News

James Florence (in weiß) spielte im ersten Viertel mit elf Punkten ganz stark auf. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Deutlicher 91:72-Sieg über RASTA Vechta

09.02.2014

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben am heutigen Sonntag (9. Februar) einen deutlichen Sieg über RASTA Vechta gefeiert. Sie gewannen nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit vor 4.140 Zuschauern, unter diesen etwa 500 Vechta-Fans, mit 91:72 (42:43) gegen den Aufsteiger und Tabellenfünfzehnten. Bei den Braunschweiger Korbjägern, bei denen Maurice Pluskota (Magen-Darm) sowie Achmadschah Zazai (Oberschenkel-Probleme) fehlten, punkteten insgesamt fünf Spieler zweistellig. Beste Punktesammler waren Isaiah Swann und James Florence mit je 17 Zählern. Aaron Doornekamp verfehlte mit neun Punkten und elf Rebounds nur knapp ein erneutes „Double-Double“. Für die Gäste kamen Jacob Doerksen, Brandon Bowman (zehn Rebounds) sowie Richard Williams auf jeweils 14 Punkte. Durch den Sieg sind die New Yorker Phantoms in der Tabelle nun einen Platz nach oben geklettert und liegen aktuell auf Rang 11.


Die Begegnung war von Beginn an von hohem Tempo geprägt und startete mit zwei Punkten von Phantoms-Center Kyle Visser. Der Gegner antwortete mit fünf Zählern in Folge (2:5, 2. Minute), ehe James Florence per Dreier wieder ausgleichen konnte. Überhaupt war es der Braunschweiger Point Guard, der in diesem ersten Viertel dem RASTA-Team Paroli bot. Er zog immer wieder beherzt zum Korb und sorgte mit seinen Punkten dafür, dass der Rückstand seiner Mannschaft nicht noch größer wurde. Der war zwischenzeitlich nach einem Dreier von Vechtas Rashad Bishop bereits auf neun Zähler angewachsen (9:18, 6. Minute). Aber nachdem auch Robert Kulawick einen Dreier versenkt hatte, stand es 16:18, und die New Yorker Phantoms waren folglich wieder dran. Dieser Moment währte jedoch nur kurz: Vechtas Topscorer Richard Williams kam anschließend zwei Mal zu frei zum Wurf und steuerte fünf Zähler zum 16:23 bei (8. Minute). Die Phantoms-Basketballer steckten aber erneut nicht auf. Stattdessen war es nun Kapitän Harding Nana, der sein Team mit fünf Zählern zum 21:24 heranführte. In das zweite Viertel sollte es jedoch beim Stand von 21:26 gehen.

Hier ließ Robert Kulawick nach erfolgreichem Gäste-Freiwurf erneut einen Dreier durch die Reuse rauschen. Und als Immanuel McElroy dann ebenfalls einen Punkt von der Freiwurflinie erzielte, waren die New Yorker Phantoms auf zwei Zähler dran (25:27, 13. Minute). Aber die Westniedersachen wirkten in dieser Phase insgesamt einen kleinen Schritt schneller, griffiger und zielstrebiger. Zudem bereitete ihre Defensive den Braunschweiger Korbjägern einige Probleme, weshalb sich RASTA nach knapp 15 Spielminuten einen Zehn-Punkte-Führung erspielt hatte (25:35). Drei Minuten lang blieben Harding Nana & Co. korblos, ehe der Kapitän nach einer sehenswerten Passstafette per Korbleger abschließen konnte. Und Immanuel McElroy legte sofort von der Freiwurflinie zum 29:35 nach (17. Minute). Aber die Gäste blieben weiterhin mit bis zu neun Zählern vorne (32:41, 18. Minute), auch weil sie jetzt besser im Rebound arbeiteten und sich vermehrt zweite Chance holten. Doch die New Yorker Phantoms erhöhten zum Viertelende noch einmal ihre Intensität und das zahlte sich aus: Zuerst fischte sich Kyle Visser einen Offensiv-Rebound und traf per Korbleger, dann nutzte der Center nach einem Block von James Florence ein Anspiel von Isaiah Swann, ehe genau dieser noch einen Dreier folgen ließ: 40:41! Bis zur Halbzeit trafen beide Teams noch jeweils ein Mal, weshalb es mit einem knappen 42:43 in die Kabine ging.

