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Der Dialog mit den Fans ist sehr wichtig

06.08.2012

Er ist locker, offen, gesprächig und seit sechs Jahren Co-Trainer von Headcoach Kostas Flevarakis. Die Rede ist von Kostas Papazoglou, der zusammen mit Peter Günschel die Position des Assistant Coach in der neuen Saison der New Yorker Phantoms bekleiden wird. Gleich an seinem ersten Tag in der Okerstadt traf er sich mit den Anhängern der Braunschweiger Basketballer beim Fanstammtisch und hatte ein offenes Ohr für sie. Über diese erste Begegnung, seinen Job und einiges mehr sprach er nun im Interview.


Er ist locker, offen, gesprächig und seit sechs Jahren Co-Trainer von Headcoach Kostas Flevarakis. Die Rede ist von Kostas Papazoglou, der zusammen mit Peter Günschel die Position des Assistant Coach in der neuen Saison der New Yorker Phantoms bekleiden wird. Gleich an seinem ersten Tag in der Okerstadt traf er sich mit den Anhängern der Braunschweiger Basketballer beim Fanstammtisch und hatte ein offenes Ohr für sie. Über diese erste Begegnung, seinen Job und einiges mehr sprach er nun im Interview. 

Hallo Kostas, du bist seit Donnerstag in Braunschweig. Kannst du uns deine ersten Eindrücke von deiner neuen Umgebung beschreiben?

Kostas Papazoglou: Die sind bislang sehr positiv. Ich habe einen guten Eindruck von der Stadt und vor allen Dingen von den Menschen, die nah am Team sind. Ich habe das Gefühl, dass man sich hier sehr gut kümmert. Das kann ich übrigens nicht von dem Taxifahrer behaupten, der mich nach meiner Ankunft in Hannover nach Braunschweig gefahren hat. Wir sind mit 200 km/h über die Autobahn gefahren. Das führte zwar dazu, dass ich schnell hier war, mich aber im Anschluss an die Fahrt auch nicht mehr richtig gut fühlte (lacht).

Gleich an deinem ersten Abend in Braunschweig bist du beim New Yorker Phantoms Fanstammtisch auf einige Fans getroffen. Wie hast du diese erste Begegnung empfunden?

Kostas Papazoglou: Es ist grundsätzlich so, dass ich mich sehr gerne mit Fans unterhalte. Und so war es auch an diesem Abend. Ich war zwar ein wenig müde und hatte gedacht, dass ich vielleicht nur 40 Minuten mit ihnen zusammen sitzen würde. Aber am Ende waren es drei Stunden, die ich gemeinsam mit ihnen verbracht habe und in denen wir uns sehr offen ausgetauscht haben. Der Dialog mit den Fans ist für uns sehr wichtig, denn man darf nicht vergessen, dass die Diskussionen mit ihnen auch Anregungen und Ideen für uns kreieren können.

Du hast den Fans gesagt, dass sie dich immer fragen und sogar Tag und Nacht anrufen können. Du meinst es also wirklich ernst mit der guten Verbindung zwischen dir und den Fans?

Kostas Papazoglou: Absolut. Sowohl ich wie auch Headcoach Flevarakis hatten in der Vergangenheit immer eine gute Verbindung zu den Fans. Und sie sollen wissen, dass wir immer für sie ansprechbar sind und ihnen zuhören werden, wenn sie mit uns reden möchten. Für uns ist das ein elementarer Baustein unseres Jobs.

Lass uns kurz über Kostas Flevarakis reden, den du bereits seit einer halben Ewigkeit kennst. Wie würdest du ihn beschreiben?

Kostas Papazoglou: Für mich ist er der beste Trainer Griechenlands. Und das sage ich nicht, weil wir uns gut kennen und ich sein Co-Trainer bin. Sondern ich sage es, weil die Resultate der Vergangenheit das auch beweisen. Er hat Großartiges geleistet, und das war immer unabhängig vom Budget.
Als Mensch ist er offen und wird genau wie ich viel mit den Fans reden wollen. Man kann sich sicher sein, dass er zu den Fans gehen wird, wenn sie nicht auf ihn zukommen sollten (lacht). So ist er einfach. Als Trainer hingegen kann er resolut und emotional sein. Vor allem im Training wird es wenig Spaß geben, da erwartet er eine 100-prozentige Einstellung und Konzentration. Für ihn ist besonders wichtig, dass seine Mannschaft immer alles gibt und zwar bis zum Schluss. Auch wenn sie mit 20 Punkten im Rückstand liegen sollte. Während der Spiele wird man feststellen, dass er ein sehr intelligenter Trainer ist. Er hat viele Tricks auf Lager und ist sehr vielseitig. Alles in allem kann man sagen, dass er 24 Stunden pro Tag an Basketball denkt. Er lebt Basketball...

