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Der NiteJam (Phantoms@Night) ist Kult - Oliver Braun spielte mit

27.12.2012

Musik dröhnt aus den Lautsprecherboxen und übertönt das Dribbeln der Bälle in der Sporthalle Güldenstraße. An diesem frostigen Freitagabend im Dezember findet hier erneut der NiteJam (Baustein von Phantoms@Night) statt – ein Basketball-Turnier, bei dem die Teams à drei Personen plus Ersatzspieler bis in die frühen Morgenstunden gegeneinander um die Platzierungen spielen. Doch obwohl das orange runde Leder und die Korbanlagen eigentlich im Vordergrund stehen sollten, nimmt diese Position zunächst die Tontechnik ein.


Während Joachim Lampe, Organisator des NiteJam und Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Rüningen, und der ebenfalls anwesende New Yorker Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun sich darum bemühen, einen vernünftigen Ton aus dem Mikrofon und den Lautsprechern zu bekommen, versammeln sich immer mehr Teams in der Halle. 20 sind es schlussendlich, die sich an diesem Abend für den Mitternachtszock anmelden und teilweise bis morgens um 4 Uhr hier verweilen werden.

Der NiteJam hat sich zu einer Kultveranstaltung etabliert. Jugendliche wie auch Erwachsene finden sich hier in der Winterzeit einmal im Monat freitags ein und dribbeln und werfen was das Zeug hält. Aber auch die Spieler der New Yorker Phantoms kommen häufig vorbei, gucken allerdings nur zu. „Früher haben die Spieler dann und wann mitgemacht. Heute geht das einfach nicht mehr, weil das Verletzungsrisiko zu groß ist. Aber Dennis Schröder hat hier vor einigen Jahren mitgespielt und lässt sich immer mal wieder blicken. Gleiches gilt zum Beispiel auch für die Doppellizenzspieler Brian Wenzel oder Jörn Wessels“, sagt Lampe, der mit dieser Veranstaltung auf eine lange und erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken kann.

Im Februar feiert der NiteJam bereits sein 15-jähriges Jubiläum und natürlich wird das mit einer besonderen Aktion gefeiert werden, wie Lampe andeutet, aber noch nicht weiter ins Detail gehen möchte. „Ich bin schon ein wenig stolz darauf, dass wir den NiteJam so lange und vor allem erfolgreich erhalten konnten. Aber ich hatte auch immer ein tolles Team um mich herum, das mich stark unterstützt hat. Alleine kann man so eine Veranstaltung über diesen langen Zeitraum nicht bewerkstelligen“, verdeutlicht der Organisator. Eine weitere Hilfe sei zudem auch, dass die New Yorker Phantoms vor einiger Zeit als Mit-Organisator und Förderer eingestiegen sind. „Die New Yorker Phantoms sorgen für Identifikation und etwas Besseres kann so einer Veranstaltung nicht passieren“, sagt Lampe.

Für den Braunschweiger Basketball-Bundesligisten passt der NiteJam hervorragend in das Konzept des Sozialprojekts Phantoms@Future, denn hier stehen Bewegung, Ernährung, Teamgeist und natürlich Spaß von interessierten Kindern und Jugendlichen in der Region Braunschweig im Fokus. „In der heutigen Zeit, in der Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit vor dem PC oder Fernseher verbringen, ist es wichtig, den dadurch entstehenden Bewegungsdefiziten entgegenzuwirken. Wir möchten Kinder und Jugendliche mit dieser Veranstaltung für Bewegung und Sport begeistern, und sie zudem abends von der Straße fernhalten“, erläutert Oliver Braun das Engagement der New Yorker Phantoms.

Das Basketball-Turnier wird durch das Jugendamt der Stadt Braunschweig finanziert. Aber neben den New Yorker Phantoms sind auch die United Kids Foundations, New Yorker sowie die Braunschweiger Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt Förderer des Mitternachtsturniers. „Dieses Turnier ist einfach super. Die Halle ist voll und alle haben offensichtlich viel Spaß“, sagt Steffen Krollmann. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank BraWo Stiftung und Botschafter von United Kids Foundations ist an diesem Abend mit seiner Familie vor Ort und fügt hinzu: „Wo gehen denn die Jugendlichen heute abends hin? Die Angebote sind so gering geworden, und der NiteJam ist offensichtlich genau das, was sie wollen. Ich bin schlichtweg begeistert von dieser Veranstaltung.“

Und inwieweit der NiteJam einen tatsächlich in den Bann ziehen kann, musste gegen 0 Uhr auch Oliver Braun erfahren. Nachdem das Team Crazy Joe aufgrund einer Verletzung nur noch aus zwei Personen bestand und damit das vorzeitige Aus drohte, sprang der Sportdirektor ein. An dem Ort, wo Oliver Braun vor vielen Jahren als Spieler der SG Braunschweig immer trainierte, zeigte er ein gutes Auge für seine Mitspieler und die ein oder andere erfolgreiche Center-Bewegung. Für den Sieg reichte es aber nicht – für ein paar Schweißperlen auf der Stirn hingegen schon.

„In der nächsten Runde treffen nun folgende Teams aufeinander“, schallte die Stimme von Joachim Lampe durch die Boxen. Die anfänglichen Tonprobleme konnten behoben werden und die Nacht nahm wie sonst auch ihren erfolgreichen Lauf. „Lediglich ein DJ fehlt uns derzeit, der es perfekt machen würde. Wer Interesse daran hat, einmal im Monat hier aufzulegen, der kann sich gerne bei mir melden. Ich würde mich sehr darüber freuen“, sagt Lampe, bevor er sich wieder das Mikrofon für die nächste Durchsage greift.


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