Zurück auf dem Spielfeld war es Kyle Visser, der die ersten Punkte markierte und damit auch wieder die Braunschweiger Führung herstellte (45:43). Davon zeigten sich seine Mitspieler offensichtlich beflügelt. Zuerst versenkte Isaiah Swann einen Dreier, ehe Aaron Doornekamp seine ersten Punkte in der Partie zum 50:43 erzielte. Die New Yorker Phantoms waren jetzt eindeutig am Drücker – und vor allem war Isaiah Swann „heiß“. Zur Halbzeit hatte der Braunschweiger Topscorer lediglich fünf Punkte auf seinem Konto, drehte nun aber auf und baute die Führung seiner Mannschaft auf 59:47 aus (26. Minute). Bei den Gästen hingegen lief kaum noch etwas zusammen, was auch einer deutlich besseren Phantoms-Defensive geschuldet war. Vechta erzielte in diesem Viertel insgesamt nur acht Punkte, während McElroy und Kollegen auf satte 29 Zähler kamen und dementsprechend mit einer 20-Punkte-Führung (71:51) in das letzte Viertel gingen.

RASTA Vechta kam noch einmal bemüht in diese letzten zehn Minuten zurück. Nach zwei Minuten hatten sie bereits sechs Punkte markiert. Aber die Phantoms-Basketballer ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Stattdessen kombinierten sie jetzt gut, spielten teilweise wie aus einem Guss und schlossen sicher ab. Folgerichtig stand es nach drei Dreiern in Folge von Aaron Doornekamp, Harding Nana und Robert Kulawick 84:59 (35. Minute). In den letzten drei Minuten der Partie schickte Headcoach Raoul Korner alle vier Doppellizenz-Spieler um Martin Bogdanov, Lucas Gertz, Dominique Johnson und Erik Land zusammen mit Aaron Doornekamp aufs Parkett. Der endlich wieder von seiner Verletzung genesene Lucas Gertz traf eine Minute vor Spielende auch einen Dreier zum 91:70. Den Endstand der Partie besorgte jedoch der ehemalige Braunschweiger Flavio Stückemann mit zwei erfolgreichen Freiwürfen.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Danke für die Glückwünsche. Die erste Halbzeit war für uns sehr schwer, vor allem weil wir Vechta unter dem Korb nicht stoppen konnten. Sie haben den Ball immer in Korbnähe gebracht und overpowert, was wir nicht kontrollieren konnten. Als wir dann auf Zone umgestellt haben, wurde das besser. Doch dann haben sie zu viele Offensiv-Rebounds bekommen und außerdem haben wir Williams von der Leine gelassen. Mit dem Halbzeitstand waren wir sicherlich gut bedient. Im dritten Viertel haben wir dann einen sehr guten Job an beiden Enden des Feldes gemacht. Wir haben aggressiv gespielt, die Ballbewegung des Gegners unterbunden und daraus Kapital geschlagen. Das war der Schlüssel und Grundstein zum Erfolg. Im letzten Viertel war es nur noch ein Schaulaufen auf beiden Seiten.

Patrick Elzie (RASTA Vechta): Ich gratuliere Raoul und seiner Mannschaft zum Sieg. Ich war sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes Spiel liefern können. Und das ist uns auch im ersten Viertel gelungen. Danach ging es jedoch bergab. Braunschweig hat eine sehr gute Qualität in der Mannschaft, wenngleich sie auch mit einer kleiner Rotation spielen. Im dritten Viertel ist uns das Spiel aus der Hand geglitten und man hat nicht genug Auszeiten, um so einen Braunschweiger Lauf zu stoppen. Wir haben in dieser Phase selbst einfache Punkte vergeben. Aber ich möchte der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Denn sie spielt mit viel Willen, wenngleich uns die nötige Konzentration fehlt. Daran müssen wir arbeiten und haben nächste Woche die Chance, es wieder gut zu machen.

New Yorker Phantoms: Swann 17 (5 Assists, 5 Rebounds), Kulawick 9, Visser 12 (9 Rebounds), Nana 13, Florence 17, Doornekamp 9 (11 Rebounds), Johnson, Gertz 3, Land, McElroy 11(4 Assists), Bogdanov.

RASTA Vechta: Butts 6, Doerksen 14, Jarchow 2, Krause, Bowman 14 (10 Rebounds), Stückemann 2, Igbavboa 2, Mädrich 6, Bishop 8, Rudowitz 2 (5 Rebounds), Williams 14, Mackeldanz 2.


DatenschutzImpressum