Was hast du speziell von ihm gelernt?

Kostas Papazoglou: Alles. Als ich mein Studium beendet hatte, war ich sehr jung. Aber ich dachte bereits, alles als Trainer zu wissen. Das war natürlich nicht der Fall und Coach Flevarakis hat mir in der Folge alles beigebracht und gezeigt. Das Wichtigste, das ich von ihm gelernt habe, ist, dass ich in jedes Spiel gehe, um es zu gewinnen. Und dabei ist es auch egal, ob der Gegner Olympiakos Piräus oder Barcelona heißt.
 
Was macht dir an deinem Trainer-Job am meisten Spaß?

Kostas Papazoglou: Ich mag es, alles zu lernen und jedes Detail des Basketball-Sports kennenzulernen. Ein Hauptteil meiner Arbeit liegt in der Erstellung der Videos. Und das bereitet mir sehr viel Freude. Da ich mittlerweile sechs Jahre der Co-Trainer von Coach Flevarakis bin, darf ich nun auch mal Vorschläge unterbreiten (lacht) und auch daran finde ich Gefallen. Insgesamt bin ich der Typ, den vornehmlich Strategie und Taktik interessieren und darin kann ich auch voll aufgehen.

Während des Fanstammtischs hast du gesagt, dass die New Yorker Phantoms in der neuen Saison auf jeden Fall ein Team sein werden, das bis zum Ende kämpft. Wie wollt ihr das gewährleisten?

Kostas Papazoglou: Dafür ist in erster Linie natürlich die Teamauswahl entscheidend. Wir haben Spieler in der Mannschaft und auch neue verpflichtet, die von ihrer Grundeinstellung her Kämpfer sind. Dementsprechend sind wir auch davon überzeugt, dass sie für den Sieg kämpfen werden. Zudem werden die Spieler auch schnell lernen, dass sie unter Coach Flevarakis immer alles geben müssen. Denn das ist eine Grundvoraussetzung für sein Spiel. 

Kannst du kurz sagen, wie du die „alten“ und „neuen“ Spieler der New Yorker Phantoms in der Saison 2012/2013 siehst und einschätzt?

Kostas Papazoglou: Wir können uns sehr glücklich schätzen, deutsche Spieler im Team zu haben, die 100 Prozent Einsatz zeigen. Das haben sie alle in der letzten Saison bewiesen und darauf bauen wir auch in der neuen Spielzeit. Die deutschen Spieler sind für uns sehr wichtig. Sie werden alle Spielzeit erhalten und sollen ihre Stärken noch mehr ausnutzen, wie zum Beispiel Robert Kulawick und Nils Mittmann ihren sehr guten Wurf. Immanuel McElroy hingegen ist der einzige verbleibende Ausländer und ein sehr erfahrener Spieler sowie guter Verteidiger. Er kann unserer Einschätzung nach alles auf dem Feld machen – vom Rebounding bis zum Punkten. Bei den bisherigen Neuverpflichtungen haben wir Wert auf eine gute Mischung gelegt. Casey Mitchell wird bei uns vermutlich der Scorer sein, während Nana und Thad McFadden kämpferisch sehr stark sind. Casey wird aber nicht der go-to-guy werden, denn das entspricht nicht unserer Philosophie. Unser Spiel ist so ausgelegt, dass wir den Spieler in der bestmöglichen Wurfposition finden wollen. Aber es kann hin und wieder natürlich passieren, dass Casey in den entscheidenden Momenten die Verantwortung übernehmen wird. Auf den noch offenen Positionen gilt es für uns, Spieler zu finden, die in unsere Philosophie passen. Und wir hoffen, diese bald präsentieren zu können.

Zum Abschluss die Frage: Was möchtest du diese Saison mit den New Yorker Phantoms erreichen?

Kostas Papazoglou: Ein Ziel in Form eines Tabellenplatzes werde ich nicht ausgeben. Aber man kann vielleicht sagen, dass unser Ziel sein wird, die Fähigkeiten der Mannschaft zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Für mich persönlich wird am Wichtigsten sein, dass ich nach jedem Spiel mit dem Gefühl nach Hause gehen kann, das Beste gegeben zu haben.


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