). Der Wurf von Jenkins verfehlte sein Ziel, sodass den Phantoms ein Angriff blieb, um die Wende herbeizuführen. So war es Andrew Drevo, der bei zehn Sekunden verbleibender Restspielzeit einen Dreier aus der linken Ecke einnetzte und in der Volkswagen Halle kollektive Jubelschreie auslöste. (74:72) Die Freude verwandelte sich in sekundenschnelle in blankes Entsetzen, als Ivey scheinbar furchtlos den Ball nach vorne trug, über die Mitte penetrierte und das Spielgerät in ärgster Bedrängnis mit Brett zum 74:74 in den Korb bugsierte – Verlängerung!


In dieser waren es die Gäste, die sich mit einem Freiwurftreffer von Jenkins und einem Dreipunktspiel durch Darren Brooks einen Vorsprung erarbeiteten (74:78, 41. Minute). Diesem Rückstand lief Braunschweig bis in die letzte Minute hinterher und schaffte, wie schon Ende der regulären Spielzeit, das Comeback – diesmal nach einem Jumper von John Allen mit Ablauf der Schussuhr (82:82, 45. Minute). Göttingen erhöhte durch einen Dwayne Kirkley-Leger auf 82:84, ehe Domonic Jones beim Wurfversuch gefoult und an die Linie geschickt wurde – da standen noch 23 Sekunden auf der Uhr. Der Spielmacher verwandelte nur den zweiten Bonuswurf (83:84), wodurch ein schnelles Fouls nötig wurde, um die BG ihrerseits an die Linie zu schicken und den letzten Angriff der Partie zu haben. Neun wertvolle Sekunden tickten von der Uhr, ehe Jeb Ivey mit Ball gestoppt werden konnte. Dieser blieb an der Linie eiskalt (83:86), was den Phantoms lediglich einen Dreier als einzige Option ließ. In der gleichen Ecke, von der zuvor noch Drevo getroffen hatte, setzte Jones zum Schuss an – und wurde von David Monds geblockt. Das schnelle Foul schickte Jenkins an die Linie, der beide Freiwürfe sicher zum Endstand verwandelte.

Die New Yorker Phantoms verlieren das erste Heimspiel des Jahres 2008 gegen die BG 74 Göttingen mit 83:88 nach Verlängerung und rutschen in der Tabelle auf Platz neun ab.


Sichtlich erleichtert ob des fünften Saisonsieges seiner Mannschaft präsentierte sich BG-Trainer John Patrick nach der Partie. „Wir hatten heute einen guten Tag und haben am Ende die wichtigen Freiwürfe verwandelt. Auswärts spielen wir immer etwas gelöster, was sich heute in einer guten kämpferischen Leistung – besonders, wenn es um Rebounds und freie Bälle ging – gezeigt hat.“ Lob zollte dem Liga-Novizen auch Emir Mutapcic: „Göttingen hatte heute die bessere Einstellung. Wir haben das ganze Spiel über wichtige Bälle abgegeben. Defensiv waren wir nicht konstant genug, fünf guten folgten zehn schlechte Minuten. Das reicht in dieser Liga nicht.“


New Yorker Phantoms:

Wright (7/1), Levy (14/2), Allen (11), Visser (15), Drevo (14/1), Stückemann, Jones (12/1), Cain (10), Khartchenkov, Coleman


BG 74 Göttingen:

Brooks (23/1), Ivey (15/3), Nies (2), Kirkley (4), Grimaldi (7/1), Thorpe (2), Monds (11), Moore, Mulic (3/1), Jenkins (21/3)

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